Das spielerische Amüsement nach Feierabend in unserem mit
bequemen Liegematten ausgestatteten Sport- und Entspannungsraum mit einer von
Beginn an ziemlich aufgedrehten Frl. Hasenclever und einer erst zögerlich, dann
aber mit umso mehr Elan durchstartenden Mandy führte kurz vor dem sich nähernden
Höhepunkt der Veranstaltung bei meinen beiden bezaubernden
Kolleginnen nach eigener Aussage zu der Erkenntnis, daß es durchaus zu einem
weitaus positiveren Ergebnis führt, wenn sie ihre Nippel rechtzeitig berühren um mit
ihnen zu agieren.
Mittwoch, 29. Juni 2016
Dienstag, 28. Juni 2016
Vermisstmeldung
Ihr erinnert euch bestimmt an meine Enten. Oder auch nicht.
Für den letztgenannten Teil meiner Leser sei es nochmal erwähnt, daß in dem
künstlich angelegten Tümpel neben unserem Büro eine Entenfamilie residiert. Ich
neige durchaus dazu, sie als meine
Enten zu betrachten, habe ich doch von der Höhle im Schicksalsberg aus den
besten Ausblick auf die kleine Idylle.
Vor einiger Zeit habe ich festgestellt, daß der Erpel schon
ein toller Hecht ist. Zwei Mädels hat er sich angelacht und verbringt die Zeit
mit ihnen im feuchten Nass. Und es kam wie es kommen muß: Der alte Schwerenöter
hat Nachwuchs gezeugt. Ende letzter Woche konnte ich beobachten, wie eine der
Entendamen mit vier Küken unterwegs war. Hach, da geht einem doch das Herz auf.
Und heute? Da war die Entenmutter nur noch mit zwei Miniaturausgaben
ihrer selbst auf dem Wasser. Wo sind die anderen Küken hin? Einfach weg.
Da muß man doch tätig werden.
Frl. Hasenclevers heute ganztägige Abwesenheit im
Außeneinsatz nutzend, ordnete ich kraft der mir verliehenen Befugnisse an, übermorgen
Mittag das Restaurant zum Kleinen Chinamann auf den Verbleib der Entenküken zu
untersuchen. Wir werden den Laden heimsuchen und gnadenlos auf den Kopf
stellen. Nichts bleibt ungekostet, bis wir uns sicher sein können, daß keine
Nachwuchsente auf dem Buffet gelandet ist. Frl. Hasenclever wird morgen auch
noch zwangsrekrutiert. Da nützen selbst keine Ausreden in Richtung „Ich mach
Diät.“
Nix is! Jede Zunge ist kostbar.
Und unter die Peking-Ente werden die Federtiere sicher nicht
geraten sein. Dazu waren sie noch zu klein.
Vielleicht eher in der Frühlingsrolle?
*snief*
PS: Island wird Weltmeister. Ich sage das schon seit Wochen.
Basta.
Samstag, 25. Juni 2016
Dinge, die man mit Telefonen macht
Damals, noch vor dem großen Umzug:
Mandy saß an Ihrem Schreibtisch in dem kleinen gemütlichen Büro inmitten der Stadt. Sie starrte das Telefon an wie ein hypnotisiertes Kaninchen. Es klingelte – nicht.
Mandy saß an Ihrem Schreibtisch in dem kleinen gemütlichen Büro inmitten der Stadt. Sie starrte das Telefon an wie ein hypnotisiertes Kaninchen. Es klingelte – nicht.
Während Mandy ihr Telefon anstarrte, begann ich meinerseits, Mandy anzustarren zu beobachten. Natürlich nur voller Sorge, ob da was los ist und ob ich als fürsorglicher Mensch mit irgendeiner guten Tat einschreiten müsste, falls sich ihr Zustand verschlimmern sollte.
„Es ist schmutzig.“
„Was?“
„Das Telefon ist schmutzig.“
Verständlich, denn die Reinigung unserer Telefone ist nicht Aufgabe der bei uns tätigen Putzfrauen, sondern unser Privatvergnügen.
