Die Angehörigen der Katzenbande sind was die Interaktion
untereinander angeht schon etwas eigen. Lilly will zumeist vor Marty ihre Ruhe
haben, welcher aber doch recht oft in ihrer Nähe herum
tigertkatzt. Sie
zeigt ihm ihre Überzeugung, nämlich jene, daß sie auf seine Anwesenheit gerade
so überhaupt keine Lust hat, mit durchaus schlagenden Argumenten. Dabei ist es
nicht so, daß der Kater in der Lage ist, sich das lange zu merken. Vielmehr ignoriert er die Schläge einfach.
Smilla will mit Lilly und auch mit Marty eher weniger zu tun
haben. Sie hält Abstand von beiden, insbesondere dann, wenn es etwas wilder
zugeht. Sie flieht ja schon, wenn ihr einer ihrer Artgenossen ohne
Hintergedanken zu nahe kommt. Wir können hier also bei der Definition von
Wildheit durchaus die unterste Stufe von einer mit Bewegung verbundenen Aktion
anlegen.
In seltenen Momenten versuchen alle drei – jeweils zu
unterschiedlichen Zeitpunkten – ihre Kollegen zu animieren, Nachlaufen zu
spielen. Dummerweise geschieht dies meistens zu Zeiten, in denen die jeweils beiden anderen
der Ansicht sind, daß es gerade sinnvoller sei, ein Nickerchen zu machen. Nur
gelegentlich lässt sich ein Erfolg in der Sache erkennen, an dem sogar Smilla in
Abweichung ihrer oben erwähnten Grundsätze beteiligt sein kann. Das sind die
Momente, in denen sie ihre katzentypischen tollen fünf Minuten hat. Aber das zweibeinige Personal wird mit Sicherheit nicht
hinterherrennen, soviel ist sicher.
Wenn aber ein Angehöriger der Katzenbande mal versehentlich
im Schlafzimmer eingeschlossen sein sollte, dann wird unabhängig von allen
Uhrzeiten und sonstigen Begleiterscheinungen des Alltags Alarm geschlagen, bis
das Personal erscheint, um die Tür zu öffnen und den Gefangenen in die relative
Freiheit zu entlassen. Man maunzt, kratzt an der Tür und belagert diese derart
auffällig, daß man gar nicht anders kann als auf die Situation aufmerksam zu
werden.
Böse Zungen würden jetzt behaupten, daß da jemand einfach
nur sensationsgeil sei. Die zweitbeste Ehefrau von allen und ich sind aber der
Ansicht, daß die drei Haustiger sich irgendwie ja doch etwas mehr zu mögen
scheinen. So ganz tief in ihrem Inneren wenigstens.
Kinder, ihr könnte das ruhig offen zugeben. Es wäre nicht
schlimm.
Wirklich nicht.
Aber dann würde man ja zugeben müssen, dass man nicht diese kaltherzige, fiese Katze (oder Kater) ist, den man versucht darzustellen!!!!!
AntwortenLöschenDass trifft jetzt nur auf Lilly zu. Sie bläst sich gerne mal etwas auf, aber so richtig beeindruckt ist davon nur Smilla.
LöschenVielleicht hat Marty eine Schwäche für Schläge.
AntwortenLöschenEventuell ist es auch eine Art Fetisch.
Wir hatten mal eine Katze, die es tatsächlich unsere Fliegenklatsche... Ähm, na ja. Marty reagiert überhaupt nicht auf Lillys Prügel. Nicht mal ansatzweise. Er ignoriert die komplett.
Löschenwer die Gelassenheit einer/es - ausgeruhten friedlich wirkenden Katze/Katers unterschätzt wird sich wundern wenn plötzlich der Tiger in ihr erwacht, selbst untereinander sind sie manchmal nicht in der Lage sich"richtig" zu lesen, oder sind esdoch nur!!°Verhaltensweisen wie Trotz/Sturheit und Selbstbefälligkeit wie beim Menschen?
AntwortenLöschenKatze das unbekannte Wesen...
Ihr scheint viel Spaß mit Euren Dreien zu haben...
ich wundere mich auch noch nach über 20 Jhr. WAS alles in ihnen steckt...
lieben Gruß Angelface
Sie sind immer für Überraschungen gut. Hunde sind dagegen echte Langweiler. So zumindest meine Erfahrung.
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