Donnerstag, 24. Juli 2014

Paterfelis spielt - Warhammer und vieles andere (3)

Zum Start der Kampagne veranstaltete ich ein großes Treffen in unserer Wohnung, damit die Spieler sich auch mal persönlich kennenlernen konnten. Natürlich war ich entsprechend nervös, denn solche Treffen können durchaus für den Ausbruch von Panikattacken sorgen. Dies hat sich niemals gelegt, auch nicht, als wir schon seit einigen Jahren spielten und wir uns somit auch persönlich besser kannten.

Die Kampagne wurde ein voller Erfolg, Michael allerdings zog sich schnell daraus zurück. Es war nicht sein Spiel. Nebenbei begannen auch unsere ersten richtigenWarhammerspiele, also die mit 2.000 und mehr Punkten. In meinem zweiten Spiel stieß ich an einen ausgebufften Turnierspieler. Auch er neigte weniger dazu, mir mehr als nötig zu erklären und nahm mich gnadenlos auseinander. Meine Meinung von Turnierspielern prägte sich so langsam.

Gelegentlich trafen auch Michael und ich uns jeweils mit unseren Frauen, die sich hervorragend miteinander verstanden. Alle Verabredungen und Organisationen im Rahmen unserer Spiele liefen weiter über Michaels Forum. Noch.

Ich mag es nicht, von anderen abhängig zu sein. Egal in welcher Beziehung. Insbesondere, wenn derjenige, von dem man abhängig ist, nicht mehr an dem gemeinsamen Projekt interessiert zu sein scheint. Alternativen boten sich mir nicht, ich hatte viel zu viel Respekt vor dem vermeintlichen technischen Aufwand, der sich mir bei der Einrichtung eines eigenen Forums aufdrängen würde.

Über Michael lernte ich – rein virtuell – noch einige andere Leute kennen und kam in Kontakt. Einer dieser Personen betrieb eine eigene Homepage zum Thema Fantasy. Ich begann, als Autor Texte für diese Homepage in einer Art Lexikon zu den Hintergründen verschiedener Fantasywelten zu schreiben. Irgendwann bekam ich die Idee, die Mortheim-Kampagne, welche ja auch in einer entsprechenden Welt angesiedelt war, doch über diese Homepage abwickeln zu können. Von Michael kam in dieser Richtung nicht mehr viel.

Meine Anfrage wurde abgelehnt, was ich sehr schade aber auch von der mir mitgeteilten Begründung her nachvollziehbar fand. Michael bekam nur wenig später Wind von der Sache, fühlte sich hintergangen und kündigte mir alles, was uns verbunden hat. Das war nicht mehr so viel, denn unsere unterschiedlichen Ausrichtungen – er, der siegorientierte Turnierspieler ohne Sinn für Ausschmückungen und Hintergründe, und ich der so genannte Fluffspieler, der gerne auch mal Truppenauswahlen spielt, die eher ineffizient sind, aber Atmosphäre ausmachen – passten auf Dauer nicht zueinander.

Nachdem er mir den Zugang zu seinem Forum gesperrt hatte, richtete ich eine Yahoo!-Group ein, um zumindest eine neue Anlaufbasis für meine Aktivitäten zu haben, und schrieb die Spieler an, von denen ich annehmen konnte, daß ich mit ihnen persönlich zurecht käme. Es kam zu einem kleinen Exodus aus Michaels Forum, denn mehr als die Hälfte der Spieler zog in meine Yahoo!-Group um, ein Teil blieb bei ihm und ein weiterer Teil fuhr zweigleisig weiter, was für mich kein Problem sein sollte.

Die Technik der Yahoo!-Group war auf Dauer wenig für unsere Bedürfnisse geeignet. Schließlich wurde ich darauf aufmerksam gemacht, daß es Anbieter von Online-Foren gab, welche diese kostenlos werbefinanziert zur Verfügung stellten und deren Bedienung für den Administrator sehr einfach sein sollte. Ich beschaffte mir ein solches Forum, arbeitete mich in die Materie ein und ließ meine Spieler danach umziehen. Alles lief perfekt.


(wird in loser Folge fortgesetzt)




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