Wir saßen in unserer kleinen gemütlichen Höhe im
Schicksalsberg und arbeiteten friedlich vor uns hin, als ein Hinweis auf dem
Bildschirm sämtlicher LASA-Außenstellenmitarbeiter erschien. Dieser Hinweis
wies uns – wie es Hinweise so natürlicherweise zu tun pflegen – auf etwas hin.
Im konkreten Fall wurde durch den somit hinweisenden Hinweis darauf
hingewiesen, daß eine E-Mail von Dr. Strebsinger zu lesen war.
Uns wurde eine Zusammenfassung der Aktivitäten des
betrieblichen Gesundheitsmanagementes des LASA weitergeleitet, welches zuweilen
blinden aber erfolglosen Aktionismus an den Tag legt. Die grundsätzlichen
Probleme des Hauses ließen sich nur durch grundsätzliche Maßnahmen bereinigen,
welche aber durch den Herrn Geschäftsführer nicht gewünscht sind. Stattdessen
suhlt man sich damit, durch die Verteilung bunter Kugelschreiber zum
allgemeinen Wohlbefinden beigetragen zu haben. Wobei ich ausdrücklich anmerken
möchte, daß dies als Metapher zu sehen ist, denn niemals käme man auf den
Gedanken, uns tatsächlich bunte Kugelschreiber zuzugestehen. Wenn wir wirklich
mal bunte Kugelschreiber haben wollen, dann ist das eine Privatsache und aus
eben solchen Privatmitteln zu finanzieren. Aber immerhin versorgt man uns
inzwischen mit weitgehend kratzfreien und damit wirklich mal schreibtauglichen
Kugelschreiberminen. Das muß man einfach mal lobend anerkennen. Ich kann ja
nicht nur meckern, so etwas geht aufs Gemüt.
Die Azubinette laß sich den Text so aufmerksam durch, wie
man es von einer Azubinette erwarten darf. Anschließend wendete sich an die für
ihre Belange zuständige Mandy.
„Was soll ich denn jetzt damit machen?“
Mandys Meinung von unserem Gesundheitsmanagement ähnelte
meiner, doch war sie gerade in noch viel schlechterer Stimmung.
„Die kannst du behalten. Oder ausdrucken und mit aufs Klo
nehmen, dort damit die Wand tapezieren oder anderweitig verwenden.“
„…“
„Mandy?“
„Was?“
„Eine sachgerechte
anderweitige Verwendung scheint mir damit auf dem Klo nicht möglich zu sein.“
„Warum?“
„Unser Druckerpapier
ist viel zu glatt. Fast so glatt wie ein Kinderpopo.“
„Siehst du, Azubinette, noch nicht mal zum Arsch abwischen
taugt die E-Mail etwas.“
Was selbst bei kritischster Betrachtungsweise zweifellos zutreffend war.
(Video leider nur auf Englisch verfügbar)
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen
Es ist erlaubt und gewünscht, meine Beiträge zu kommentieren. Die Kommentare werden von mir moderiert. Kein Kommentar wird freigeschaltet, ohne daß ich ihn zuvor gelesen habe. Solltest du also vorhaben, hier herumzupöbeln, zu trollen oder dich sonst wie unangemessen zu äußern, so empfehle ich dir, die Arbeit zu sparen.
Haltet euch bitte an die Grundsätze eines anständigen Miteinanders, damit wir hier eine schöne Zeit zusammen verbringen können.
Wenn du auf meinem Blog kommentierst, werden die von dir eingegebenen Formulardaten (und unter Umständen auch weitere personenbezogene Daten, wie z. B. deine IP-Adresse) an Google-Server übermittelt. Mehr Infos dazu findest du in meiner Datenschutzerklärung und in der Datenschutzerklärung von Google.