Nach ihrem peinlichen Auftritt im Zusammenhang mit den
Trikotfarben der Blood Bowl-Figuren versuchte Mandy, sich bei mir als designierter Ligapräsident von eigenen Gnaden, also quasi der Sepp des LASA-Blood
Bowls, wieder einzuschleimen, in dem sie mir meinen Dönerstags-Döner bezahlte. Eine
sehr anständige Haltung, wie ich bemerken möchte. Nicht etwa Bestechung oder
so. Auf keinen Fall. Ein Sepp besticht nicht und lässt sich auch nicht
bestechen. Wo kämen wir denn da hin? Eben!
Nachdem wir unsere Döner ihren Bestimmungen zugeführt hatten,
kamen wir natürlich nochmal auf die Ursache des Ganzen zu sprechen. Mandy
brabbelte irgendwas von wegen, sie hätte nie behauptet, Multitaskingfähig zu
sein.
Um mein Ego wieder etwas aufzubauen kam mir im Anschluß
siedend heiß ein Gedanke. Ich wählte unter Nutzung der örtlichen
Fernsprecheinrichtung eine Nummer, welche den in der Kemenate am anderen Ende
des Ganges (Nein, nicht Indien! Das liegt auf der anderen Seite des Ganges.
Ihr müsst schon aufpassen.) aufgestellten Empfangsapparat zu einer Lautgebung
veranlassen sollte.
„Ja, Herr Paterfelis?“
„Frl. Hasenclever,
welche Farbe hat das Trikot des von Ihnen genutzten Orkteams?“
„Ähm, mal überlegen. Wie grün sind die Orks denn?“
„Wie? Was? Wie grün
die sind? Ork-Grün natürlich. Ein kräftiges, dunkles Grün. Die Schwarzorks
Schwarzgrün. Was hat das denn jetzt mit den Trikots zu tun?“
„Ich bin gerade nicht im Internet.“
„Was hat denn das
Internet wiederum damit zu tun?“
„Wenn ich die vor mir sehe, dann weiß ich sofort, welche
Farbe die haben.“
„Ich auch! Dann sehe
ich die ja schließlich.“
Ich stand kurz vor einem mittelschweren Herzinfarkt.
„Orange!“
Herzinfarkt abgewendet.
„Wenigstens irgend
jemand, der hier Bescheid weiß.“
„War das etwa richtig? Ich habe nur geraten.“
Ich komme mir plötzlich so ernüchtert vor.
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