Der große Umzug auf unserer Etage hat stattgefunden. Die
beiden hier angesiedelten Fachbereiche der LASA-Außenstelle sitzen nun wieder voneinander
getrennt. Die Gründe sind vielfältig, die damit verbundene erhoffte Lösung gleich
zweier Probleme in dem benachbarten Fachbereich Leistungsgewährung ist absolut
unrealistisch. Aber Dr. Strebsinger hat es so bestimmt, und was wissen wir schon, so
ohne den berüchtigten akademisch geschulten Verstand.
Damit einhergehend musste auch Mandy ihren Schreibtisch in
unserem kleinen, gemütlichen Büro räumen. Nun sitzt sie in Indien, auf der
anderen Seite des Ganges. Ihren Platz
hat Sven eingenommen, ihm gegenüber sitzt Trudi. Eigentlich. Denn sie hatte rechtzeitig
vor dem Umzug Urlaub eingereicht und kommt erst in der nächsten Woche wieder zurück.
Nächste Woche schlägt bei uns aber auch eine Horde
Auszubildender auf, die sich für einige Zeit mal den Realitäten des Lebens abseits
des LASA-Ausbildungszentrums stellen sollen. Zwei davon wurden Sven und mir
zugeteilt, der Rest tummelt sich in den anderen Fachbereichen. Nun wird der
kundige Blogleser das sich ergebende Problem erkennen können. Unser Büro, also die legendäre
Höhle im Schicksalsberg, verfügt nämlich nur über vier Schreibtische. Wir wären
ab nächster Woche aber zu Fünft.
Es ist eng bei uns geworden. Die Zahl der bei uns
beschäftigten Teilzeitkräfte ist ziemlich hoch, und einige Zimmer des Hauses
dürfen aufgrund der dortigen Lärm- und Hitzeentwicklung nicht mehr mit
Arbeitsplätzen belegt werden. Eigentlich zählen Frl. Hasenclevers Kemenate
sowie unsere aus jenen Gründen so genannte Höhe im Schicksalsberg auch zu
diesen Räumen, aber die Insassen haben sich freiwillig bereit erklärt, dort
ihren Schreibtisch aufstellen zu lassen. Weil es eben nicht anders funktioniert.
Also muß Trudi befristet auf einen vorübergehend noch unbesetzten
Platz ausquartiert werden, damit Sven
und ich stets ein Auge auf unseren Nachwuchs werfen können. Aber Trudi weiß es
noch nicht, da sie sich noch in Urlaub befindet. Und Frl. Hasenclever hat es
vollkommen verpeilt, Trudi die frohe Botschaft rechtzeitig zu vermitteln. Nun befindet sich
Frl. Hasenclever aber auch in Urlaub und lässt sich an irgendeinem fernen
Strand den Bauch grillen. Ist schon so in Ordnung, gegen Grillfleisch habe ich ja bekanntlich nichts einzuwenden.
Nun liegt es an mir, Trudi gaaaaanz vorsichtig über die
aktuelle Lage in Kenntnis zu setzen. Und Begeisterung wird bei ihr anders
aussehen. Wie gut, daß Sven und ich meistens vor ihr im Büro sind. Es wäre wohl ausnehmend unglücklich, wenn sie vor uns dort aufkreuzt und auf den Ausbildenden trifft, der ihren Schreibtisch besetzt hat.
Da wird es sie kaum trösten, daß ich ihr letzte Woche noch eine Sitzgelegenheit für ihren Ausweicharbeitsplatz beschafft habe. Ansonsten hat sich nämlich niemand dafür als zuständig befunden.
Sollte es hier also im Laufe der nächsten Woche verdächtig
ruhig werden, könnte es sein, daß ich die Sache nicht ganz so gut überstanden
habe. Es erwischt bekanntlich immer den Überbringer der schlechten Nachricht.
Behaltet mich für den Fall des Falles in guter Erinnerung.
Danke im Voraus.
Es war nett dich gelesen zu haben. Das mit der Erinnerung geht klar.
AntwortenLöschenTipp von mir, drücke die Überbringung der Botschaft einem Kollegen auf's Auge … räume das Schlachtfeld auf und kümmere dich dann liebevoll um beide Parteien, macht 'nen guten Eindruck und du bist außen vor :-)
Da käme nur Sven in Frage. Der zappelt aber immer so, wenn ich ihn mit körperlicher Gewalt von etwas überzeugen will. Schlimm. Also bleibt es doch an mir hängen. Morgen ist es soweit. *schauder*
LöschenUnd? Lebt ihr Beide noch? (sie wegen des Schlags und du wegen der Überbringung)
AntwortenLöschenMorgen wissen wir mehr. Heute war noch Gnadenfrist.
LöschenOkay. Nochmal:
AntwortenLöschenUUUUUUUUND?
Da ich gerade in einer Unterweisung mit dem Azubinären vertieft war, musste Sven ran. In ein paar Wochen wird er wieder ohne Schnabeltasse Nahrung zu sich nehmen können.
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