Liebe Kinder, passt gut auf und merkt euch, was der Onkel
Paterfelis schreibt:
Werkzeuge sind gefährliche Waffen! Auch Pinsel!
Ein ganzer Karton davon entspricht also einem Waffenarsenal.
„Schatz, kannst du mal im Keller-Keller nachsehen, was wir
da noch an Malersachen haben? Und ob da noch ein Besenstiel ist, auf den die
große Rolle für die Deckenfarbe passt?“
Mache ich doch glatt. Wir haben hier zwar schon einen großen
Karton mit Malerzeug herumstehen, den wir mal an Frau Kuchenbäcker verliehen
hatten und dessen Inhalt jetzt wieder hier bei uns auf seinen Einsatz wartet,
bevor er wieder zurückverliehen wird. Aber ein paar Dinge benötigt man eben doch
noch, und ehe diese neu beschafft werden, begutachten wir eben mal unsere
Reserven.
Natürlich befand sich der benötigte Karton ziemlich am
anderen Ende des schmalen aber gut ausgenutzten und wohlsortierten Raumes. Mein
Revier! Also entfernte ich zwei Kartons, drückte sie der hinter mir wartenden
Angetrauten in die Hände und wuchtete den Malerkarton aus dem Regal, winkelte
ihn entsprechend an, damit er unter die in der Nähe verlaufenden Rohrleitungen
durchpasste und hielt ihn schließlich in meinen Händen.
Es ging zurück durch unseren Waschmaschinenraum. Dort schloss
ich die Brandschutztür, steckte den Universalschlüssel, der unter anderem auch
zur Keller-Keller-Tür passt, in den Zylinder und bemerkte, wie gut doch
eigentlich die nicht silberglänzenden, sondern die eingefärbten Schlüssel
aussehen. Dieses metallisch glänzende Rot…
Moment!
Der Schlüssel müsste eigentlich silbern glänzen. Wir
besitzen keine eingefärbten Schlüssel. Ich besah mir den Schlüssel etwas näher.
„Hallo, Hauptfrau!
Hast du dich gerade verletzt oder war ich das?“
Die rote Farbe war zweifellos eine frisch dünne Blutschicht,
durch die noch etwas silberner Untergrund durchschien.
Nein, die zweitbeste Ehefrau von allen zeigte sich unverletzt
– im Gegensatz zu mir. Ein dicker Schnitt über die Kuppe meines rechten Daumens
ließ Blut hervorquellen. Ja geradezu strömen. Und ich hatte wieder mal nichts
davon bemerkt, überhaupt eine Verletzung zu haben. Man möge einen Krankenwagen
rufen!
Nein, tat man nicht.
Dennoch eine sehr heimtückische Sache.
Was uns direkt zur nächsten Lektion führt.
Liebe Kinder, wenn ihr schon eine kleine Freundin oder einen
kleinen Freund habt, und mal etwas für ihn kochen wollt, zum Beispiel ein
Pilzgulasch mit Semmelknödeln, dann denkt vor
dem Zwiebelschneiden daran, über etwaige vorhandene tagesaktuelle Wunden
ein Pflaster zu kleben oder einen Einweghandschuh anzuziehen. Und falls ihr das
nicht macht, werdet ihr schon merken, warum es besser gewesen wäre, den Rat von
Onkel Paterfelis zu befolgen.
OMG ... Notruf, Rettungswachen, Sanitäter ... oder gleicht der Amputateur?
AntwortenLöschenGute Besserung.
Nehme an mit dieser Fleischwunde kannst du nicht weiter renovieren, Clevere :-)
An die Farbrolle lässt man mich ohnehin nicht. Aber zum Besorgen und Schleppen von Dingen reicht es noch.
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