Dienstag, 22. Oktober 2013

Vegetariertag - 2. Akt

Stunden später. Eine Tüte erschien in meinem Büro, getragen von Sven, begleitet von einem aufgeregten Frl. Hasenclever (Reihenfolge der Aufzählung nach Wichtigkeit der Beteiligten). Die Tüte fand ihren Weg zu mir und meinem Tisch und enthielt zweifelsfrei den von mir ersehnten Döner.

„Sie wollen den doch jetzt wohl nicht essen?!“

Frl. Hasenclevers von einer Erkältung in Mitleidenschaft gezogene Stimme krächzte durch den Raum.

„Aber selbstverständlich will ich den essen. Und zwar jetzt und sofort.“

„Heute ist Welt-Vegetariertag.“

„Ja, hat Sven schon erzählt. Und ich hoffe sehr, daß die extra große Ladung Fleisch in dem Brot hier nicht getarntes Sojazeug ist. Außerdem stammt dieses Fleisch hier vom Lamm und ist damit nur weiterverarbeitetes und somit veredeltes Grünfutter.“

„MÄNNER! Mein Freund sagt das auch immer. Nur bezogen auf Milch. Er trinkt keine Milch, isst aber Joghurt und Käse.“

„Sehen Sie. Also wird da wohl was dran sein. Denken Sie mal drüber nach. Und nun husch husch, zurück in ihr Büro. Ich bin mit wichtigen, eilbedürftigen Dingen beschäftigt.“

Endlich hatte ich Zeit und Ruhe für meinen Döner. Dieser schien vom Dönermann-Praktikanten gepackt worden zu sein. Andauernd sind Bestandteile rausgefallen. Meistens auf untergelegtes Papier aus meiner Müllkiste für dennoch datenschutzwürdige Schriftstücke, gelegentlich jedoch auch beim Abbeißen – und damit auf mein Shirt. Mistding. Aber ich habe gekämpft. Und ich habe gewonnen. Da hegt hier wohl niemand einen ernsthaften Zweifel dran, oder?!


(wird fortgesetzt)


2 Kommentare:

  1. :-) - da fällt mir ja gleich mein Müslilöffel aus der Hand! Ich wünsche dennoch einen guten Appetit. Dieser Blog ist auch nach meinem Geschmack! Sei gegrüßt Paterfelis! ST.

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Hier werden auch vermutete Vegetarier willkommen geheißen.

      *denMüslilöffelwiederaufhebundStumtaenzeringeb*

      Schön, daß es dir hier gefällt.

      Löschen

Es ist erlaubt und gewünscht, meine Beiträge zu kommentieren. Die Kommentare werden von mir moderiert. Kein Kommentar wird freigeschaltet, ohne daß ich ihn zuvor gelesen habe. Solltest du also vorhaben, hier herumzupöbeln, zu trollen oder dich sonst wie unangemessen zu äußern, so empfehle ich dir, die Arbeit zu sparen.

Haltet euch bitte an die Grundsätze eines anständigen Miteinanders, damit wir hier eine schöne Zeit zusammen verbringen können.

Wenn du auf meinem Blog kommentierst, werden die von dir eingegebenen Formulardaten (und unter Umständen auch weitere personenbezogene Daten, wie z. B. deine IP-Adresse) an Google-Server übermittelt. Mehr Infos dazu findest du in meiner Datenschutzerklärung und in der Datenschutzerklärung von Google.