Sonntag, 7. Oktober 2012

Gruß aus der Küche - Weiße Schokoladencreme

Die zweitbeste Ehefrau von allen hat heute ihren ersten Unterrichtstag bei Rajiv gehabt. Sie macht bei ihm den Trainerschein Group-Fitness A. Dafür wollte ich ihr dazu passend eine nette, natürlich total gesunde, kalorienarme und dafür vitaminreiche Überraschung bereiten, auf die sie sich nach erfolgreicher Heimkehr stürzen konnte. Natürlich kam – wohl auch zu eurer vollkommenen Überraschung - was ganz anderes dabei heraus.


Auf meinen Streifzügen durch die unendlichen Weiten der Blogosphäre bin ich aktuell auf eine kleine Sünde gestoßen, die doch sehr viel von dem enthält, mit dem man meine Angetraute durchaus locken kann. Dies sind insbesondere weiße Schokolade und Kokosraspel. Wie gut, daß ich alles im Hause hatte, denn der samstägliche, von ihr nicht kontrollierbare Einkauf durch mich wird aus organisatorischen Gründen vorübergehend nicht mehr ganz so oft vorkommen, so daß sie sich selbst auf den Weg machen musste. Und wenn da eindeutige Hinweise auf ein verdächtiges Vorhaben auf dem Einkaufszettel sind, könnte das die Überraschung verderben. Mir fehlte lediglich etwas Kokosfett, und da ich in dem Zusammenhang mit der zweitbesten Ehefrau von allen im Vorfeld was klären wollte, machte ich mich schon verdächtig. Also wieder runter vom Einkaufszettel und das angegebene Ersatzprodukt verwenden, welches noch eingefroren vorrätig war.

Und so gibt es als Leckerchen fürs Frühstück eine selbstgemachte „Weiße Nutella“. Bevor jemand meckert: Ich gehöre zu der Fraktion, welche Nutella stets mit einem weiblichen Artikel versieht. Bei mir heißt das immer DIE Nutella. Meine Angetraute hat da zwar eine andere Meinung zu, aber ich bin in der Sache sehr tolerant. Aber nochmal zur Klarstellung: DIE DIE DIE DIE DIE DASDIE DIE Nutella. Das Nutoka. Das Nuspli. Aber DIE Nutella.

In der Asia-Abteilung unseres Vorräteregals, ziemlich weit hinten, wusste ich eine Dose Kokosnussmilch zu finden. Hiervon entnahm ich 100 g (ja, wird wirklich in Gramm gemessen) und erhitzte selbige zusammen mit 50 g Butter im Wasserbad. Dies wäre die Stelle gewesen, an der das von mir auch favorisierte Kokosfett seinen Einsatz hätte finden sollen, aber Butter als Ersatzfett war erlaubt.

Hin und wieder, aber doch eher seltener als ich aussehe, esse ich ja auch mal was Süßes und mag dann auch Eiskonfekt sehr gerne. Aber nur das in diesen schönen bunten Formen, die irgendwie an zu klein geratene Muffin-Formen erinnern. Es gibt da noch eine andere  Sorte, bei der die einzelnen, quadratischen  Stücke vollkommen verpackt sind, aber die ist irgendwie nicht das Original aus meiner Kindheit. Und auch die besondere Sorte, die Feinkost Albrecht zuweilen im Programm hat, so hip mit Cappuccino-Geschmack, mag ich nicht. Die ist zu zuckerig und nicht das Original.

Eiskonfekt hat ja immer so den Effekt, daß man meint, es würde beim Schmelzen kühl auf der Zunge sein, auch wenn es gerade mal  nicht aus dem Kühlschrank kommt. Dieses Wunder liegt am niedrigen Schmelzpunkt vom zur Herstellung verwendeten Kokosfett. Ich mag diesen Effekt. Wobei mir einfällt, daß ich auch mal wieder eine Kalte Schnauze machen könnte. Bekannter dürfte die Bezeichnung Kalter Hund sein.

Zurück zum Thema. Aus den bemerkenswerten Resten der letztjährigen Weihnachtskeksbackaktion fischte ich ein Paket (200 g) weiße Kuvertüre sowie Kokosflocken. Beide waren zwar abgelaufen, aber noch voll im Geschmack, wie ich kurzerhand vollkommen selbstlos unter eigenem Körpereinsatz sensorisch kontrollierte. Wir gehören nicht zu jenen, bei denen Lebensmittel Punkt Mitternacht am Tag des Ablaufs des Mindesthaltbarkeitsdatums automatisch und zweifelsfrei schlecht wird. Aber keine Sorge, wer bei uns als Gast was zu essen bekommt, erhält meistens etwas aus frisch gekauften Zutaten.

Die Kuvertüre wurde zerkleinert und zu der warmen Kokonussmilch gegeben. Während des Schmelzprozesses röstete ich 50 g der Kokosflocken in der Pfanne an, damit sie ihre gummiartige Konsistenz verlieren und noch intensiver im Geschmack werden. Auch sie wanderten in die flüssige Masse. Nachdem alles geschmolzen war was schmelzen sollte, füllte ich die warme Creme in verschließbare Gläser und stellte diese in den Kühlschrank.

Als die zweitbeste Ehefrau von allen nach Hause kam, entdeckte sie im Rahmen eines Blicks in den Kühlschrank sofort die beiden Gläser. Zufällig lag in der Küche ein Brötchen herum, welches quasi darauf wartete, zu Testzwecken mit der Creme zusammengeführt zu werden.

Prädikat: Lecker.

Demnächst werde ich weitere Varianten mit anderen Kuvertüren-Sorten und unter Hinzufügen von Mandeln, Nüssen oder Krokant austesten. Da geht noch was.

Es muss nicht immer DIE Nutella sein.
 
Und hier die Zutatenliste aus dem Originalrezept:

  • 100 g Kokosnussmilch
  • 200 g weiße Kuvertüre
  • 50 g Kokosfett oder hilfsweise Butter
  • 50 g Kokosflocken



1 Kommentar:

  1. DAS DAS DAS DAS DAS Nutella!!! :-P

    Und noch zur Ergänzung: die Variante mit Butter statt Kokosfett ist (für mich) leckerer und auch besser auf's Brot zu bringen.

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