Samstag, 7. April 2018

Einfach mal den Gelüsten nachgeben

Fünf Uhr Morgens an einem Samstag. Sozusagen heute. Strohwitwerwochenende. Ein paar Spuren lassen noch darauf schließen, daß wir kurz zuvor einen Übernachtungsgast hatten. Die zweitbeste Ehefrau von allen ist auf Geschäftsreise. Ja, das darf man so sagen. Weiterbildung aus beruflichen Gründen ist eine Geschäftsreise.

Das Ziel: Eine Städtchen irgendwo auf dem mehr oder weniger platten Land in Hessen. Die Anfahrt mit dem Zug wäre eine Herausforderung, denn in dem Kaff halten im Laufe des Tages höchstens vier Züge aus der nächsten größeren Stadt.

Eine von früher bekannte Teilnehmerin reist aus Südengland an. Aufgrund der sich ab einem bestimmten Zeitpunkt komplex gestaltenden Weiterfahrt nach Verlassen von Eurostar und ICE, welche zu einem mehrstündigen nächtlichem Aufenthalt auf einem Großstadtbahnhof geführt hätte, öffnete die zweitbeste Ehefrau von allen ihr Herz und unsere Wohnung und beschloss, die Dame von einem erreichbaren Bahnhof abzuholen und hier bei uns zu Hause nächtigen zu lassen, um später eine gemeinsame Weiterfahrt mit der Familienkutsche zu ermöglichen.

Das gelegentliche Übernachten auswärtiger Tänzerinnen kommt inzwischen häufiger vor. Ich (er)trage es mit Unbehagen, einer gewissen Anspannung, aber auch mit Fassung. Es gibt Schlimmeres, zumal die Damen im Regelfall die meiste Zeit abwesend sind.

Auf das Hissen der Strohwitwerfahne habe ich verzichtet. Aber nicht auf andere Dinge, die sich hier im Normalbetrieb eher schwierig gestalten.

Zum Beispiel, um fünf Uhr morgens einen frischen Zwiebelkuchen zuzubereiten.

Es geht doch nichts über ein ordentliches Frühstück. Ich bin jetzt nicht so der Mensch, den man mit einem Frühstück begeistern kann, außer es handelt sich um die seltenen Pizzareste vom Vorabend.

Aber man kann ja mal eine Ausnahme machen.



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