Wenn ihr in Anbetracht der Überschrift dieses Beitrages auf
den Gedanken kommt, daß es hier heute um eines der wohlbekannten, paarweise
auftretenden weiblichen sekundären Geschlechtsmerkmale geht, dann ist das ausnahmsweise mal durchaus zutreffend.
Es begann damit, daß Frl. Hasenclever uns im Auftrag von
Frau Schubert zu einer außerplanmäßigen Dienstbesprechung
zusammengerufen hatte. An einem Freitag.
Dabei ist nicht der Freitag an sich das Problem, sondern eher der Umstand, daß
wir bedingt durch Krankheit und Urlaub, aber vor allen Dingen durch die
Abwesenheit von im (neudeutsch) Homeoffice arbeitenden Kollegen und Teilzeitkräften
an Freitagen nur dünn besetzt sind. Insbesondere scheint es ja eine Art Naturgesetz
zu sein, daß der überwiegende Anteil der an den letztgenannten Gruppen Beteiligten
grundsätzlich an Freitagen nicht im Büro ist.
So jedenfalls waren wir an diesem besagten Freitag mit deutlich unterhalb
der Hälfte unserer Sollstärke vor Ort. Ein Umstand, den Frau Schubert immer noch
nicht verinnerlicht hat. So hätte man die Besprechung locker noch etwas
verschieben können, denn als so dermaßen dringlich hatte es sich später doch nicht
erwiesen.
Wir versammelten uns in unserem Besprechungsraum. Frl.
Hasenclever und Frau Schubert ließen noch auf sich warten. Helga nahm mir
gegenüber Platz und stellte ihren Kaffeepott auf den Tisch. Rot leuchtete der
Fanartikel des FC Bayern München mich an.
Ergänzt wurden die üblichen Vereinsgrafiken mit den Worten „Beste Freundin“.
Eine Sympatisantin für den FC Bayern! Und das in unseren
Reihen. So geht das nicht. Keineswegs. Niemals. Da muß man doch einschreiten!
Und wenn etwas getan werden muß, dann mache ich das auch.
„Helga, hältst du das
da nicht für etwas provokant?“
Helga strich ihr T-Shirt glatt, so daß die durchaus beachtliche
Oberweite geradezu ins Blickfeld gerückt wurde. Immerhin zeigte sich kein Nippelalarm,
so daß ich mich auf den auf dem Shirt prangenden Schriftzug konzentrieren
konnte.
„BREAKING THE RULES“
Ja, auch der war eine Provokation. Helga und Frl. Hasenclever
standen schon lange auf Kriegsfuß miteinander. Der Schriftzug war eindeutig in
dem Zusammenhang zu verstehen.
„Nein, Helga, das
interessiert mich nicht. Sondern die da.“
Ich deutete auf die Tasse. Von links ließ sich der Ökoklaus
vernehmen:
„Also echt, Paterfelis, daß du behauptetest, daß dich Helgas Oberweite nicht interessiert, ist jetzt aber auch nicht schön.“
„He, Bursche. Jetzt
hätte ich mal was anderes sagen sollen. Dann hätte ich ja auch direkt einen
drüber bekommen. Wegen sexueller Belästigung.“
Ist doch so.
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