Donnerstag, 9. August 2018

Hier ist Ihr Schild

„Oh, jetzt ist ja auch ein Schild mit meinem Namen an der Bürotür. Das hatte ich noch nie. Ich mache gleich mal ein Foto und schicke es an meine Mama.“

Die lieben Kleinen. Man kann sie mit so einfachen Dingen glücklich machen. 

Ging mir aber auch so, als ich nach meiner Ausbildung zum ersten Mal einen Stempel mit meinem Namen erhalten habe.







14 Kommentare:

  1. Der bürokratische Ritterschlag ist es ja, wenn man einen eigenen Paginierstempel besitzt (besaß - bevor die eAkte kam...).

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    1. Ich bin stolzer Besitzer eines "Ausgefertigt am:"-Stempels. Damit ist der alte Dr. Strebsinger mal richtig über das Ziel hinausgeschossen. Statt eines simplen Holzstempels hatte der für alle Sachbearbeiter so eine edle Metallausführung mit eingebautem Stempelkissen bestellt. Außerdem habe ich einen "Paterfelis hat am... gesagt:"-Stempel sowie einen "Mach's selbst"-Stempel.

      Besondere Raritäten, die leider im Laufe der Jahre unter die Räder gekommen sind, waren "Die Anlagen gehen Ihnen gesondert per Schiffspost zu." sowie (einzeilig) "Zustellung per Kurier über deutsche Botschaft, deutsches Generalkonsulat, deutsche Auslandsvertretung in...". Gut alte Zeit.

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    2. In einer Außenstelle, in der ich mal tätig war, hatten wir für den gesamten Fachbereich einen einzigen Paginierstempel. Hier in Neustadt gibt es so etwas überhaupt nicht.

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  2. Mit "Schiffspost", "Botschaft" und "Generalkonsulat" machen Sie mich jetzt aber schon neugierig auf die "gute alte Zeit". Wäre die evtl. einen eigenen Beitrag wert oder würde das zu viele Hinweise auf das LASA geben?

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    1. Das kann ich ganz allgemein halten. Ich bin direkt nach meiner Ausbildung in unserem Bereich für internationale Angelegenheiten eingesetzt worden. Der ins Ausland gehende Schriftwechsel erfolgte bei Adressaten in Übersee grundsätzlich zwar per Luftpost, aber es gab auch Ausnahmen. Nicht eilige Anlagen und Dokumente wurden aus Gründen der Kostenersparnis gesondert per Schiffspost verschickt. Darüber wurde der Adressat mittels des angebrachten Stempels informiert.

      Musste der Zugang einer Sendung allerdings nachweisbar sein, wurde diese zunächst an die Kurierstelle des Auswärtigen Amtes geschickt, von dort ging es gemeinsam mit der sonstigen Diplomatenpost per Kurier an die jeweils zuständige deutsche Auslandsvertretung, welche die Sendung dann entsprechend der sinnvollsten Möglichkeiten vor Ort weiter versandt hat.

      Irgendwann bekamen wird dann direkt von der Botschaft, dem Konsulat etc. die Bestätigung über die erfolgte Zustellung.

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    2. Ach ja, der einzeilige Stempel wurde dann immer ober- oder unterhalb der in der Akte verbliebenen Durchschrift als Versandverfügung angebracht. Der hat die volle Breite einer DIN A4-Seite in Anspruch genommen, war von der Buchstabenhöhe aber etwas kleiner als die normale Schreibmaschinenschrift.

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    3. Und ich ärgere mich richtig schwarz, daß ich die beiden Stempel nicht mehr habe. Die wären heute ein echtes Kuriosum.

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  3. *googelPaginierstempel

    …was es nicht alles gibt

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    1. Ich bin mir auch nicht wirklich sicher, ob die Handarbeit da nicht schneller gewesen ist. Und auch ohne E-Akte bin ich in den letzten 20 Jahren gut ohne das Gerät ausgekommen.

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    2. Die wirklichen Statussymbole waren bei uns früher Bürostühle mit Armlehnen.

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    3. Mist. Die schraube ich immer ab. Zu kurze Arme in Verbindung mit zu kurzen Beinen, das reicht nicht bis zum Schreibtisch. So kann das ja nie was werden ...

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    4. Schlußfolgerung: Es kommt eben doch auf die Größe an.

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  4. Paginierstempel... oh, ist das lange her. Als ich anfing, vor mittlerweile 35 Jahren, fand sich in der Schublade des alten Holzmöbels, welches mir als Schreibtisch diente, ein Stempel "Von einem Blinden geschrieben", der in der Nachkriegszeit wohl seine Dienste als Informationsstempel auf nicht-so-toll-getippten Schreiben versah. Ich hätte ihn an Land ziehen sollen.

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    1. Oh ja. Ich wüsste nicht, daß es die bei uns auch mal gegeben hat, aber davon gehört habe ich schon mal.

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