Sonntag, 2. Juni 2019

Bürokommunikation

Wohin geheimnisvolle Flecke auf einem Aktendeckel führen können...



...zum Beispiel zu einer gelungenen Bürokommunikation zwischen Sven, Paterfelis und Frl. Hasenclever.


Sonntag, 19. Mai 2019

Exklusivität ohne Aufpreis

Blondi, die Lokführerin, hatte wieder Dienst.

„Guten Tag meine sehr geehrten Reisenden, ich begrüße Sie an Bord der S-Drölfundsiebzig nach Kurbad Grönau mit Zwischenstopp an den gewohnten Haltepunkten.

Exklusiv für unsere heutigen Fahrgäste bieten wir das Ruheabteil in der Mitte des Zuges. Grund hierfür ist ein ausgefallener Motor.

Ich wünsche Ihnen eine angenehme Reise.“

Autsch. Trotz pünktlicher Abfahrt hatte sich bis zum Haltepunkt Neustädter Ländchen bereits aufgrund der merklich schwächeren Beschleunigungsleistung bei einer regulär nur elfminütigen Fahrt eine deutliche Verspätung ergeben. Und weiter in Richtung Kurbad Grönau geht es nur noch bergauf. Bei einem 15-Minuten-Takt auf der Strecke dürfte die Sache noch interessant werden.

Die Ruhe in dem Mittelteil des Triebzuges war übrigens tatsächlich bemerkenswert.

Allerdings kam in mir doch eine gewisse Dankbarkeit auf, an dem weiteren Geschehen nicht weiter partizipieren zu müssen.




Samstag, 11. Mai 2019

Schockierend

Über den Vorgang, der sich auf meinem Tisch ausgebreitet hatte, würde ich mit Sven reden müssen. Ein paar kleine Korrekturen, völlig harmlos. Aber da die Sache etwas eiliger war, müsste dies jetzt mal von Hand zu Hand erfolgen. Also schnappte ich mir die Akte und suchte Sven in seinem Büro auf.

An dem ihm gegenüberliegenden Tisch fand ich nicht die dort üblicherweise sitzende Person vor, sondern seinen Junior, den er an diesem Tag mit ins Büro gebracht hatte. Die familiäre Herkunft war unleugbar.

Und was tat dieser kleine Wicht?

Er las ein Buch. Ein richtiges Buch! So aus Papier, versehen mit Druckerschwärze.

Geschätzt immerhin 500 Seiten dick.

Kein Smartphone in der Hand, mit dem er daddeln könnte.


Ich bin erschüttert.



Dienstag, 7. Mai 2019

Gedanken am Morgen

Wenn man schon mit schlechter Laune aufwacht...

Ok, vergessen wir den anstehenden Tag einfach. Das wird nichts mehr.



Samstag, 4. Mai 2019

Im Wachstum

Sven und ich besprachen irgendwelche höchst wichtigen, also nicht dienstlichen Dinge, als Frl. Hasenclever den Türrahmen ausfüllte. Also nicht zur Gänze jetzt. Dazu reicht es nicht. Eher weniger, aber doch etwas. Irgendwie so jedenfalls. Und es genügte, um den erforderlichen Luftaustausch zwischen den geöffneten Fenstern auf unserer Seite und jenen gegenüber nachhaltig einzuschränken. Da musste etwas unternommen werden.

„Na, geht es hier wieder um Sauereien?“ ließ sich Frl. Hasenclever vernehmen.

„Niemand sprach von Fleisch.“

„Das meinte ich auch nicht.“

„Also echt, wenn es um solche Schweinereien geht, dann sind Sie ja die Richtige.“

„Was?“

„Ja, so wie letztens, als sie vor Beginn der Dienstbesprechung von irgendwelchem Grünzeug geredet haben und von Ihrer Freundin.“

„Verstehe ich nicht.“

„Sie haben gesagt, die hätte so viel Talent, daß ihr Busch unten bald wieder so aussieht wie der Busch oben.“

„…“

„Ich wusste gar nicht, daß das jetzt wieder modern wird.“

„…“

„Ja, die Kollegen habe sich alle sehr beherrschen müssen.“

Wusch - und schon war der Luftaustausch wieder gewährleistet.