„Ich mag es nicht, wenn das Telefon so schmutzig ist.“
So sprach Mandy und zauberte aus den unendlichen Tiefen der Schubladen ihrer Schreibtischcontainer Reinigungsmittel hervor. Sie ist eben doch die würdige Nachfahrin eines Golgafrinchamers und kann ihre dahingehende genetische Veranlagung offensichtlich nicht verleugnen.
Nach wenigen Augenblicken durchzog ein chemischer Geruch, der wohl Zitronenduftimitat darstellen sollte, den Raum, gefolgt von einem Leuchten. Das Telefongehäuse reflektierte wieder das von außen hineinstrahlende Sonnenlicht.
„Wenn du fertig bist, kannst du hier weiter machen.“
Wobei ich an dieser Stelle vorsorglich anmerken möchte, daß mein Telefon aufgrund überwiegenden Nichtgebrauches eher verstaubt als schmutzig-verklebt ist. Und dieser Staub wird durch die Vibrationen beim anhaltenden Klingeln eines dieser Gehirnakrobaten, die nicht begreifen wollen, daß man, wenn man nach dem dritten Klingeln aus zumeist guten Gründen nicht rangegangen ist, nach zwei Minuten des Dauerklingelns und anschließendem mindestens sechsmaligem jeweils nahtlosen Betätigen der Terrortaste auch nicht mehr rangehen wird, quasi von selbst abgeschüttelt.
„Pffft, du kannst ja mal Karla fragen. Die ist doch unser Putzteufelchen.“
„Nein, lieber nicht.“
Dann begann Mandy, an dem Kabel ihres Telefons zu ziehen und es zu entwirren.
„Ich finde es ja ganz angenehm, hier mal an der Strippe zu ziehen.“
„Wem’s gefällt.“
„Na, du möchtest doch bestimmt auch, daß dein Ding nicht den ganzen Tag…“
„Mein Ding geht dich mal so gar nichts an!“
Also echt jetzt. Jahrelang auf verklemmt machen, und dann so etwas.
Ich fasse es nicht.
Mittwoch, 22. Juni 2016
Kurz und knackig
„Oh, Herr Paterfelis, Sie sehen ja so richtig erholt aus.“
„Natürlich, Frl. Hasenclever, Sie waren ja auch drei Wochen lang nicht
da.“
Zusatzqualifikation
Fräulein Hasenclever ist auf den Geschmack gekommen. Kaffee aus Togo oder so ähnlich ist seit einiger
Zeit ihr morgendlicher Begleiter. Im Gegensatz zu anderen Kollegen, die sich
ihre erste Ladung Betriebsmittel und Schmierstoffe jeden Morgen nach dem
Aussteigen aus Bussen und Bahnen aus bei dem örtlichen Togo-Kaffeehändler
besorgen, bereitet Frl. Hasenclever das Gebräu zu Hause zu und trägt es in
einem wiederverwendbaren Becher mit Schraubverschluss durch die Gegend.
Ich hatte am frühen Morgen einige Akten zu ihr in die
Kemenate gebracht, als ich bemerkte, wie sie mit dem Becher kämpfte. Sie
schaute mich an, hielt mir den Becher entgegen.
„Könnte Sie mal bitte..?“
Jau, ich konnte. Eine beherzte Bewegung meinerseits sorgte
dafür, daß sich der Verschluss öffnete und Frl. Hasenclevers Weg zur Erlangung
der optimalen Betriebstemperatur frei war.
Nächster Tag.
„Wären Sie nochmal so freundlich?“
Übernächster Tag.
„Ähm, könnten Sie nochmal den Becher..?“
So zieht sich das jetzt hin. Mitunter macht sie schon
morgens auf dem Weg vom Auto zu ihrer Kemenate bei mir im Büro in der
Höhle zum Schicksalsberg einen Zwischenstopp und hält mir diesen Becher einfach
nur noch wortlos hin.
