Wie dem auch sei, in dem Schützenverein findet alljährlich zu Ostern das große Eierschießen statt. Dabei schießt man, wie ich mir habe erklären lassen, nicht auf wehrlose Eier, die ja noch nicht mal wegrennen können. Nein, die eingefärbten Eier sind begehrte Siegestrophäen. Und mein Schwiegervater scheint ein ganz passabler Schütze zu sein. Jedenfalls dem Ergebnis nach zu urteilen, welches ich in der Küche bewundern durfte. Da lagen mehrere große Paletten mit gefärbten Eiern herum. Und was war das Schlimmste? Die einzige Tochter meiner Schwiegereltern bekam einen ordentlichen Anteil an den Eiern, meine Angetraute ebenfalls und beinahe zu guter Letzt musste der Herr Gemahl meiner Angetrauten auch noch ein paar Eier mitnehmen. Der Lieblingsschwiegersohn wurde gleichfalls noch bedacht, was wir hier nicht vergessen wollen. Wie gut, daß ich die Gefahr rechtzeitig gewittert habe und mich vor der Eierflut weitgehend in Sicherheit bringen konnte. Bis auf ein paar vereinzelte Eier von jeder verfügbaren Farbe musste ich nichts weiter mitschleppen. Außer ein paar doppelten, die nicht mehr in die Sammlung passten, die bei meinen Schwiegereltern verbleiben sollte.
Es ist ja nicht so, daß wir zu Hause nicht auch vorher schon ein paar Eier herumliegen hatten. Jetzt sind es jedenfalls ein paar mehr geworden. Eier als solches sind ja nicht unlecker, und im Gegensatz zu früher, als sie schädlich für den Cholesterinspiegel waren, sind sie heute ja eher einem guten Cholesterinspiegel förderlich geworden. Also total gesund. Hat die Wissenschaft jedenfalls festgestellt. Und so essen wir seit Tagen Eier. Wahlweise auch als Eiersalat. Und folgerichtig stand bei uns zuletzt eine leckere rote Linsensuppe auf dem Speiseplan. Mit ohne Eier. So ganz ohne. Nicht vegan, aber vegetarisch. Immerhin. Und das Rezept gibt es demnächst hier im Blog.
Denkt an uns, wenn ihr die Suppe nachkocht. Wir arbeiten so lange daran, unser Eiertrauma zu überwinden. Bis zum nächsten Jahr, wenn es wieder das lustige Eierschießen gibt.
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