Morgens rufe ich im Büro des Mitarbeiters der Firma
Katzenfels an und erkläre, daß etwas nicht stimme. Ich komme mit dem Gerät
nicht zurecht, welches im Übrigen auch nicht das sei, welches verordnet wurde. Eventuell
müssen die Einstellungen geprüft werden.
Der Herr am Telefon ignoriert wie immer meinen Hinweis auf
das abweichende Gerät und erklärt mir ansonsten lapidar, daß die Einstellungen
stimmen würden. Woher er diese Erkenntnis hat, bleibt mir unbekannt, denn das
Gerät wurde erst hier vor Ort nach der Übergabe eingerichtet. Ein technisches Protokoll in Form eines
Geräteausdrucks oder einer Protokolldatei gibt es nicht. Ich müsse mich
ansonsten an den verordnenden Arzt wenden, so die Telefonstimme. Die Antwort
ist jetzt eher unbefriedigend, aber hier komme ich nicht weiter.
Also vereinbare ich als nächste Anlaufstation zur weiteren
Problemlösung einen Termin bei meinem Hausarzt, den ich für 17.35 Uhr erhalte.
Damit wäre dieser Tag schon mal verloren. Schlußendlich gelingt es mir auch nach
Absitzen einer zehnminütigen Warteschleife einen Termin beim Lungenarzt zu
vereinbaren. Aus geplant Ende Juni wird Anfang August. Ich möge mir Zeit
mitbringen, die erste Untersuchung bei Herrn Professor Dr. Hassenichgesehen dauert
stets mindestens zwei Stunden.
Außerdem würde ich ein Kontrollgerät erhalten, welches ich in der Nacht anlegen
und am nächsten Tag zur Auswertung zurückgeben müsse. Na prima, wieder zwei
Arbeitstage im Arsch Popo verloren. Und außerdem habe ich gepflegte
Vorbehalte gegen Menschen mit einem Übermaß und Zusätzen vor dem Namen. Zum Termin möge ich die Röntgenaufnahmen
meiner Lunge auf CD sowie den Entlassungsbericht aus dem Krankenhaus vorlegen.
Gut, letzteres habe ich, die Aufnahmen muß ich besorgen. Die hätte man mir
eigentlich auch gleich bei der Entlassung mitgeben können.
Als nächstes kontaktiere ich Frl. Hasenclever und lasse mir
für die Tage, welche ich beim Lungenarzt verbringen werde, Urlaub eintragen.
Damit sind die ersten beiden Tage meines Jahresurlaubes aus und für 2017 auch
verbraten. Nicht ganz so schlimm, es gibt ja keine Zinsen darauf und das Zeug
muß schließlich weg. Trotzdem hätte ich die lieber anders verbraten.
Der Termin beim Hausarzt nähert sich. Das Beatmungsgerät
habe ich dabei. Eventuell ist er ja in der Lage, die Einstellungen auszulesen.
Ich als Patient bin dafür gesperrt. Natürlich kann ich nachvollziehen, daß ich
nicht in die Lage versetzt sein soll, Einstellungen zu ändern, aber wenigstens
das Nachlesen…
Ich bin zu früh da, der Arzt hängt etwas im Zeitplan
hinterher. Ich werde ins Wartezimmer umgesteuert. Die Belüftungsanlage arbeitet
dieses Mal, es ist angenehm kühl. Wir sind nur zu zweit. So also kann ein
Wartezimmer auch funktionieren. Es ist durchaus erträglich. Schließlich werde
ich ins Sprechzimmer vorgelassen.
Die Frage nach meinem Befinden beantworte ich
wahrheitsgemäß. Noch bin ich etwas schlapp, was aber durchaus auch am Wetter
liegen kann, welches mir in dieser Ausprägung immer sehr zusetzt. Dann kommen
wir zum Kern der Sache. Ich schildere mein Problem.
Nicht ganz unerwartet ist der Arzt was diese Gerätschaften
angeht machtlos. Na gut, einen Versuch war es wert. Ich erhalte eine Notfalleinweisung ins Krankenhaus. Dort
solle man die Einstellungen prüfen. Eventuell würde man mich eine Nacht zur
Kontrolle mit dem eigenen Gerät vor Ort behalten. Morgen früh solle ich mich in der
Notfallambulanz des Krankenhauses melden. Na ja, als Notfall sehe ich das jetzt
nicht, aber ich habe immerhin die Vorstellung, einen Schritt weiter zu sein.
Das ist schon erschreckend.
AntwortenLöschenEs könnte auf jeden Fall besser sein.
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