Sollte ich also jemals meinen Platz als Seniorsachbearbeiter
räumen, kann mein Nachfolger damit rechnen, daß ein kräftiger Griff als
Zusatzqualifikation dringend erforderlich ist, um Frl. Hasenclevers rechte Hand
sein zu dürfen.
In meiner Stellenbeschreibung steht das aber nicht. Da muß mal dringend nachgearbeitet werden.
In meiner Stellenbeschreibung steht das aber nicht. Da muß mal dringend nachgearbeitet werden.
Montag, 20. Juni 2016
Soll ich?
Ist es nicht müßig, sich über die Bahn aufzuregen? Lohnt
sich eigentlich nicht. Deswegen lasse ich mich auch nicht darüber aus, daß
heute im Nahverkehr an Stelle der sechsgliedrigen Einheiten nur zwei- und
dreigliedrige unterwegs waren.
Ich stehe ja nicht so auf Körperkontakt. Und erst Recht
nicht auf erzwungenen.
Und von daher habe ich heute 90 Minuten am Bahnhof gewartet,
bis ein Zug in einem Zustand war, in dem man zumindest weitgehend
körperkontaktlos stehen konnte.
Ich überlege noch, ob ich von dem idiotischen Anzugträger
berichte, der dem Faß die Krone aus dem Ring geschlagen hat. Oder so. Ich gehe
in mich.
Sonntag, 19. Juni 2016
Alles neu macht der... Juni
Der große Umzug auf unserer Etage hat stattgefunden. Die
beiden hier angesiedelten Fachbereiche der LASA-Außenstelle sitzen nun wieder voneinander
getrennt. Die Gründe sind vielfältig, die damit verbundene erhoffte Lösung gleich
zweier Probleme in dem benachbarten Fachbereich Leistungsgewährung ist absolut
unrealistisch. Aber Dr. Strebsinger hat es so bestimmt, und was wissen wir schon, so
ohne den berüchtigten akademisch geschulten Verstand.
Damit einhergehend musste auch Mandy ihren Schreibtisch in
unserem kleinen, gemütlichen Büro räumen. Nun sitzt sie in Indien, auf der
anderen Seite des Ganges. Ihren Platz
hat Sven eingenommen, ihm gegenüber sitzt Trudi. Eigentlich. Denn sie hatte rechtzeitig
vor dem Umzug Urlaub eingereicht und kommt erst in der nächsten Woche wieder zurück.
Nächste Woche schlägt bei uns aber auch eine Horde
Auszubildender auf, die sich für einige Zeit mal den Realitäten des Lebens abseits
des LASA-Ausbildungszentrums stellen sollen. Zwei davon wurden Sven und mir
zugeteilt, der Rest tummelt sich in den anderen Fachbereichen. Nun wird der
kundige Blogleser das sich ergebende Problem erkennen können. Unser Büro, also die legendäre
Höhle im Schicksalsberg, verfügt nämlich nur über vier Schreibtische. Wir wären
ab nächster Woche aber zu Fünft.
Es ist eng bei uns geworden. Die Zahl der bei uns
beschäftigten Teilzeitkräfte ist ziemlich hoch, und einige Zimmer des Hauses
dürfen aufgrund der dortigen Lärm- und Hitzeentwicklung nicht mehr mit
Arbeitsplätzen belegt werden. Eigentlich zählen Frl. Hasenclevers Kemenate
sowie unsere aus jenen Gründen so genannte Höhe im Schicksalsberg auch zu
diesen Räumen, aber die Insassen haben sich freiwillig bereit erklärt, dort
ihren Schreibtisch aufstellen zu lassen. Weil es eben nicht anders funktioniert.
Also muß Trudi befristet auf einen vorübergehend noch unbesetzten
Platz ausquartiert werden, damit Sven
und ich stets ein Auge auf unseren Nachwuchs werfen können. Aber Trudi weiß es
noch nicht, da sie sich noch in Urlaub befindet. Und Frl. Hasenclever hat es
vollkommen verpeilt, Trudi die frohe Botschaft rechtzeitig zu vermitteln. Nun befindet sich
Frl. Hasenclever aber auch in Urlaub und lässt sich an irgendeinem fernen
Strand den Bauch grillen. Ist schon so in Ordnung, gegen Grillfleisch habe ich ja bekanntlich nichts einzuwenden.
