Samstag, 5. Mai 2012

Von Cola und schöneren Dingen

Muss ich mir Sorgen um meinen Feinkosthändler machen? Hat er seine Rechnungen nicht bezahlt und wird nun nicht mehr beliefert? Da schlage ich doch heute auf der Flucht vor dem Regen in unserer örtliche Filiale von Feinkost Albrecht auf, und was sehe ich? Einen geplünderten Laden! Wurden die Wandalen wiederbelebt und haben sich auf ihrem Marsch nach Rom in unsere verschlafene Gegend verirrt? Die Regale waren geplündert. Sämtliche. Na ja, fast. Überall. Beinahe zumindest. Man kann es aber einfach nicht anders nennen. Vereinzelte Reste in Teilbereichen sorgten für etwas Farbe in dem ansonsten eher tristen Regaldesign.  Ein Nachschub-LKW war auch weit und breit nicht aufzufinden.

Da musste ich den Laden doch tatsächlich wieder verlassen, obwohl die Sektion A wie Albrecht auf meinem Einkaufszettel nur zu einem Drittel abgearbeitet war. Aber falls es euch tröstet: Ich konnte noch einen bis zum nächsten Wochenende ausreichenden Vorrat meines Lebenselixiers ergattern – nämlich die gute Top Star Cola light. Yeah, ein Getränk für echte Kerle, das mir hier zu Hause auch niemand streitig macht. Tatsächlich habe ich erst eine Person getroffen, die das Zeug auch trinkt. Prost Katja, mit dir teile ich meinen Vorrat doch gerne, wenn du uns mal wieder heimsuchst.

Dann im Regen nach Hause, und schon stellt sich die Frage aller Fragen, die da lautet: Gibt es was schöneres, als den Wagen, der aus unerfindlichen Gründen von der zweitbesten Ehefrau von allen Balduin genannt wird, während strömenden Sonnenscheins in seiner flüssigsten Darreichungsform zu leeren, da das ganze kühlpflichtige Zeug sich einen Dreck darum schert, ob sein neuer Besitzer bei dem verzweifelten Versuch, die Kühlkette nicht zu lange zu unterbrechen, klatschnass wird oder nicht? Und das alles in dem Bewusstsein, dass man sich für seine daheim gebliebenen Lieben, die allesamt noch in Morpheus Armen liegen, gerne aufopfert? Auf diese Frage kann es nur eine Antwort geben. Aber die verrate ich euch nicht.


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