Dienstag, 19. Juli 2016

Noch eine klare Ansage

Ich saß am Neustädter Hauptbahnhof im Zug und wartete auf die Abfahrt. Direkt auf den Sitzen hinter dem Führerstand des Triebwagens hatte ich es mir gemütlich machen können. Die Tür zum Führerstand war offen. In dem kleinen Raum befanden sich zwei Lokführer. Man unterhielt sich über belanglose Dinge.

Als die Zeit zur Abfahrt gekommen war, kam es wieder zum üblichen Problem. Irgend eine Tür hatte sich nicht automatisch geschlossen. Auch nach der obligatorischen Durchsage, den unmittelbaren Türenbereich zu verlassen, damit die Sensoren kein Hindernis mehr wahrnehmen konnten, führte nicht zum gewünschten Erfolg.

Also ging einer der beiden Lokführer den Weg nach hinten, um kraft seines Amtes, seiner Person oder seines technischen Geschicks dafür Sorge zu tragen, daß die Fahrt mit nun bald verschlossenen Türen aufgenommen werden konnte.

Wieder zurückgekehrt, hörte ich den begleitenden Lokführer.

„Ich gehe ja nicht mehr nach hinten. Wenn die da im Eingang stehen, dann geht es eben nicht los. Beim letzten Mal, als ich gegangen bin, standen ein paar Typen an der Tür herum. Als Ergebnis der Diskussion lag ich sechs Wochen im Krankenhaus.“

Oh shit.



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