Montag, 31. März 2014

Schlaflos im Neustädter Ländchen

Ich kann nicht schlafen. Genau wie in der Nacht davor. Wie so oft in letzter Zeit. Meine Gedanken kreisen nur noch um die Neustädter Hölle. Immer und immer wieder. Zwei Wochen Urlaub haben nichts gebracht.

Gerade ziehe ich mir eine ganze Tafel Schokolade rein. Bei mir ein Alarmsignal. Schokolade ist ja sonst nicht so mein Ding. Ganz offensichtlich. Das Mindesthaltbarkeitsdatum endete am 15.06.2013. So lange liegt die hier schon herum. Sie ist immer noch genießbar.

Andere saufen, ich fresse. Saufen ist gesellschaftsfähiger.

Um vier Uhr wird die Nacht vorbei sein. Ich bin hellwach.

Also kann ich gleich durchmachen. Ist ja ohnehin egal, ob ich im Wachkoma zur Arbeit gehe oder nicht. Hauptsache, beim morgendlichen Köpfezählen sind alle da, die da sein sollen.

Mehr interessiert da ohnehin keinen mehr. Alles andere sind die üblichen, in Seminaren eingetrichterten Plattheiten, die sie von sich geben müssen. Worthülsen, die ich schon lange nicht mehr ernst nehmen kann.

Betriebliches Gesundheitsmanagement haben wir auch. Eine Farce.

Alle Stellen sind besetzt. Egal wie man es hinbekommt; was nicht passt, wird passend gemacht. Mehr Personal gibt es nicht. Sieh zu, wie du klar kommst. Hier, geh zum Anti-Stress-Seminar.

Das löst mein Problem nicht. Und die Probleme der anderen auch nicht.

Es ist kaum zu glauben, daß ich wirklich mal mit wahrer Leidenschaft zur Arbeit gegangen bin.







1 Kommentar:

  1. Das klingt sehr frustriert. Vom Fressen bekommst Du wenigstens keine Säufernase;-)

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