Mittwoch, 20. Juli 2016

Von der Abwendung eines Weltunterganges

Damals, vor dem großen Umzug...

Es gibt viele Geschehnisse, welche einen potentiellen Weltuntergang auslösen können.  Oder als Vorbote eines Weltunterganges gedeutet werden können. Irgendwie scheint es zwischen den Ereignissen eine gewisse Verbindung zu geben. So habe ich zum Beispiel immer behauptet, daß der Weltuntergang bevorsteht, wenn Smilla mal statt zur zweitbesten Ehefrau von allen zu mir ins Bett kommt, um an mich angekuschelt Teile der Nacht zu verbringen.

Vor ein paar Wochen ist das dann auch mal geschehen. Ich habe es gar nicht direkt gemerkt, aber meine Angetraute ist nochmal ins Schlafzimmer gekommen, bevor sie ihrerseits das Bett im Mädchenzimmer aufgesucht hat, weil sie noch etwas von hier benötigte. Ich lag schon dösend in meinem Bett und verspürte deutlich, daß eine Katze sich an mein Bein presste. Hier mutmaßte ich den Hauskater, weil dies hier eher seine bevorzugte Stelle war, aber die Reaktion meiner Angetrauten war da sehr eindeutig: Es handelte sich um Smilla.

Wie der scharfsinnige Beobachter feststellen darf, ist der Weltuntergang ausgeblieben. Zumindest so unmittelbar. Wir wollen da ja nicht kleinlich sein.

Aber es ist ein Zeichen, welches für die Zukunft Hoffnung gibt.

Vor ein paar Tagen in der Höhle im Schicksalsberg:

Mandy raschelte mit einer Akte.

„Oh oh!“

„Was?“

„Die Welt geht unter.“

„Warum?“

„Ich habe die wirklich allererste Akte vom Kollegen Bäcker zur Unterschrift vorliegen, in der er nichts falsch gemacht hat.“

„Du meinst, er hat auf Anhieb alles richtig gemacht?“

„Ja.“

„Unfassbar.“

Mandy raschelte weiter.

„Oh, doch nicht.“

„Was hat er gemacht?“

„Er hat in einem Zusatz zum Bescheid noch Unterlagen angefordert, die hier schon längst in der Akte vorliegen.“

Wir grinsten uns an.

Der Weltuntergang findet nun doch noch nicht statt. Wir werden überleben.

Bis auf weiteres.



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