Als größeres Problem erwies sich unter anderem die in der Schul-Aula zur Verfügung stehende Bühnentechnik. Zugang zur Technik und eine entsprechende Einweisung gab es erst am Tag vor der Generalprobe. Und wir reden hier nicht von einer ausgefeilten, hochmodernen Technik, sondern eher von einer Herausforderung für unseren Techniker, der sich mächtig ins Zeug gelegt hat, um das für uns Beste herauszuholen. Es ist schließlich nicht damit getan, das Licht an- und auszuknipsen und die CD anzuwerfen.
Am Tag der Generalprobe hieß es schleppen. Es genügte ja nicht, daß die zweitbeste Ehefrau von allen und ich einen großen Koffer voll mit unseren Kostümen herankarren mussten. Nein, es gibt so viel Kram, an den man zuerst gar nicht denkt und der auch verstaut sein will. Dazu gehören auch Kleberollen zum Anbringen von Markierungen, unsere persönlichen Getränke, etwas Zuckerzeug zur schnellen Energieversorgung, Verpflegung für die im Volleinsatz stehenden ganztägig Anwesenden (die mit Sicherheit zwischen 15 und 22 Uhr keine Zeit zum Essen haben würden), Pflaster, Nähzeug und vieles mehr. Das alles wurde garniert von den 500 Flaschen Wasser, die wir morgens noch aus dem Großhandel besorgt haben und die in der Pause der Show zum Verkauf angeboten werden sollten.
Zum Entladen unseres armen Balduins haben wir einen ordentlichen Parkplatz bekommen, doch leider konnten wir nicht bis an den Eingang heranfahren. Somit wurde die erforderliche Handarbeit auch auf nicht unbeträchtliche Fußarbeit erweitert, aber Dank einiger abgeordneter Helfer wurde das während vor sich hin plätscherndem Regen weitgehend zügig erledigt. Den großen Koffer und einige Taschen durfte ich erst einige Treppenstufen runterwuchten, dann wieder ein paar mehr Stufen hoch, nur um diese dann wieder viele Stufen in den als Garderobe bezeichneten Lagerraum unter der Bühne zu verfrachten.
Ich spürte den ersten verdächtigen Schmerz im Rücken und beschloss sicherheitshalber, mich für den Rest des Tages nicht mehr an übertrieben aufwendigen körperlichen Tätigkeiten zu beteiligen. Das im Rahmen der Probe noch erforderliche stundenlange Stehen auf der Bühne würde meinen Rücken noch genug strapazieren, und auch mein sich gerade noch von einer Entzündung erholender Fuß musste nicht unbedingt noch mehr belastet werden. Ich war zwar darauf eingestellt, Notfall-Moderationskarten zu schreiben, mit denen ein bislang Unbeteiligter auch eine vereinfachte Moderation, reduziert auf bloße Ansagen, abhalten könnte, aber auch der müsste im Zweifelsfall erst mal gefunden und überzeugt werden, daß er das auch macht. Nö, da minimieren wir lieber das Risiko meines Totalausfalls.
Wird fortgesetzt…
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