Nun liegt es an mir, Trudi gaaaaanz vorsichtig über die
aktuelle Lage in Kenntnis zu setzen. Und Begeisterung wird bei ihr anders
aussehen. Wie gut, daß Sven und ich meistens vor ihr im Büro sind. Es wäre wohl ausnehmend unglücklich, wenn sie vor uns dort aufkreuzt und auf den Ausbildenden trifft, der ihren Schreibtisch besetzt hat.
Da wird es sie kaum trösten, daß ich ihr letzte Woche noch eine Sitzgelegenheit für ihren Ausweicharbeitsplatz beschafft habe. Ansonsten hat sich nämlich niemand dafür als zuständig befunden.
Sollte es hier also im Laufe der nächsten Woche verdächtig
ruhig werden, könnte es sein, daß ich die Sache nicht ganz so gut überstanden
habe. Es erwischt bekanntlich immer den Überbringer der schlechten Nachricht.
Behaltet mich für den Fall des Falles in guter Erinnerung.
Danke im Voraus.
Samstag, 18. Juni 2016
Das Verlangen
Du ziehst es seit Tagen, Wochen und Monaten mehr oder weniger unterschwellig
mit dir herum. Und dann kommt der Tag, an dem es weitergehen soll. Endlich
wieder halbwegs geregelte Bahnen. Zumindest ein erster Schritt in die Richtung.
Zwischen Aufwachen und dem Punkt der Eskalation vergehen
vier Stunden.
Vier Stunden, in denen du von bester Laune überwechselst zu
dem Verlangen, nach der Kettensäge zu greifen und den lange geplanten spontanen
Amoklauf zu starten.
Auch weil du auf die vielen Dinge, die du nur noch mit einem Warum hinterfragen kannst, keine Antwort
findest.
Du kommst wieder nach Hause und du tust, was du für
jedermann offensichtlich am besten kannst. Auch, wenn es dir nicht bekommt. Das
weißt du vorher, aber es hält dich nicht davon ab.
Jetzt möchtest du es dir nochmal durch den Kopf gehen
lassen.
Aber die vielen Warums
bleiben?
Es könnte alles so einfach sein.
Es könnte alles so einfach sein.
Donnerstag, 16. Juni 2016
Adieu
Ein höherrangiger, langjähriger Mitarbeiter verlässt
demnächst überraschend unsere Außenstelle und wird in der Hauptverwaltung in
Bad Husten eingesetzt. Mit der Entscheidung, diese Möglichkeit wahrzunehmen,
hat er es sich sehr schwer gemacht; er wird nicht ohne Wehmut gehen.
In der kürzlich stattfindenden Elefantenrunde, dem
regelmäßigen Treffen der Führungskräfte unserer Außenstelle, an der ich in
Vertretung von Frl. Hasenclever teilgenommen habe, betonte der Kollege, daß er
keine Abschiedsfeierlichkeiten wünsche, weil ihm die ganze Sache emotional zu
nahe gehen würde.
Die Planungen für die Feier wurden unverzüglich aufgenommen.
Heute gab er seinen Fortgang offiziell den restlichen
Kollegen bekannt und betonte auch hier nochmals, daß er aus den bereits
genannten Gründen keine Abschiedsfeier oder ähnlich gelagerte Veranstaltung
wünsche.
