Angerührt von meiner Klage ließ sie mir auf geheimnisvollen Wegen das von ihr eigenhändig auf einem Zettel niedergeschriebene Originalrezept zukommen, nach dem im uradeligen Haushalt in langer Tradition süße Nudeln zubereitet werden.
Da ich hier zufällig einige gegarte Nudeln hatte, machte ich mich auf, der Versuchung nachzugeben und das Rezept zuzubereiten.
Ich nahm die Nudeln und wälzte diese in den feinkörnig geriebenen Resten ehedem von wackerer Bäckerhand hergestellten und altbacken gewordenen Weizengebäcks. Dann nahm ich die schwere Pfanne, zerließ feinste Butter aus Milch von fröhlichen Frischluftkühen, bis diese schäumte.
In Folge gab ich die vorbereiteten Nudeln in das erhitzte Fett und überstreute selbige mit einer ausreichenden Menge an feinem, weißen Kristallzucker, auf daß er auf den Nudeln karamellisieren würde.
Gelegentlich schwenkte ich die Pfanne mit den Nudeln, so daß diese sich rundum goldgelb bräunen konnten. Schließlich entnahm ich die so veredelten Nudeln, ließ sie vorsichtig über ein feines Tuch gleiten, damit sie überschüssiges Fett daran zurückließen, ohne den zarten Karamell abzustreifen, und richtete sie auf einem Teller an.
Auf meiner Zunge breitete sich der erlesene Geschmack des feinen Mahls aus, ein schmackhaftes Gericht aus der Verwertung von Überbleibseln, zum Nachtisch oder je nach Gusto zu anderen Gelegenheiten.
Mein Dank geht an die Baronin für die Überlassung dieses Kleinods an Kochkunst.
Und hier die Zutatenliste:
gekochte und ausgekühlte Nudeln
Paniermehl
Zucker
Butter
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