Sonntag, 17. Januar 2021

Zwillinge

Raissa arbeitet an ihrer Karriere. Sie nimmt an einer zweijährigen hausinternen Fortbildung teil und wird dann im Idealfall bei uns als Sachbearbeiterin eingesetzt. Die Veranstaltung findet jeweils ganztägig an einem Tag in der Woche in der LASA-Hauptverwaltung in Bad Husten statt. Insgesamt wird sie zwei Jahre damit beschäftigt sein. Normalerweise, denn die Pandemie wirft natürlich auch mit unseren Aus- und Fortbildungen einiges durcheinander. Auf jeden Fall aber muss sie die Arbeit von fünf Tagen nun in vier Tagen schaffen, denn umfangreiche Vertretung für die Zeiten ihrer Abwesenheit ist aufgrund der ohnehin dünnen Personaldecke nicht zu schaffen. Das bedeutet natürlich, dass sie die zusätzliche Belastung, mit mir zusammen unsere Auszubildenden zu bespaßen, nicht auch noch schaffen kann. Also hat sie nach drei Jahren der Zusammenarbeit den Platz bei mir im Zimmer, der Höhle im Schicksalsberg, geräumt.

An ihre Stelle ist Tanja getreten. Tanja hat ihre Ausbildung erst letztes Jahr abgeschlossen und benötigt ebenfalls noch Zeit und Erfahrung, um diese Aufgabe wirklich stemmen zu können. Unter dem Strich wird sie bei mir noch einiges dazulernen müssen. Im Doppelpack mit einem der für Anfang Februar bei mir angekündigten Auszubildenden. Sie weiß schon, wie es bei mir zugeht, denn vor einem Jahr zu dieser Zeit hat auch sie für einige Monate unter meiner Fuchtel verbracht. Und so kamen wir natürlich auch ins Reden.

„Herr Paterfelis, wissen Sie eigentlich, dass ich eine Zwillingsschwester habe?“

Jetzt schon.“

„Ja aber die ist so ganz anders als ich.“

Ach, dann ist Ihre Schwester also die Nette?!“

„Boaaaahhh!“

Nun, diesen Schlachtruf hat sie schon von Frl. Hasenclever gelernt. Ich bin also guter Dinge.


2 Kommentare:

  1. Ich freu mich, dass du wieder schreibst. Ich hab's vermisst.

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    1. Ich auch. Aber auf die Taktzahlen aus den Glanzzeiten werde ich wohl nicht mehr kommen.

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