Dienstag, 14. Juni 2016
Nicht im Treppenhaus
„Paterfelis?“
„Ja?“
„Erinnerst du dich noch an Gestern?“
„Mir kommt es vor, als
sei es gestern gewesen.“
„Wir haben doch zusammen Feierabend gemacht.“
„Japp.“
„Und sind zusammen mit dem Ökoklaus im Aufzug nach unten
gefahren.“
„Stimmt.“
„Im Erdgeschoss wurden wir nochmal aufgehalten, weil Kollege
Bäcker eingestiegen ist.“
„Ja, und ich raus
musste, weil ich noch was ins Postzimmer bringen wollte.“
„Der Herr Bäcker ist dann die eine Etage mit uns runter in
die Tiefgarage gefahren. Da habe ich ihn angefrotzelt, daß man in seinem Alter
ja wohl noch die Treppe nehmen könnte.“
„Äh, ja. Und?“
„Da sagt der doch glatt und mit völligem Ernst, er wisse gar
nicht, wo bei uns im Gebäude das Treppenhaus sei.“
Oh Mann! Unübersehbar zwei Meter links neben dem Aufzug,
unmittelbar neben dem Gang zum Postzimmer.
Welchen er täglich auch mindestens zwei Mal benutzt.
Montag, 13. Juni 2016
Druck!
Der Himmel macht sich grollend bemerkbar, was insbesondere bei dem Herrn Kater zu gewissen ängstlichen Irritationen führt. Beim ersten hörbaren leichten Hintergrunddonnern ist er zur Stelle und sucht Körperkontakt. Intensiven Körperkontakt. So eng wie irgend machbar,
Und wenn er das weiterhin so durchhält, hat er mich gleich vom Sofa geschubst.
Hauptsache, der Kater ist zufrieden.
Und wenn er das weiterhin so durchhält, hat er mich gleich vom Sofa geschubst.
Hauptsache, der Kater ist zufrieden.
Samstag, 11. Juni 2016
Das Schema
Wenn ich im Büro und anderen Ortes Vorgehensweisen hasse,
dann ist es schematisches Arbeiten. Dies gilt umso mehr, wenn bestimmte
Angelegenheiten einfach eine individuellere Betrachtung verdienen. Darin bin
ich mir mit Mandy einig, der aufgrund damit verbundener Vorfälle ebenfalls
regelmäßig die Hutschnur reißt.
Die Azubinette und ich arbeiteten in unserer kleinen,
gemütlichen Höhle im Schicksalsberg friedlich vor uns hin, als es endlich auch
für Mandy an der Zeit war, uns mit ihrer Anwesenheit zu beehren. Sie kam zur
Tür rein, sagte wie jeden Morgen freundlich die Tageszeit, ging zu ihrem
Schreibtisch, legte ihre Tasche ab, bewegte sich in Richtung Kleiderständer,
drückte im Vorübergehen den Knopf zur Stromversorgung des Radios, um
schließlich ihre Jacke aufzuhängen, wieder am Schreibtisch ihren Platz einzunehmen und mit dem Tagewerk zu beginnen.
Einige Minuten vergingen.
„Warum ist es denn so ruhig hier?“
Die Azubinette wusste die einzig mögliche Antwort.
„Weil du gerade das Radio ausgeschaltet hast.“
„Was?“
„Ja!“
„Hast du das etwa heute Morgen schon angemacht?“
„Ich war so frei.“
„Hrmpf.“
Ja ja, schematisches Arbeiten. Ich habe es gesagt.
Donnerstag, 9. Juni 2016
Geweckte Neugierde
Wer ist eigentlich der Mensch, der sich gerade eifrig den Blog von von Anno Dunnemals bis heute durchliest? Das ist wirklich sehr ausdauern; ich bin beeindruckt von dem guten Geschmack und bemerke es mit Wohlgefallen.
Männerhumor - elegant und subtil
Wir saßen in unserem kleinen gemütlichen Büro in unserer kleinen gemütlichen Höhle im Schicksalsberg und arbeiteten friedlich vor uns hin, als
„TRÖÖÖÖÖÖÖÖT!“
Es kann nur einen geben.
„TRÖÖÖÖÖÖÖÖÖÖÖÖÖÖÖÖT!“
Und dieser Eine holte wieder das Letzte aus sich heraus. Wenn er mir jetzt gleich ein Stück seiner vermeintlichen versehentlich ausgeschneuzten Gehirnmasse zeigen will, dann…
„Ein Elefant, ein Elefant!“ unterbrach Mandy meinen Gedankengang.
