Mittwoch, 7. Februar 2018

Und dann war da noch die Sache mit dem Briefumschlag

Dingelingelingeling!

Telefon! Ja, ich weiß, normale Telefone mach… 

Dingelingelingeling!

…chen heute nicht mehr Dingelingel…

Dingelingelingeling!

Sag ich ja. Aber ich wüsste jetzt ni…

Dingelingelingeling!

…cht, wie ich ich dieses moderne Gehupe in Schriftform bri…

Dingelingelingeling!

Ja doch. Kann da mal jemand rangehen?

„Landesamt für sozialen Ausgleich, meine Name ist Paterfelis. Was kann ich gegen Sie unternehmen für Sie tun?“

„Ja, Sie haben mir doch die Erinnerung an den Brief geschrieben.“

„Ach SIE waren das.“ 

Man darf ja noch mal träumen, daher sei mir an dieser Stelle die dramaturgische Freiheit gegönnt so zu tun, als hätte ich meine Gedanken ausgesprochen.

„Wie jetzt?“

„Sagen Sie mir doch bitte Ihren Namen und das Aktenzeichen.“ 

Ab hier also wieder knallharte Realität.

„Schimpanski. Und das Aktenzeichen weiß ich nicht.“

„Das steht oben links auf meinem Brief.“

„Nein, da steht nichts.“

Doch, das steht da mit Sicherheit, weil man es im Zeitalter modernster großrechnergestützter Schreibelektronik technisch gar nicht weglassen kann. Aber egal, die Diskussion lohnt nicht.

„Dann versuchen wir es mal so. Was habe ich Ihnen da denn geschrieben?“

„Sie sagen, daß ich Ihr Schreiben vom Soundsovielten bitte beantworten möchte."

"Ja, gut. Und?"

"Ich komme mit dem Schreiben vom Soundsovielten aber nicht klar.“

„Aha. Und was habe ich Ihnen am Soundsovielten geschrieben?“

„Das weiß ich nicht, ich habe den Umschlag bisher noch nicht aufgemacht.“

Es wird jetzt für jemanden Zeit, über sein bisheriges Leben mal lange und intensiv nachzudenken.




Kommentare:

  1. *nickt stumm, wissend und voller Mitgefühl*

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    1. Und so saßen sie da - schweigend, nickend, wissend und voller Mitgefühl.

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  2. Ui. Echt jetzt? Brief noch nicht geöffnet? Wow. Aber gut, angekommen ist er ja schon. Daran scheitert es bei mir leider viel zu oft.

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