Freitag, 22. Februar 2013

Hochdosiertes

Die Erkältungswelle hat uns weiterhin voll im Griff. Auch der Ökoklaus versucht ihrer Herr zu werden. Zum Schutz der Allgemeinheit vor seinen Niesattacken benutzt er ein Taschentuch. Dies ist grundsätzlich eine löbliche Sache, aber es handelt sich nicht um ein Papiertaschentuch, sondern aus Gründen des aktiven Umweltschutzes um ein großes Stofftaschentuch, welches er nach Benutzung wieder in einer seiner zahlreichen Hosentaschen verschwinden lässt. Rechtzeitig vor dem nächsten Nieser nimmt er es wieder an sich, um die in der hosentaschenwarmen Wohlfühltemperatur vermehrten Viren, Keime, Bazillen oder was auch immer mit dem Effekt der Selbstansteckung einzuatmen und dann in das Taschentuch zu schniefen, damit auch dort der Nachschub an frischen Kleinstlebewesen nicht ausbleibt. Man könnte es dergestalt formulieren, daß der Ökoklaus sich zum Zwecke einseitiger Friedensverhandlungen in einem regen Austausch mit den Bewohnern seiner Rotzfahne befindet.

Wie nett.

Unser Ökoklaus wäre kein echter Ökoklaus,  wenn er als weiteres Mittel der Krankheitsabwehr nicht regelmäßig irgendwelche Globuli mit homöopathischen Mittelchen einwerfen würde. Über den Erfolg kann man streiten, denn der Ökoklaus ist an sich ganzjährig am Schniefen und Schnäuzen. Ist er gerade nicht erkältet, dann hat ihn irgendeine einsam schwebende Polle erwischt, welche aus seinem regulären Schnupfen einen Heuschnupfen fabriziert.

Zur weiteren wohlmeinenden Unterstützung seiner Befindlichkeit nährt er sich von Tee. Natürlich geht er nicht an die harten Sachen, wie zum Beispiel eine ordentliche Ostfriesenmischung, einen Earl Grey oder diesen wunderbaren und wenig bekannten Lady Grey. Nein, er favorisiert grünen oder weißen Tee.

Dummerweise hat unser Heißwasserboiler aktuell für einige Tage seinen Dienst versagt, und das Erhitzen von Wasser mittels der vorhandenen Mikrowelle ist für unseren Ökoklaus undenkbar. Man weißja nie, was da für Strahlen rauskommen und was die mit dem erhitzten Wasser nebenbei noch so angestellt haben.

Vor allen Dingen „Strahlen“…

Die Suche nach heißem Wasser sollte in einem Büro aber nicht unmöglich sein; auf der Etage unseres Fachbereiches „Leistungen 2“ befindet sich ein funktionierender Boiler, an dem auch wir uns bedienen können.

Mandy hat eine Kaffeemaschine am Platz, die in letzter Zeit aber auch eher der reinen Heißwasserzubereitung dient als der Produktion von Kaffee. So hat Mandy angeboten, daß er sein Wasser auch gerne aus ihrer KaffeeHeißwassermaschine beziehen könne, damit er nicht immer durch das halbe Haus rennen müsse. Allerdings ist Voraussetzung, daß die zur Maschine gehörende Glaskanne zum Auffangen des Wassers genutzt wird. Doch dieses freundliche Angebot war für unseren Ökoklaus nicht annehmbar:

„Da war der Kaffee schon so hochdosiert drin, der geht nie wieder raus.“

Na ja, sind halt keine Kaffee-Globuli gewesen.



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