Es quietschte. Und das von einer Stelle, welche man auch
unter beherztem Einsatz von
WD-40 nicht dazu bringen könnte, dies zu
unterlassen.
Trudi!
Wie mir ein vorsichtiger Blick über den oberen Rand meines
Monitors bestätigte, hielt sie wieder ihr Smartphone in der Hand, das Display
in Richtung Raissa zeigend.
„Ist der süüüüüß.“
„Ach guck mal, was er da wieder macht.“
Trudi hat vor einiger Zeit in einem noch relativ jungen
Alter geomat. Oder gegroßmuttert, wem die Langfassung lieber ist. Stolz als ob sie ihn selbst produziert hätte
zeigte sie regelmäßig Bilder ihres Enkels herum, obwohl ihre aktive, vorbereitende Beteiligung
an der Sache nach vorsichtigen Schätzungen doch schon ein paar Jahrzehnte
zurückliegen sollte.
„Paterfelis, willst du auch mal gucken?“
„Nö, muß nicht sein.“
Ich bin inzwischen durchaus in der Lage, unmissverständlich
zu verdeutlichen, daß ich nicht unbedingt daran interessiert bin, mir alle
möglichen Bilder, welche Personen aus meinem Umfeld geschossen haben, ansehen
zu müssen.
„Der ist aber so niedlich.“
„Alle Babys sehen
gleich aus.“ muffelte ich weiter. Und mein grundsätzliches Unwohlsein Kinder
betreffend sollte sich herumgesprochen haben.
„Wieso Baby? Welpe! Wir haben einen neuen Hund. Frisch aus dem
Tierheim.“
Ok, nicht so schlimm wie Kinder, und ich verhehle nicht, daß ich selber gerne auch einen Hund zusätzlich zur Katzenbande hätte, aber auch hier muß ich
nicht zwingend Fotos sehen. Es genügt, wenn ich hin und wieder die Welt mit
Bildern der Katzenbande beglücke.
Katzencontent kommt schließlich immer gut an.
„Da, guck jetzt!“
Schwupps, hatte ich das Smartphone vor Augen.
„Ja. Hund. Niedlich.“ merkte ich betont
leidenschaftslos an.
„Was der für drollige Sachen macht. Und wie brav er ist.“
„Toll.“ Man kann
dieses kurze Wort so betont gelangweilt aussprechen…
„Im Tierheim haben sie in Sam genannt. Aber so hieß unser
alter Hund auch, das ging also überhaupt nicht.“
Jau, kann ich verstehen. Hin und wieder bekomme ich in
meinen Akten mit, daß Eltern, die mal ein Kind verloren haben, einem später
geborenen Kind den gleichen Namen geben, wie das verstorbene Kind ihn hatte.
Das ist mir unbegreiflich. Ich möchte jetzt wirklich keine unangemessenen Vergleiche
ziehen, aber für uns Tierhalter ist das schon durchaus ähnlich.
„Wir haben echt lange überlegt, wie er heißen soll. Bloß
kein Allerweltsname.“
Da wurde mein Interesse doch ein wenig geweckt.
„Und, wie heißt er
jetzt?“
Trudis Augen strahlten mich an.
„Schulze!“
Ähm, ja.
Immer noch besser als Balu, Sammy, Sam, Rocky, Lucky, Buddy, Max, Charly, Paul oder Balou. Die Top 10 der Hunderüdennamen. :D
AntwortenLöschen(allein das Balou und Sam in je zwei Schreibweisen vorkommen >_> )
Ich kenne nur einen Sammy, und das ist der Kater meiner Schwiegereltern. Wie wäre es mit Hektor, Frido, Pluto, Whisky,..? Ach nö, das waren die Hunde-Modenamen meiner Kindheit.
AntwortenLöschenWaldi nicht zu vergessen. :-D
LöschenAlso bis auf Whisky sind das Namen, die ich auch noch kenne. Whisky eher für Katzen. :D
LöschenWhisky war ein schwarzer Pudel, der Nachfolger von Prinz und der Kumpel von der Dogge Bodo. Nur so zur Information. :-D
LöschenHundenamen von früher? Ich kenne noch Bobby, Flocki und Cäsar.
LöschenJa, da kommen ein paar Erinnerungen hoch.
LöschenSchulze. Eine sehr fragwürdige Namensgebung.
AntwortenLöschenWenn, dann doch wohl "Herr Schulze". Soviel Höflichkeit muß schon sein.
LöschenImmerhin ist's kein Allerweltsname, zumindest nicht für einen Hund. Erinnert mich an einen Bekannten, der seine Katze Schröder genannt hat :-D
AntwortenLöschenAuch nett. :-)
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