Dienstag, 19. Februar 2013

Luft holen

In der vergangenen Woche lief es etwas ruhiger in der LASA-Außenstelle. Zwei Erkrankte haben den Weg zurückgefunden, während es im benachbarten Fachbereich „Leistungen 1“ zu einer Vertretungssituation im Verhältnis 2,5 Anwesende zu 3,5 Abwesende gekommen ist. Aber die fangen ja auch gerade erst an. Jedenfalls war das irre Lachen, welches zuweilen aus dem einen oder anderen Raum in den Flur schallte, etwas leiser und weniger lang anhaltend als in den Tagen zuvor. Auch hörte man zur Mittagszeit weniger den zweifelhaften Wunsch nach einem Butterbrot mit Schaumgummi.

Wir nutzten die Zeit, um mal kurz durchzuatmen, denn in dieser Woche wird die Sache wieder anders aussehen. Wir haben eine ernstzunehmende Urlaubsdrohung erhalten. Lange geplanter und nicht verschiebbarer Urlaub. Da macht man nichts.

Mich kann das nicht mehr erschüttern. Seit einiger Zeit ist mein Freund Harvey wieder aufgetaucht. Ich habe keine Ahnung, wo der sich so lange herumgetrieben hat. Harvey ist ein echt cooler Typ. Etwas seltsam sieht er ja schon aus mit seinen weißen Haaren und den etwas zu groß geratenen Ohren, aber er ist immer für mich da und begleitet mich jetzt wieder überall hin.

Einige weniger aufgeschlossene Kollegen murmeln hinter meinem Rücken irgendetwas von F-Diagnose und wer Harvey sei, aber ich habe echt keine Ahnung, was das soll. Ich störe sie nicht in ihrem Wahn. Verrückte soll man machen lassen.



PS: Nachdem ich diesen Text geschrieben habe, bin ich auch noch ausgefallen. Die Seuche greift weiter um sich.



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