Freitag, 18. Januar 2013

Gruß aus der Küche - Mexikanischer Hähnchentopf

Heute gibt es Mexikanischen Hähnchentopf. Nichts Besonderes. Eine weitere Variation des klassischen Chili con Carne. Langweilig. Und übrigens: Wer hier nur liest, weil er auf eine weitere meiner ungemein witzigen oder bewegenden Geschichten hofft, der kann direkt aufgeben. Hier gibt es heute nichts Witziges oder Bewegendes. Auch nichts Spannendes, Aufregendes, Dramatisches, Peinliches.



Echt nicht.

Immer noch dabei? Dann bist du hart im Nehmen. Hier passiert wirklich nichts. Ich beschreibe ein Allerweltsgericht. Jeder, der schon mal Chili gekocht hat, wird hier nichts Neues entdecken.

Na, endlich aufgegeben? Nein? Nein...

Das Foto zeigt das fertige Gericht am ersten Tag nach dem Kochen. Aufgewärmt. Am ersten Tag ist das Foto etwas verschwommen geraten. Nicht sehr schön. Und wenn ich schon nichts Großartiges dazu schreiben kann, soll das Bild ja wenigstens halbwegs hübsch sein.

Ich könnte ja auch das verschwommene Foto verwenden. Dazu einen flotten, witzigen Spruch. Mir fällt aber keiner ein. Also ein ordentliches Foto und einen langweiligen Text. Sachlich. Ohne Gags und so. Zielführend. Nüchtern.

Bist du immer noch dabei? Halloooo? Hier passiert nichts.

Na gut. Kommen wir zum Rezept.

Man nehme… oh mein Gott, ist ja echt antiquiert. Aber doch irgendwie zeitlos. Außerdem habe ich auch keine Idee für einen anderen Einstieg. Voll langweilig. Also nochmal: Man nehme…

…400 – 500 Gramm Geflügelfleisch, Hühnchen oder Pute. Geschnetzeltes oder klein geschnittenes Brustfilet. Es macht sich gut, das jetzt erst mal anzubraten. Salz und Pfeffer nicht vergessen.

Bist du noch da? Liest du etwa immer noch mit? Tapfer.

Das gebratene Fleisch verlässt nun die Pfanne und tauscht seinen Platz gegen zwei Knoblauchzehen und eine klein geschnittene Gemüseziebel. Oh, da habe ich ein „w“ vergessen. Hast du gar nicht gemerkt. War auch nur ein Trick um zu testen, ob du aufmerksam bist.

Solltest du am Kochen sein tun wäre es jetzt an der Zeit, drei Paprikaschoten, ein bis zwei Chilischoten, drei Karotten und 750 Gramm (kann auch mehr sein) Kartoffeln - alles passend geschnippelt -  dazu zu geben. Schön weiter anbraten.

Sag mal, hast du nichts Besseres zu tun? Ist es soooo langweilig? Dann sieh zu, wie du da damit klar kommst. Hier wird es echt nicht mehr aufregender.

Das ganze Gemüse solltest du jetzt mit einem halben Liter Wasser ablöschen und Instant-Suppenpulver hinzufügen. Natürlich könntest du auch direkt einen halben Liter Brühe nehmen. Das muß man nicht so eng sehen.

Uiiiihh, das war jetzt aber doch spannend. Du musstest eine Entscheidung treffen. *gääähn*

Während ich das schreibe, esse ich übrigens eine Kaki-Frucht und einen Boskoop-Apfel. Vitamine. In der Glotze läuft Deep Space Nine. Da gab es aber noch keinen Mexikanischen Hähnchentopf.  In der Serie, meine ich. Hier natürlich schon, aber den habe ich aufgegessen, bevor ich angefangen habe, das hier zu tippen.

Och, schade, das letzte Stück Obst ist jetzt auch in meinem Magen verschwunden.

Zur Brühe gibst du bitte noch ein Lorbeerblatt und lässt das 20 Minuten köcheln.

Ah, Klingonen. Kira und Bashir sind im Paralleluniversum. Wenn du das hier liest, musst du dir doch auch wie in einem Paralleluniversum vorkommen. Nö, ist alles echt und du machst das freiwillig. Selbst Schuld.

Boaaah, die Paralleluniversumskira hat coole Klamotten an. Und ein Stirnband. Gefällt mir. Ob die vorhin noch Tussiturnen gemacht hat? Nääääh, Kira nicht. Die ist keine Tussi.

So, 20 Minuten sind jetzt ja wohl rum. Jetzt packen wir mal den Inhalt zweier kleiner Dosen Kidney-Bohnen (bitte vorher abspülen, aber mit ohne Spüli, nur Wasser) in den Topf. Sieht gut aus. Nicht  so gut wie die Paralleluniversumskira mit Stirnband, aber auch irgendwie lecker.

Jetzt läuft Werbung.

Entspann dich und hau noch ein paar Löffel Tomatenmark und zwei Pakete passierte Tomaten in den Topf mit dem Gemüse. Vergesse nicht, das Fleisch wieder zu dem Gemüse zu legen, sonst friert es so. Nochmal abschmecken, zehn Minuten köcheln, servieren, Sauerrahm drauf. Lecker.

Aber nicht aufregend.

Ich habe nie etwas anderes behauptet.

Sieh zu, wie du damit klar kommst. Ich habe fertig. Jetzt gibt es nur noch die Zutatenliste:
  • 1 Gemüsezwiebel
  • 3 Karotten
  • 2 Knoblauchzehen
  • 3 Paprikaschoten, möglichst bunt, uni geht aber auch
  • 2 rote Chilischoten
  • etwa 500 g Geflügelfleisch
  • 750 g Kartoffeln, kann auch mehr sein
  • Salz und Pfeffer
  • ½ Liter Brühe
  • 1 Lorbeerblatt
  • 2 kleine Dosen Kidney-Bohnen (425 ml)
  • Tomatenmark
  • 2 Pakete / Dosen passierte Tomaten
Und pack bloß keinen Mais da rein. Mais ist voll fies.
Mahlzeit.

Mann, was sieht die Paralleluniversumskira mit Stirnband gut aus…
Hier ist Schluss, Lilly will kuscheln.



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