Mittwoch, 10. September 2014
Ruinen, Hügel und Aquarien
Genau! Es geht wieder um Spielzeug. Nach einigen kurzen Erläuterungen (ha ha, ich und mich kurz fassen) gibt es einen Ausblick in die Welt des Jahres 40.998.
Man kann ein Tabletop-Spiel einfach auf einer grün begrasten Platte stattfinden lassen. Interessanter und auch optisch ansprechender wird es, wenn Geländeteile aufgebaut werden: Häuser oder Ruinen, Hügel, Gewässer und Pflanzen. Es gibt eine riesige Auswahl an Möglichkeiten.
Der Aufbau kann erfolgen, indem die beteiligten Spieler immer abwechselnd jeweils nach eigenem Ermessen ein Geländestück auf die Platte stellen, bis die vereinbarte Gesamtzahl positioniert ist, oder sie bauen gemeinsam und einvernehmlich etwas auf.
Plan C wäre es, daß der Gastgeber Platte und Gelände schon mal vorbereitet und somit alles alleine hinstellt. Natürlich gibt man den Gästen die Gelegenheit, noch Änderungen vorzunehmen.
Bei dem Aufbau eines Geländes, also der Szenerie der anstehenden Schlacht, achte ich immer sehr darauf, daß alles in sich stimmig ist. Nicht jeder Spieler sieht dies so wie ich. Immer wieder stößt man auf wirklich unrealistische Kombinationen, wie zum Beispiel einer Gebäudeecke in Form zweier aneinander befestigten Mauerteilen, welche eine Ruine darstellen sollen, und einen daneben aufgestellten Hügel. Spinnt man den Gedanken weiter und überlegt sich, wie das Gebäude vor seiner Zerstörung ausgesehen haben könnte, fällt nicht selten auf, daß sich der Hügel zu jener Zeit in dem Gebäude befunden haben muß.
Gegen so etwas komme ich ja innerlich nicht an. Das entspricht nicht meinem Anspruch an ein schönes Spiel, auch wenn diese Gestaltung mehr oder weniger dieselben Auswirkungen auf das spätere Geschehen haben wird wie andere Kombinationen auch.
Wir spielten eine Warhammer 40.000-Kampagne. Ich hatte ein Spiel mit relativ geringer Punktzahl zu bestreiten. Das Gelände wurde vom Gastgeber gestellt, wir bauten gemeinsam auf. Ich hatte schon was zu tun, um die gröbsten Schnitzer bei der Geländeverteilung bereinigt zu bekommen.
Mein Gegner befand sich in den Wahnvorstellungen, mich mit Space Marines besiegen zu können, eine Armee genetisch und biotechnisch modifizierter Übermenschen im Dienst des allerheiligsten, göttlichen Imperators der Menscheit. Ich führte meine Necrons ins Feld, eine Roboterarmee, in welcher die einzelnen Roboter vom Geist der Angehörigen eines in sie gepflanzten, längst untergegangenen Volkes gesteuert werden und die nach Millionen Jahren des Schlafes in ihren Gruften nur das Ziel verfolgen, die Seelen Sterblicher aufzusaugen, damit sich ihre Götter daran laben können. Also eine Art Vampirarmee im Jahr 49.998. Das Universum bietet zu dieser Zeit ein reichhaltiges Angebot verschiedener zu diesem vorbestimmten Zweck in Frage kommender Intelligenzwesen, welche förmlich darauf warten, von den Necrons geerntet zu werden. Oder so.
(Irgendwelche Ähnlichkeiten mit dem erzählerischen Hintergrund von Stargate Atlantis wären rein zufällig. Die Necron-Geschichte gibt es schon länger.)
Bild 1:
Drei Necron-Phantome, schlangenförmige Schweber, deren Körper sich halb in einer anderen Dimension befinden und deswegen nur schwierig zu attackieren sind, setzen einige Space Marines gewaltig unter Druck. Das bunte, blaue auf dem Rücken sind Würfel. Und natürlich liegen sie keineswegs auf dem Rücken meiner Phantome; das Bild täuscht ein wenig.
Das Grünzeug auf der rechten Seite ist Zubehör aus dem Aquarien-Handel, welches ein wenig zweckentfremdet und bearbeitet wurde.
Bild 2:
Der Necron-Lord, mein General, führt gemeinsam mit einer auf dem Bild nur schlecht erkennbaren Gruftspinne einen kombinierten Angriff auf den Space-Marine-General und sein Gefolge durch. Auch diese beiden Modelle sind Schweber. Im Gegensatz zu den meisten anderen Modellen befinden sich meine Necrons auf Basen, die nicht mit Gras ausgestaltet wurden, sondern eine karge Marsoberfläche darstellen sollen, um die exotische Herkunft darzustellen.
Bild 3:
Necron-Krieger, gewöhnliche Fußlatscher, werden in den Nahkampf gezwungen. Die Jungs sollten sich eigentlich nicht darauf einlassen; ihre Stärke ist der Fernkampf. Genau wie meine anderen Necrons habe ich auch diese Modelle nicht in blankem, frischen Silber bemalt, sondern eher beschmutzt und in schlechtem Zustand dargestellt. Nach ein paar Millionen Jahren der Existenz darf man schon mal ein paar Flecken aufweisen.
6 Kommentare:
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Und da hattest du Hemmungen deine Figuren hier per Foto zu präsentieren. Ich find das schon ziemlich beeindruckend wieviel Zeit,Geld und Energie du in dein Hobby steckst.
AntwortenLöschenDu wärst förmlich entsetzt, wenn du sehen würdest, wieviel Material hier noch lagert. Vor allen Dingen Figuren. Und so viele Wünsche sind da noch offen.
LöschenIch hatte eigentlich gehofft, dass Lebewesen (welche auch immer) bis 40.998 so weit intellektuell fortgeschritten wären, um so etwas wie Schlachten vermeiden zu können? Aber das wäre wohl ein bisschen langweilig für´s Spielervolk? Fußlatscher, spazierengehend und sich dabei freundlich mit Necron-Phantomen unterhaltend, wären in der Tat wohl ein wenig öde. Ach, und die Gruftspinne hätte ich aber schon gerne genauer betrachtet! ;-)
AntwortenLöschenIch mache bei Gelegenheit mal ein Foto vom dem Vieh. Die sieht aber nicht so schlimm aus. Und die Welt des Jahres 49.998 ist keine schöne Welt.
Löschen*räusper
AntwortenLöschenEhrlich gesagt habe ich bis auf die Aquariumpflanze nichts aber auch rein gar NICHTS kapiert. Alles Fremdwörter. :-)
Obwohl, Warhammer 40.000 hab ich schonmal gehört, da gibt es doch auch Bücher von, oder?
Ja, es wurden auch Romane veröffentlicht. Die habe ich aber nie gelesen.
LöschenWas wichtig ist: Space Marines (Kenner sagen auch Spacken Marines) = gut, alle anderen = böse