Mit diesen Worten betrat der Ökoklaus mein Büro. Ja, ihr
habt lange nichts mehr über ihn gelesen, aber es gibt ihn noch.
„Eine Checkliste? Für
die Kaffeemaschine? Dann muß es wohl nötig sein.“
Im LASA werden wir mit immer mehr Checklisten zugedonnert,
die unsere gedanklichen Handgriffe eingrenzen und so die Qualität gewisser
Arbeiten verbessern wollen.
„Hat er wieder was
vermasselt? So wie damals die Sache mit den Kaffeeakten?“
„Das wäre doch was für dein Blog.“
„Stimmt, die
Geschichte steht auch schon lange auf dem virtuellen Merkzettel, aber ich habe noch
nicht die Kurve gekriegt, sie aufzuschreiben.“
„Na, dann mach mal.“
Also gehen wir es an.
Irgendwann vor langer Zeit… Na, wir wollen mal nicht
übertreiben. Aber ein Jahr ist bestimmt vergangen, seit ich meine von Frl.
Hasenclever geprüften und für korrekt befundenen Akten wieder auf meinem
Schreibtisch vorgefunden hatte und diese wieder als bei mir zur weiteren
Bearbeitung befindlich – und wenn es überwiegend auch nur um die Vorbereitung
zur Archivierung oder zum Wegschmeißen ginge -
ins VATeR eingetragen habe. Dabei fiel mir auf, daß eine nicht
unerhebliche Anzahl der Vorgänge durchaus beachtliche braune Flecken aufwiesen
und das derart verzierte Papier auch eine gewisse nicht mehr ganz so glatte
Struktur aufwies.
So geht man nicht mit meinen Akten um! Ich will die
ordentlich haben. Nicht unnötig geknickt, getackert, eingerissen und erst recht
nicht besudelt. Ich hasse unordentliche Aktenführungen, und dazu gehört auch
der äußere Eindruck.
Also marschierte ich etwas mussmutig zu Frl. Hsenclevers
Kemenate.
„Was haben Sie mit
meinen Akten angestellt? Ist Ihnen Ihre Kaffeetasse umgefallen?“
Frl. Hasenclever sah mich mit leichtem Grinsen an.
„Nö, aber Sven hat Kaffee mit meiner Kaffeemaschine gekocht,
als ich noch nicht da war.“
„Na und?“ wird sich der geneigte Leser nun überlegen. Dieser
sollte an dieser Stell vorbereitender und somit zweckdienlicher Weise erfahren,
daß die Akten, welche zur Kontrolle durch Frl. Hasenclever bestimmt sind, von
uns morgens in die Fächer eines Aktenbocks, also eines kleinen, mobilen
Regalschranks gelegt werden. Und auf der Platte, welche die oberste Etage dieses
Schranks bildet – steht neben einem Glas mit Süßigkeiten die Kaffeemaschine
nebst allem erforderlichen Zubehör.
„Na und?“
überlegte an dieser Stelle auch der Autor dieser kleinen Geschichte.
„Er hat ordentlich das Kaffeepulver aufgefüllt, die Maschine
angemessen mit Wasser betankt und eingeschaltet.“
„Na und?“
wiederholte ich meine gedankliche Fragestellung.
„Dann ist er erst mal zurück an seinen Schreibtisch
gegangen.“
„Na und?“ …ihr
wisst schon.
„Sven hat vergessen, die Kaffeekanne in die Maschine zu
stellen. Als ich gekommen bin, war der ganze Aktenbock von Kaffee geflutet.“
Ähm, ja.
Und damit ist der Auftrag des Ökoklaus nunmehr auch
abgearbeitet worden.
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