Donnerstag, 20. September 2012

Piraten (1)

Es begab sich aber zu der Zeit, da der Sprich-wie-ein-Pirat-Tag heraufgezogen war, daß der schreckliche Käpt’n Paterfelis zur Mittagszeit seinem persönlichen Leichtmatrosen Sven auftrug, ihm ein ordentliches Mittagessen zu beschaffen. Da man im Hafen festgemacht hatte und es dem Käpt’n nach Dönertier gelüstete, wurde der Leichtmatrose ausgeschickt, nach einem solchen Ausschau zu halten, es zu erlegen und wohlschmeckend bereitet dem Käpt’n zu übereignen.

Schnell einigte man sich darauf, daß an Stelle eines originalen Dönertieres auch ein Lammgetier erlegt werden dürfe. Der Käpt’n äußerte seinen Wunsch, daß der Leichtmatrose das Lammgetier mit einer Schrotflinte erlegen möge, so daß das Fleisch in vorbildlicher Weise in kleine Stücke zerfetzt würde. Der Leichtmatrose schwärmte dem Käpt’n von seinem Entermesser vor, mit welchem er bevorzugt gedachte, das Lammgetier zu zerfetzen, was dem Käpt’n ebenfalls gut gefiel. Also entließ der Käpt’n den Leichtmatrosen voller Vorfreude über das Ergebnis des wohl in Bälde ausgeführten Auftrages.

Nach einer Stunde kehrte der Leichtmatrose Sven panikerfüllt unter dem Teppich langkriechend zu Käpt‘n Paterfelis zurück und beichtete ihm – eine Tasse dampfenden Kaffee in der Hand haltend – seinen Auftrag in Gänze vergessen und somit vermasselt zu haben. Alles Drohen, auch den Leichtmatrosen letztendlich in die Reihe derer zu stellen, die der Käpt’n an diesem Tage ohnehin schon kielholen oder über die Planke schicken wollte, nützte nichts; der Leichtmatrose weigerte sich trotz aller berechtigten Angst, dem Käpt’n durch höchsteigenen Einsatz ein Döner- oder ein Lammgetier zu erlegen und zu beschaffen.

Alleine der Umstand, daß der Käpt’n in dem erhebenden Gedenken an Seine Nudelige Güte, dem fliegenden Spaghettimonster mit Stielaugen und Fleischbällchen, besänftigt wurde, ließ es dazu kommen, daß Leichtmatrose Sven sein künftiges Leben wieder als Schiffsjunge verbringen darf.

ARRRR!


Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen

Es ist erlaubt und gewünscht, meine Beiträge zu kommentieren. Die Kommentare werden von mir moderiert. Kein Kommentar wird freigeschaltet, ohne daß ich ihn zuvor gelesen habe. Solltest du also vorhaben, hier herumzupöbeln, zu trollen oder dich sonst wie unangemessen zu äußern, so empfehle ich dir, die Arbeit zu sparen.

Haltet euch bitte an die Grundsätze eines anständigen Miteinanders, damit wir hier eine schöne Zeit zusammen verbringen können.

Wenn du auf meinem Blog kommentierst, werden die von dir eingegebenen Formulardaten (und unter Umständen auch weitere personenbezogene Daten, wie z. B. deine IP-Adresse) an Google-Server übermittelt. Mehr Infos dazu findest du in meiner Datenschutzerklärung und in der Datenschutzerklärung von Google.