Dienstag, 14. Juni 2016

Nicht im Treppenhaus

„Paterfelis?“

„Ja?“

„Erinnerst du dich noch an Gestern?“

„Mir kommt es vor, als sei es gestern gewesen.“

„Wir haben doch zusammen Feierabend gemacht.“

„Japp.“

„Und sind zusammen mit dem Ökoklaus im Aufzug nach unten gefahren.“

„Stimmt.“

„Im Erdgeschoss wurden wir nochmal aufgehalten, weil Kollege Bäcker eingestiegen ist.“

„Ja, und ich raus musste, weil ich noch was ins Postzimmer bringen wollte.“

„Der Herr Bäcker ist dann die eine Etage mit uns runter in die Tiefgarage gefahren. Da habe ich ihn angefrotzelt, daß man in seinem Alter ja wohl noch die Treppe nehmen könnte.“

„Äh, ja. Und?“

„Da sagt der doch glatt und mit völligem Ernst, er wisse gar nicht, wo bei uns im Gebäude das Treppenhaus sei.“

Oh Mann! Unübersehbar zwei Meter links neben dem Aufzug, unmittelbar neben dem Gang zum Postzimmer.

Welchen er täglich auch mindestens zwei Mal benutzt.




Kommentare:

  1. Scheuklappendenken, seitens Herrn Bäcker.

    Der anonyme Torsten

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  2. Ähm, gibt es im LASA sowas wie Brandschutzübungen (anno dazumal: "Probealarm") und wann war die letzte? Spätestens bei diesem Anlass müsste er erfahren (haben), wo die Treppe ist, weil bei Feuer schließlich von der Nutzung der Aufzüge abgeraten wird...

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    1. Aber selbstverständlich gibt es im LASA Brandschutzübungen. Auch in den Außenstellen. Die sind schließlich gesetzlich vorgeschrieben. Die letzte dieser Übungen gab es in unserer Außenstelle vor 15 Jahren. Das kann ich ziemlich genau eingrenzen.

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    2. Bei uns gibts keine Brandschutzübungen, weil wir keine Notausgänge haben. Also keine extra ausgewiesenen. Die Notausgänge sind das reguläre Treppenhaus, aus Holz, und die Eingangstür, auch aus Holz.
      Vor Jahren wurde hier in der Stadt ein Bombenalarm bei der Sparkasse ausgelöst. Eine Dienststelle der Stadtverwaltung war auch im Sparkassenhochhaus einquartiert, und hat von dem Alarm erst erfahren, als die Feuerwehr und das THW einen Mitarbeiter der Verwaltung nach einem Dienstgang nicht wieder ins Haus ließen. Der hat dann drauf aufmerksam gemacht, dass man eine ganze Etage nicht evakuiert hatte. Nämlich die mit den Kollegen.

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    3. Mir fällt in dem Zusammenhang ein, daß man im Rahmen des abschließenden Kontrollgangs vor der Gebäude-leer-Meldung bei unserer damaligen Brandschützübung eine Kollegin gefunden hat, die im Putzmittelraum saß und Kreuzworträtsel gelöst hat. Und zwar so intensiv, daß sie noch nicht mal etwas von der Übung mitbekam.

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  3. Haha - das kommt mir z.T. so bekannt vor... Alarm nicht mitbekommen oder bewusst ignorieren (und gerade dann war's kein Probealarm - allerdings, wie sich dann glücklicherweise herausgestellt hat, ein Fehlalarm).

    Und ja, über eine gewisse vorgeschriebene Regelmäßigkeit solcher Events will ich gar nicht nachdenken. Seit wir eine eigens für dieses Themenfeld eingestellte Fachkraft haben, gibt es keine entsprechenden Übungen mehr. Ich vermute, die Wahrscheinlichkeit solcher Großschadensereignisse verhält sich umgekehrt proportional zur nach außen wahrnehmbaren Aktivität der mit der Sicherheit beauftragten Mitarbeiter. Oder so.

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    1. So was stört ja auch den geregelten Arbeitsablauf.

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  4. Oh - da fällt mir auf, dass mir beim Formulieren ein Fehler unterlaufen ist. Der Satz sollte nämlich eigentlich anders lauten, dann hätte "umgekehrt proportional" gestimmt. So wie es jetzt da steht, muss es "die Wahrscheinlichkeit solcher Großschadensereignisse verhält sich (hoffentlich) proportional zur nach außen wahrnehmbaren Aktivität der mit der Sicherheit beauftragten Mitarbeiter".
    Oh Mann. Ich weiß schon, weshalb ich gerade nicht blogge. Probleme bei der Satzkonstruktion. ;-)
    Ich wünsche ein schönes Wochenende allerseits (jedem/-r so, wie es für ihn/sie schön ist)!

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