Samstag, 1. März 2014

Wilmaaa

An Weiberfastnacht wurde in unserer LASA-Außenstelle weitgehend normal gearbeitet, dies allerdings traditionsgemäß keinen vollen Arbeitstag lang; der Feierabend würde uns früher erwarten als üblich. Einige Kolleginnen erschienen zur Vorbereitung der nachdienstlichen Zeit des Tages bereits kostümiert.  Rebecca hatte als pinkfarbenes Cowgirl Berliner für alle auf unserer Etage mitgebracht, die an diesem Tag überhaupt anwesend waren. Dr. Strebsinger war so frei, im Vorfeld bereits vielfach Urlaub zu gewähren, so daß wir ohnehin nur von der Anwesenheit einer großzügigen Notbesetzung reden konnten.

Während man sich allseits um Rebecca zwecks Vertilgung des mitgeführten Fettgebäcks versammelte, fragte Sven, was Nadjas Verkleidung denn darstellen sollte. Sie trug im Wesentlichen ein fellartiges, orange-braunes Wams mit schwarzen Flecken und hat selbst dunkle Haare. Sofort lieferte sie die Erklärung, daß sie Wilma Feuerstein sein würde.

Sven erhob leise Zweifel und meinte, daß sie doch eher wie der maskuline Teil herüberkäme. Nadjas Gesichtsausdruck verfärbte sich von üblicher Blässe erst zu einem dezenten, dann zu einem kräftigeren Rot. Ohne ein weiteres Wort verschwand sie vom Ort des Geschehens.

Dabei komme ich nicht umhin, Sven im Kern seiner Aussage Recht zu geben.

Denn Wilma Feuerstein trägt ein weißes und hat rote Haare, wohingegen Nadjas Kombination eher, ähm, na ja, also wohl tatsächlich – öhm – FredFeuerstein zuzuordnen ist. Und der istnunmal der maskuline Typ von den beiden.


Gut, daß ich wenigstens dieses Mal nicht daran beteiligt war.




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