Leidlich gut gelaunt begab sich der Käpt’n zur Kajüte des Leichtmatrosen, stellte sich in den Türrahmen und deutete wortlos und mit Leidensmine auf seine Magengegend, auf daß der Bursche sich wieder auf die Jagd nach einem Dönertier begebe. Doch dann begann dieser rothaarige Nichtsnutz eine Meuterei und erklärte dem verdatterten, ansonsten vielgeliebten Käpt’n, daß er entgegen seiner sonstigen Gewohnheit noch nicht mal gedenke, den Kahn zu verlassen. Alles Zetern nützte nichts, der Wicht blieb stur. Möge ihn der Klabautermann holen!
Vollkommen verstört begab sich Paterfelis der schrecklich Hungrige zurück auf den Weg zu seiner Kajüte, als ihm die Vizehafenmeisterin begegnete, welche sich sofort die Klage des halb irre vor Hunger vor sich hinstammelnden Piratenkapitäns über den Leichtmatrosen anhören musste. Doch auch sie vermochte nichts gegen den Meuterer auszurichten und verwies nur auf die anderen Mannschaften, aus denen sich der Käpt’n tunlichst bedienen möge. So begab sich der Käpt’n auf eine grausame Tour, um sich neue, willfährigere Matrosen zu schanghaien…
Später traute sich Sven nochmal in mein Büro und meinte, daß es uns wieder gelungen sei, unsere Fachbereichsleiterin ordentlich zu verwirren. Nach ihrem Urlaub müsse ich sie mal über den Sprech-wie-ein-Pirat-Tag informieren, denn damit konnte sie gar nichts anfangen. Der Umstand, daß der besagte Tag schon vorbei war, störte uns jedenfalls in unserem Tun nur ganz am Rande. Und wenn sie das neue Wissen verarbeitet hat, wird es langsam daran gehen, den weltweiten Handtuch-Tag angemessen zu begehen. Mein knallgelbes Smiley-Handtuch hängt bereit. Solltet ihr also an einem 25. Mai eine mitteljunge Frau mit vor Wahnsinn verzerrtem Gesicht schreiend aus dem Büro rennen sehen, könnte sie das sein, nachdem Sven und ich wieder zugeschlagen haben.
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