Donnerstag, 1. November 2012

Gruß aus der Küche - Halloween-Special

Nach einem kurzen Besuch bei meinen Schwiegereltern und einer verkehrsbedingt längeren Heimfahrt stellte sich die Frage, was wir denn heute zu speisen gedenken. Mein wie immer detailliert ausgearbeiteter Speiseplan war umständehalber mal wieder ohnehin längst eine unverbindliche Empfehlung geworden und hatte damit etwas Ähnlichkeit mit dem Fahrplan der NÖP gewonnen. Denn auch hier hat die Saison wieder begonnen. DIE SAISON. Die Saison, zu der man sich auf nichts verlassen kann und wieder mit unplanmäßigen Busausfällen rechnen muss. Gestern war es bereits das zweite Mal innerhalb kurzer Zeit, daß mein morgendlicher Bus nicht gekommen ist und ich 40 Minuten im strömenden Regen auf den nächsten warten musste.

Wie auch immer, gestern war gestern und heute ist heute. Und heute stellt sich ein neues Problem, nämlich das des Halloween-Festtagsmenüs. Oder auch Samhain. Oder Reformationstag. Oder den letzten Tag vor Allerheiligen. Oder den vorletzten Tag vor Allerseelen… aber die letzten Varianten sagen uns einvernehmlich nicht zu. Angemessen erschien uns ein Dreigänge-Menü, zu dem die zweitbeste Ehefrau von allen die zündende Idee hatte und diese auch gleich in der Küche umsetzte, während ich mir die ersten Notizen für meinen geplanten Show-Backstage-Bericht machte.

Nach relativ kurzer Zeit erschien meine Angetraute mit dem ersten Gang: Kürbissuppen-Reste vom Wochenende.

Was Passenderes wird es zum heutigen Tag kaum geben, und ich aß sogar mit, obwohl Kürbisse für mich nicht unbedingt ein kulinarisches Highlight darstellen.

Der zweite Gang bestand aus den Resten des überbackenen Zwiebelschnitzels von vorgestern, serviert in heißen Schalen aus der Mikrowelle mit durch gleichzeitige Belassung in selbiger indirekt gleichfalls erhitztem Besteck.

Den Abschluss bildeten die aufgewärmten Reste von gestern, namentlich Spätzle in einer Komposition aus Fleischbällchen in Jägersoße. Die letztgenannten Komponenten fanden ihren Weg aus der gleichen Dose in unseren Topf.

Als fruchtige Beilage – wegen der vielen Vitamine - gab es eine Flasche Rose Federweißen, der schon einen spürbar höheren Alkoholgehalt hatte.

Und ab morgen werden wir uns der Angelegenheit wieder mit der gebotenen und gewohnten Seriosität widmen.



Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen

Es ist erlaubt und gewünscht, meine Beiträge zu kommentieren. Die Kommentare werden von mir moderiert. Kein Kommentar wird freigeschaltet, ohne daß ich ihn zuvor gelesen habe. Solltest du also vorhaben, hier herumzupöbeln, zu trollen oder dich sonst wie unangemessen zu äußern, so empfehle ich dir, die Arbeit zu sparen.

Haltet euch bitte an die Grundsätze eines anständigen Miteinanders, damit wir hier eine schöne Zeit zusammen verbringen können.

Wenn du auf meinem Blog kommentierst, werden die von dir eingegebenen Formulardaten (und unter Umständen auch weitere personenbezogene Daten, wie z. B. deine IP-Adresse) an Google-Server übermittelt. Mehr Infos dazu findest du in meiner Datenschutzerklärung und in der Datenschutzerklärung von Google.