Wir trafen uns wieder zu unserem vierwöchentlichen
Spielenachmittag. Dieses Mal sogar in Vollbesetzung, also die zweitbeste
Ehefrau von allen, Frl. Hasenclever, Sven, Ludwig und Raissa. Und natürlich
meine Wenigkeit. Die Altersspanne der Teilnehmer ist schon weit gesteckt, bin
ich doch älter als Luwig und Raissa zusammen.
Auf Wunsch der zweitbesten Ehefrau von allen
hatte ich einige Spiele aus grauer Vorzeit ausgegraben. Wir starteten die Runde
mit dem guten, alten Spiel des Lebens in einer der ersten deutschen Versionen. Es ist ein dem Grunde
nach einfaches Familienspiel, welches ohne viel Finessen auskommt. Nach
Jahrzehnten ist es mal wieder ganz lustig zu spielen gewesen, entspricht aber
nicht mehr so ganz den heutigen Ansprüchen an Brettspielen. Da war schon
einiges an Nostalgie unterwegs.
Es ging weiter mit Querdenker. Bei dem
Spiel geht es darum, einen zuvor etwas eingegrenzten Begriff anhand von 20 Aussagen zu erkennen. Die Aussagen sind mitunter mehrdeutig,
aber sobald man die Lösung kennt doch stets nachvollziehbar.
Dachte ich.
Mir ist durchaus bewusst, daß es Spiele gibt,
deren Regeln zwar einer gewissen Zeitlosigkeit unterliegen, der Teufel aber mitunter im
Detail steckt. In einem anderen Spiel aus meiner jahrzehntelang zusammengetragenen Sammlung, bei dem es darum geht, Meinungen von
Mitspielern zu erraten, wird zum Beispiel die Frage gestellt, ob man der
Ansicht sei, daß die Rolling Stones auch mit 60 Jahren noch Musik machen. Ich
kenne mich da ja nicht ganz so aus, bin aber der festen Überzeugung, daß sich
diese Fragekarte im Jahr 2018 durch Zeitablauf bereits doch ein wenig überlebt hat...
Hier aber war es anders. Bestimmte Begriffe
funktionierten in der Runde gut, aber dann kamen doch unerwartete Probleme. So
konnten unsere Youngster mit dem Spruch „Eulen nach Athen tragen" und
dessen anschließend von mir vorgetragenen Erläuterung des Sinns und des
Zustandekommens überhaupt nichts anfangen.
Dann kam die Frage nach einem bestimmten Tier.
Bekannt aus Film und Fernsehen. Lassie! Ludwig kannte Lassie nicht. Lassie, der
Inbegriff des Film- und Fernsehhundes schlechthin. Ja, es gibt noch Rin Tin Tin und Boomer, den Streuner, welcher mir als Kind noch am besten gefallen hat. Aber Lassie - hallo. Dafür kannte er Flipper. Ist ja
schon mal was. Nur kein Hund. Aber das war zumindest klar. Außerdem habe ich jetzt mal wieder die Gelegenheit darauf hinzuweisen, daß ich Flipper doof finde.
Auch der nach Lösung der Aufgabe, bei der ein
bestimmter dunkelhäutiger Musiker gesucht wurde, von mir erzählte alte Spruch
"Hast Du die Frau von Stevie Wonder schon mal gesehen? Er auch
nicht!" stieß ins Leere. Ist Stevie Wonder wirklich schon in Vergessenheit
geraten?
Und zu guter Letzt zeigten sich Auswirkungen
des technologischen Fortschritts. Wenn man noch nie mit einem Fieberthermometer
zu tun hatte, welches auf Quecksilberbasis arbeitet, kommt man auch nicht mit
dem Umstand zurecht, daß man es zur Senkung der Temperaturanzeige nach unten
schütteln muß.
Ja, die Dinge ändern sich. Das ist mir wieder
sehr bewusst geworden.