„Ja, und wie man hört einer mit einem Riesenrüssel.“ ergänzte Sven, der sich mal wieder in der Gegend aufgehalten hat.
„TRÖÖÖÖÖTÖTÖTÖTTTsssss!“
Und schon stand Herr Harnischfeger in unserem Büro.
„Elefant wäre doch auch ein schönes Kostüm für Karnevalfaschingfastnacht.“
„Ja, mach mal.“ Mandy schien sehr angetan.
„Mandy, du willst dann aber nicht wissen, wo er den zugehörigen Rüssel her hat.“
„PATERFELIS!“
Es gibt ja so Momente, in denen ich mir ernsthaft die Frage stellen muß, wer hier die versauten Gedanken hat.
Dienstag, 7. Juni 2016
Verhältnismäßigkeiten
Der flüssige und wohlduftende ehemalige Inhalt einer 25
Liter-Fußwanne auf dem Wohnzimmerboden ist eine blöde Sache. Insbesondere, wenn
ein Teil davon unter dem Monstersofa wartet und ein anderer Teil im Fernsehsessel
verschwunden ist.
Im Verhältnis zu einem mit verschlammtem Wasser gefüllten Keller
ist das aber wohl eher nichts.
Also gut, wir beruhigen uns und wollen nicht meckern. Unser Mitgefühl geht an
den gerade abgesoffenen Rest der Republik.
Ernsthaft.
Sonntag, 5. Juni 2016
Wahrnehmungsstörung
Während nicht ganz so kalter Jahreszeiten trägt der Ökoklaus
Clogs an seinen Füßen. Das feste Schuhwerk in Verbindung mit einem durchaus
stattlichen Erscheinungsbild verbindet ihn in irgendeiner Form mit Maria, deren
festen Tritt man ebenfalls überall vernehmen kann. Bei ihr allerdings fehlt die
besagte stattliche Erscheinung; sie erzielt den Effekt auch mit einer
zierlicheren Figur.
So kam der Ökoklaus in Helgas Büro. Ohne aufzublicken murmelte
sie nur etwas in Richtung „Man sieht ihn nicht, man hört ihn.“
„Was? Ich erscheine hier fast wie eine sanft dahinwehende
Schneeflocke.“
Helga blickte auf.
„Hat wohl mehr etwas von einer Lawine.“
Mal was anderes als das ewige Reh mit dem Rüssel.
Samstag, 4. Juni 2016
Kleine Randbemerkung
Warum sind Dinge, die wir verlegt haben, eigentlich immer da, wo wir zuletzt nach ihnen suchen?
Gibt es dazu schon philosophische Betrachtungen?
Gibt es dazu schon philosophische Betrachtungen?
Donnerstag, 2. Juni 2016
Hitzewellen
Wir reden jetzt nicht über den Sommer. Weder den von diesem
Jahr noch einen anderen. Und wir reden nicht über Frauen mittleren Alters.
Obwohl ich da aus meinem dienstlichen Umfeld verschiedentlich auch bereits
bestens informiert wurde. Nein, unser heutiges Thema ist ernsthafter.
Denn ich bin mal wieder dem Tod nur knapp von der Schüppe
gesprungen.
Auch ohne Männerschnupfen.
Wir arbeiteten in unserem kleinen, gemütlichen Büro, der
mittlerweile legendären Höhle im Schicksalsberg, die inzwischen sogar leicht
verfremdet in einem Roman verewigt wurde, friedlich vor uns hin. Das Radio
spielte leise Musik der achtziger Jahre. Von draußen war das entspannende Rattern
des wie jeden Tag pünktlichen extralangen Schwerlastgüterzuges und das sich freundliche
Anhupen der Teilnehmer am individuellen, motorengestützen Personen- und
Güterkraftverkehrs zu vernehmen.
