Es war die Zeit zwischen den Frühlingen. Also im April
diesen Jahres. Die ersten warmen Tage waren vorübergezogen, die arktische Luft
ließ es nochmal mit allen Konsequenzen winterlich werden. Sogar ich zog es vor,
draußen nochmal meine Winterjacke anzuziehen. Morgens an einem Bahnsteig, der
ziemlich freistehend inmitten eines Ackers geparkt wurde, zeigt man doch eine
gewisse Dankbarkeit für zugsichere (ha ha, Wortspiel) Oberbekleidung.
Frl. Hasenclever stand in der Höhle im Schicksalsberg und
fröstelte ein wenig. Die Insassen hingegen konnten dies jetzt nicht so richtig nachvollziehen,
denn Mandy, ich und die Azubinette arbeiteten uns warm. Der Wärmeausstoß
mehrerer PCs, Drucker und Monitore erhöhte die rechnerisch vorhandene Wärmelast
einer potentiellen Klimaanlage zusätzlich. Nicht daß wir eine hätten, aber ich
kenne die entsprechenden Zahlen aus der Hauptverwaltung in Bad Husten, die über
solch ein Wundergerät verfügt.
Doch ich schweife ab.
Frl. Hasenclever fröstelte es also. Natürlich wies ich direkt
darauf hin, daß bei uns im Büro selbstverständlich alle Heizungen in Betrieb
sein. Ehrlich. Alle Thermostate in meinem Einflussbereich zeigten die
Einstellung „1“.
„Also echt, Herr Paterfelis, mir wäre das zu wenig. In
meinem Büro (der Kemenate, Anm. d. Red.) ist gerade Sauna. Aber ohne Aufguss.
Wer also mal möchte…“
Das war ja nun eine Einladung.
„Frl. Hasenclever, Sie
und ich in der Sauna? Interessante Vorstellung.“
„Ähm, ich glaube, das wollen Sie nicht sehen.“
Ob ich ihr klarmachen soll, daß mich nach einigen
Jahrzehnten des regelmäßigen Saunaganges kaum noch etwas erschüttern kann?
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