Bevor wir uns zu den ganzen unwichtigen Bereichen des Möbelhauses begeben haben, mußte ich den mir lohnenswerteren Räumlichkeiten, nämlich der Futterstation, einen Besuch abstatten und zum späten Frühstück mal eine ordentliche Lage der legendären Köttelbrüller (oder so ähnlich) untersuchen. Die große Portion war preisreduziert auf den veranschlagten Obolus einer kleinen Portion. Auch das von der zweitbestehen Ehefrau von allen favorisierte Gericht war im Preis gesenkt. Gut, das gefiel mir schon mal.
Die beigefügte Schale fritierter Kartoffelstäbchen benötigte dringlich der Nachbehandlung mit zwei Portionspäckchen Salz und einmal Pfeffer. Eine weitere Lage Pfeffer ging für die Fleischklopse drauf, denn irgendwie waren die auch fad. Und wenn dann noch so eine ebenfalls fade Sahnesoße darüber verteilt ist, wird das Geschmackserlebnis auch nicht besser. Sollte ich nochmal in die Verlegenheit kommen, Köttelbrüller zu vertilgen, werde ich das insgesamt ereignislose Geschmackserlebnis durch Hinzufügen der an sich auch dazugehörenden Preiselbeeren aufpeppen und hoffen, daß sich der Magen der zweitbestehen Ehefrau von allen bei dem Anblick nicht umdreht. Sie mag so eine Kombination im Gegensatz zu mir bedauerlicherweise überhaupt nicht. Aber für das Geld war es bis hierhin ganz in Ordnung.
Die mir Angetraute wußte genau, was sie in dem Möbelhaus haben wollte und konnte auf dem Weg zur Lagerstelle dieser Dinge nur vermuten, daß ich ihr mit dem Einkaufswagen in die Hacken fahren würde, wenn sie in der Schnickschnackabteilung oder einem anderen Ort, der nicht Ziel unseres Ansinnens war, langsamer als nötig geworden wäre. So ging alles weitgehend gut aus, wenn auch teurer als ich dachte. Aber als langjähriger, leidgeprüfter Junkie in Bezug auf miniaturintensive Strategiespiele weiß ich ja, was Plastik kosten kann. Muß an den Preisen für Erdöl liegen.
Aber da war doch noch dieser Wandbehang mit den vielen schönen alten Segelschiffen, der mir so gut gefallen hat…
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