PS: Es gibt sogar Videos, welche zeigen, wie man ein Quecksilberthermometer herunterschlägt?!
genial dieses Video... hast du deinen daran interessierten Zuhörern aber auch klar gemacht dass das Quecksilber darin gefährlich ist wenn es durch unachtsamkeit seine Hülle verlässt?:-)) auch ich bin zu "alt" für diese Welt wenn man die heutige digitale Technik beim OHR hinhalten dieses Piepsding das auch nicht immer funktioniert aushalten muss auch wenn es bis ins Trommelfell quält!#Tja, ich denke , mit der technik der digitalen Welt werden wir in Zukunft leben müssen, die paar die davon wenig Ahnung haben!!!lacht Angel... genilaer beitrag des Vorgestrigen!!!!
Was das Quecksilber angeht, habe ich auf den Chemieunterricht gesetzt. He, einmal Realschule und einmal Abitur. Da setze ich so etwas voraus. :-D
Mir ist mal ein Quecksilberthermometer kaputt gegangen. Das ausgelaufene Quecksilber sah wirklich interessant aus.
Die digitale Welt hält den nächsten Schrecken für mich bereit. Im Laufe des nächsten Jahres werden wir auf das papierlose Büro umgestellt. Wo soll ich denn dann meine Prüfhäkchen machen?
Es gibt PDF-Formulare, auf denen man abhaken/schreiben usw. und die veränderte Version abspeichern kann. Ich war in einem papierlosen Büro, es war mit Einhaltung von ein paar Grundregeln nicht wirklich schwer. Ich war allerdings Weltmeister im Hochgeschwindigkeits-Scannen und Dateien-Umbenennen... Jetzt bin ich wieder in einem Büro, in dem soviel Papier verschwendet wird, dass ich jeden Tag mehrfach ausflippen könnte. Was der ganze Ablagemist Platz braucht, meine Güte! Was man Zeit vertut, um den Mist abzulegen. In der Zeit könnte man Sinnvolleres tun.
Eine PDF-Lösung wird es uns definitiv nicht werden. Und bei Akten mit dreistelligen Seitenzahlen habe ich auch weiterhin eine gewisse Besorgnis. Keine Panik, aber eben Besorgnis.
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Das Video zum Thermometer ist schon fast oscarverdächtig. Auf so eine Idee kommt man als einfacher Durchschnittsbürger gar nicht erst.
AntwortenLöschenVielleicht ist das ja auch Kunst?
Löschengenial dieses Video...
AntwortenLöschenhast du deinen daran interessierten Zuhörern aber auch klar gemacht dass das Quecksilber darin gefährlich ist wenn es durch unachtsamkeit seine Hülle verlässt?:-))
auch ich bin zu "alt" für diese Welt wenn man die heutige digitale Technik beim OHR hinhalten dieses Piepsding das auch nicht immer funktioniert aushalten muss auch wenn es bis ins Trommelfell quält!#Tja, ich denke , mit der technik der digitalen Welt werden wir in Zukunft leben müssen, die paar die davon wenig Ahnung haben!!!lacht Angel...
genilaer beitrag des Vorgestrigen!!!!
Was das Quecksilber angeht, habe ich auf den Chemieunterricht gesetzt. He, einmal Realschule und einmal Abitur. Da setze ich so etwas voraus. :-D
LöschenMir ist mal ein Quecksilberthermometer kaputt gegangen. Das ausgelaufene Quecksilber sah wirklich interessant aus.
Die digitale Welt hält den nächsten Schrecken für mich bereit. Im Laufe des nächsten Jahres werden wir auf das papierlose Büro umgestellt. Wo soll ich denn dann meine Prüfhäkchen machen?
Es gibt PDF-Formulare, auf denen man abhaken/schreiben usw. und die veränderte Version abspeichern kann. Ich war in einem papierlosen Büro, es war mit Einhaltung von ein paar Grundregeln nicht wirklich schwer. Ich war allerdings Weltmeister im Hochgeschwindigkeits-Scannen und Dateien-Umbenennen...
AntwortenLöschenJetzt bin ich wieder in einem Büro, in dem soviel Papier verschwendet wird, dass ich jeden Tag mehrfach ausflippen könnte. Was der ganze Ablagemist Platz braucht, meine Güte! Was man Zeit vertut, um den Mist abzulegen. In der Zeit könnte man Sinnvolleres tun.
Eine PDF-Lösung wird es uns definitiv nicht werden. Und bei Akten mit dreistelligen Seitenzahlen habe ich auch weiterhin eine gewisse Besorgnis. Keine Panik, aber eben Besorgnis.
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