Die zweitbeste Ehefrau von allen verweilte auf unserem
Monster und harrte ihrer weiterhin auf sich warten lassenden Genesung. Die Katzenbande lag zwanglos verteilt in der Wohnung; man genoss das Spätmittagsschläfchen, welches nahtlos in das Frühnachmittagsschläfchen überzugehen schien.
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| Marty |
Hauskater Marty hatte die leicht warme Heizung hinter unserem Monster als seinen bevorzugten Schlafplatz des Tages auserkoren und sich dort in voller Länge ausgebreitet. Alles war ruhig und friedlich, doch plötzlich:
„MIAOOOOOOOO!“
Ein durchdringendes Jammern erfüllte die Wohnung. Der Ursprungsort befand sich zweifelsfrei hinter dem Monster.
„MOAAAAAAHOOOOOOOO!“
An dieser Stelle sollte ich erwähnen – und Frau Paterfelis stimmt mit mir darin überein – daß das so oft beschriebene Miau als typischer Katzenlaut einfach ein Märchen ist. Im Laufe der letzten 15 Jahre beherbergten wir nun schon sechs Katzen, aber tatsächlich haben wir nur zwei Mal von einzelnen Angehörigen der Katzenbande einen Laut vernommen, der auch nur ansatzweise einem solchen Miau nahe kam.
„MAAAAOOOOAAAAAAAAAAAAAA!“
In langjähriger Erfahrung insbesondere mit Sally stand zu einem gewissen, deutlich erhöhten und nur knapp unter dem Wert von 100 liegenden Prozentsatz an Wahrscheinlichkeit fest, welches Geräusch als nächstes folgen würde. In Erwartung eben dieses Geräusches begab sich die zweitbeste Ehefrau von allen direkt in die Küche, um eine Rolle Küchenpapier zu besorgen. Dabei hegte sie die verzweifelte Hoffnung, daß ihr noch grippal angeschlagener Kopf seine Drohung, bei jedweder Beugung nach vorne zu explodieren nicht wahr machen würde.
„GNG GNG GNG MOAAAAAHHHH GNG GNG GNG GNG!“
Die restlichen Vertreter der Katzenbande hatten sich zwischenzeitlich ebenfalls zusammengefunden, um hirnlos zu gaffen zu überlegen, wie man dem einzigen Kater des Hauses in seinem Leid wohl beistehen könne.
„UAAAAAARK!“
Es war meiner Angetrauten ein Rätsel, wie Marty gleichzeitig kotzen und atmen konnte. Und der Geräuschentwicklung nach kotzte er Unmengen von den Dingen aus, mit denen er gerade angefüllt sein musste. Zumindest bis vor wenigen Augenblicken.
Die zweitbeste Ehefrau von allen überlegte kurz, an welchem geheimnisumwobenen Ort unserer Wohnung ich wohl die Reserverollen Küchenpapier versteckt haben könne. Sie traute sich, den Ort des Geschehens in Augenschein zu nehmen, und sie sah
DAS HIER:
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(aus Gründen der Humanität wurde das Bild weiter unten eingestellt)
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(der Gedanke
hieran drängt sich jetzt ja schon irgendwie auf)
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(weiter nach unten scollen)
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(noch weiter nach unten scrollen)
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(noch ein kleines Stück, die zarten Gemüter sollen das nicht unbeabsichtigt sehen müssen)
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Und wehe jetzt kommt der blöde Spruch "Wenn Männer leiden...".
armer kater...
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