Freitag, 30. November 2012

Gruß aus der Küche - Linsensuppe

Tag 2 der Strohwitwerzeit nähert sich dem Ende. Wieder habe ich mich, wenn auch mit verhaltenem Eifer aber dafür umso besserem Gefühl und sehr guter Laune an die Chaosbeseitigung gemacht. Unter anderem probierte ich, ob unsere gesammelten älteren Programme überhaupt noch auf unseren aktuellen Windoof 7-Rechnern laufen – natürlich mit mäßig positiven Ergebnissen – und begann, nicht mehr aufbewahrungswürdigen Papierkram auszusortieren und weiter auszumisten. Unsere Nachbarn werden sich über die vorweihnachtliche Intensivnutzung der Mülleimer bestimmt freuen, die ich bereits gestern außergewöhnlich belastet hatte.


Da ich mich gleichzeitig auch näher mit den Inhalten unseres Eisschrankes beschäftigt habe, was auch zu Wegwerf-Aktionen geführt hat (ich bin da sonst nicht zimperlich, aber TK-Gemüse mit einem Verfalldatum aus 2009 schmeckt einfach nach nichts mehr), gab es da auch wieder einen beachtlichen Zugewinn an freiem Volumen, den es zu füllen gilt. Und damit komme ich zum Thema des heutigen Grußes: Zum ersten Mal habe ich selbst eine Linsensuppe gekocht. Na ja, wohl eher einen Eintopf. Und das gleich auf Vorrat, denn – siehe oben.

Bereits gestern legte ich 300 g Linsen in einen Liter Wasser ein. Es handelte sich zwar um Tafellinsen, welche des Wässerns nicht bedürfen, aber schaden kann es auch nicht. Heute Morgen begann ich direkt mit dem Kochen. Wohlwissentlich vor dem Duschen, denn irgendwie habe ich nicht den Sinn darin gesehen, erst zu duschen und die Haare zu waschen, um mich dann im direkten Anschluss mit den Küchendünsten wieder neu zu aromatisieren. Dabei stand ich dann doch etwas in Zeitdruck, denn ich erwarte den Paketboten, und dem wollte ich mich nun doch nicht so wie Räuber präsentieren. Ich bin zwar nicht übertrieben eitel, aber so ein klein wenig muß ja doch. Und wehe jetzt kommt der Spruch „Wenn der Postmann zwei Mal klingelt…“ .

Ich habe zwei dicke Scheiben geräucherten Schweinebauch  in mundgerechte Stücke geschnitten und angebraten. Drei Zwiebeln wurden im Anschluss glasig gedünstet, und ich kann nur hoffen, daß die bei uns im Moment vorhandene sehr scharfe und damit zu verstärktem Tränenfluss führende Sorte bald aufgebraucht ist. Aber da wird morgen was passieren.

Zu dem gebratenen Speck und den Zwiebeln gab ich die eingelegten Linsen mitsamt dem Wasser und füllte noch mit einem Liter Fleischbrühe auf. Ein Tee-Ei wurde mit drei Lorbeerblättern und einer Hand voll Pfefferkörner gefüllt und in der werdenden Suppe versenkt. Das Ganze ließ ich einmal aufkochen.

Im nächsten Schritt würfelte ich 500 g Kartoffeln und gab sie zur Suppe, ebenso eine Stange Lauch und eine größere Menge Karotten, die ich noch im Eisschrank gefunden habe. Sellerie hatte ich nicht auf Lager, so daß ich darauf verzichtete, zumal die Grundbrühe ja schon ihren Geschmack hatte. Alles nochmal eine gute Stunde köcheln lassen.

Da es eine Männersuppe ist, reichen die beiden Fleischlappen vom Anfang natürlich nicht aus. Also gab ich noch einige Mettenden hinzu, die ich zuvor in Scheiben geschnitten hatte. Das Tee-Ei hatte seine Schuldigkeit getan und konnte entfernt werden. Nochmal mit Salz und Pfeffer abschmecken und fertig.

Bei Muttern hat die irgendwie anders geschmeckt, aber dennoch war ich mit dem Ergebnis sehr zufrieden. Vielleicht werde  ich auf dem Teller nochmal mit Schmalz und Weißweinessig nacharbeiten, irgendwo müssen die Kalorien ja herkommen. Deswegen ja auch der Essig…

Und hier die Zutatenliste:

300 g Linsen
3 Zwiebeln
300 g Kartoffeln
2 Scheiben Bauchspeck
3 Lorbeerblätter
Fleischbrühe (min. 1 Liter)
Pfefferkörner
Suppengrün
Salz und Pfeffer
Mettenden oder Wiener Würstchen

PS: Der Postmann kam zwar mit einem Paket, aber nicht mit dem von mir erwarteten. Mist.



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