Aus der Ferne störten einige nicht aufeinander abgestimmte
Martinshörner die ansonsten sehr harmonische Geräuschkulisse. Doch
auch dies war nicht ungewöhnlich, befand sich doch die beeindruckend große
Neustädter Hauptfeuerwache in unserem Einzugsbereich.
Der Klang der mit Sonderrechten im Einsatz befindlichen
schweren Fahrzeuge wurde immer lauter, bis er schließlich in unmittelbarer Nähe
verebbte. Als am Weltgeschehen schon quasi Kraft meines Amtes interessierter
Staatsdiener dreht ich mich um und schaute aus dem Fenster. Da standen sie,
entlang der Kurve zu unserem Nachbargebäude. Die Straße vor unserer Außenstelle
wurde gerade gesperrt.
Uiuiuiui. Da war Gefahr im Verzug. Allerdings konnte ich
nicht sehen, was los war, denn das eigentlich Geschehen fand dann doch
außerhalb meines Blickwinkels statt. Ein Umstand, den es auch den zahlreichen
Kollegen zu vermitteln galt, welche sich in der nächsten Zeit in unserem Büro
einfanden, um einen Blick aus unseren Fenstern werfen zu können.
Natürlich erwartete ich angesichts der drohenden Gefahr aus
dem Nachbargebäude eine alsbaldige Evakuierung meiner Person. Rette mich wer
kann lautet die Devise. Aber nichts in der Richtung geschah. Nun denn, dann also nicht. Ich spürte bereits förmlich die Glut in meinem Rücken, aber ein Kapitän Staatsdiener
würde bis zuletzt an Bord bleiben über Anträge entscheiden, um dann in
treuer Erfüllung seiner Pflicht den einsamen Heldentod zu sterben. Immerhin gibt es bei
Ableben im Dienst einen Kranz von dem Herrn Geschäftsführer mit aufs feuchte
Grab. Den kann ich mir doch nicht entgehen lassen.
Also griff ich nach meinem Handy, welches mir in den letzten
zehn Jahre treue Dienste geleistet hatte, und tippte eine Abschiedsnachricht
ein, welche ich dann per Kurzmitteilungsdienst an die zweitbeste Ehefrau von
allen schickte.
Stunden vergingen, es wurde Mittag. Zumindest behaupteten
das die verschiedenen Uhren sowie der unsägliche Gute-Laune-Moderator aus dem
Radio. Die Sonne war trotz theoretischem Höchststand am verdunkelten Himmel schon nicht mehr zu sehen. Die
Feuerwehr blockierte weiterhin mit schwerem Gerät die Straße. Aber zumindest
wir hielten stand. Niemand sollte später in den Gedenkreden sagen, daß die
LASA-Mitarbeiter der Außenstelle Süd-Südwest zu Neustadt ihre Pflichten
vernachlässigt hätten, bloß weil eine Feuersbrunst sie zu überrennen drohte.
Schließlich erreichte mich eine Nachricht meiner
Angetrauten. Im Internetauftritt der örtlichen Tagespresse hätte sie gelesen, daß
es bei uns gar nicht brennen würde, sondern sich zwei Chemikalien im
Nachbarhaus unzulässigerweise miteinander verbunden und Gas ausgebildet hätten.
Meine Hitzewellen würden wohl eher von der gerade intensiver scheinenden Sonne
stammen.
Kann nicht sein. Bei uns war der Himmel wolkenverhangen.
Bestimmt eine Folge der Gasentwicklung, wenn es schon keine Rauchschwaden
waren, die den Himmel verdunkelten.
Und überhaupt: Gas! Die Hitzewellen konnten also nur Hallzuniationen
Hallozo Halluzinatidingens aufgrund des von mir bestimmt eingeatmeten Gases sein.
Schreckliche Sache.
Und während all dem hat unser öffentlich-rechtlicher
Hausmeister die Grünanlagen Minibeete vor dem Haus per Brandrodung vom Unkraut
Wildkraut befreit.
Wenn die Feuerwehr doch schon mal in der Gegend ist…
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