Dienstag, 26. April 2016

Habt Ihr zu Hause Säcke vor der Tür?

Es gibt fraglos Situationen, die zu Fragen führen. Fragen, die sich Männer nicht beantworten können. Aber vielleicht die Frauen unter meinen Lesern. Sollte sich der eine oder andere mitlesende Mann doch zu einer Antwort berufen fühlen, dann nur her damit. Ich bin da nicht so kleinlich.

Von meinem Schreibtisch im LASA aus habe ich, so denn die Tür zur Höhle im Schicksalsberg weit genug offen steht, einen ungehinderten Blick auf den Zugang zur Damentoilette des Hauses. Ich weiß jetzt nicht, ob mir das was sagen soll. Im Restaurant möchte man ja auch nicht unbedingt seinen Tisch neben den Toilettenräumen haben. Aber das ist jetzt nun mal so.

Kommen wir zum Kern des Problems. Meinen Erhebungen zu Folge unterlassen 90 % der Toilettengängerinnen auf unserer Etage es, beim Verlassen der Räumlichkeiten die Tür hinter sich zu schließen. Dabei ist es ihnen, wie ich im Rahmen investigativer Ermittlungen, zu denen ich Betroffene befragt habe, sogar so, daß die Tür nicht mal dann verschlossen wird, wenn man weiß, daß sich noch eine Kollegin in der Kabine im Zustand der Verrichtung befindet. Nicht mal die Verbindungstür zwischen Vorraum und dem Raum des eigentlichen Geschehens findet irgendeine Beachtung. Die potentiell mögliche Geräusch- und andere Entwicklung könnte sich also in Einzelfällen nahezu ungehindert entfalten.

Gemeinhin wird ja behauptet, daß der Mann als solches es nicht so mit feinem Benehmen hat und diese Kunst eher Frauen zugeordnet wird. Hier scheint sich diese Theorie in Wohlgefallen aufzulösen.

Daher Frage ich: Warum ist das so? Wieso fühlen sich so viele Kolleginnen nicht dazu berufen, diese Tür beim Verlassen des Raumes richtig zu schließen?

Gebt mir Erleuchtung!



Kommentare:

  1. Wir haben im Büro am Unisexklo eine Tür, die, wenn man sie nicht aktiv zuzieht, immer wieder aufgeht. Weil das alte Haus so extrem schief und krumm ist. Zudem schließt sie auch so nicht immer richtig, es reicht also nicht, sie einfach in die generelle Richtung zu befördern... Da bleibt sie auch schon mal offen. Allerdings befindet sich das Klo direkt gegenüber vom Hauseingang. Und es steht nur eine Kloschüssel drin, nix mit Zwischentüren und so. Da gibt sich jeder etwas Mühe. Ich glaube, ich würde laufend "Tür zu" brüllen...

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    1. War da ein Architektengenie am Werk?

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    2. Vermutlich... Das Haus ist von ca 1920. Bergschäden haben ihm eine satte Schieflage verpasst. Und es ist noch aus Zeiten der Klos auf halber Treppe. Für die Erdgeschossabteilung ist das Klo also das unterste von dreien, direkt gegenüber der Haustür. Und es ist echt nur ein Kämmerchen, mit Standtoilette und Waschbeckchen. Dafür hat es aber Fenster und Heizung. Ich kann auch berichten, dass es von allen sauber hinterlassen wird. Das ist sonst ja durchaus nicht so üblich...

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  2. Hm. Also ich lasse solche Türen dann offen, wenn ich es aufgrund geopgraphischer Begebenheiten nicht schaffen kann, die Tür zu schließen, ohne sie nach dem Händewaschen noch einmal berühren zu müssen - bäh, das Ding pack ich nicht an, wer weiß, wer sich alles nicht die Hände gewaschrn hat!!!! *Brrrr*
    Fühlst Du Dich jetzt erleuchtet? O.O

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    1. Nein, denn die Kolleginnen ziehen die Tür ausnahmslos mit einer Hand zu, aber eben nicht so weit, daß das Schloß greifen würde. Also quasi ein ziehendes Anstuppsen.

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  3. ??? Also in meiner Anstalt ist es genau umgekehrt - die Damen achten peinlichst genau auf eine geschlossene Türe und die Herren, nun ja, vielleicht finden einige es toll wenn man sie im Vorbeigehen am Pissoir stehen sehen kann... brrrr... da gibt's immer wieder eine offene Türe... bis der Chef wieder über den Flur brüllt...

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    1. So hätte ich das generell auch erwartet. Aber bei uns ist ja auch das Herrenklo sauberer und macht sogar Bekanntschaft mit einer Klobürste, was auf dem Damenklo dem Vernehmen nach seltener vorkommt.

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  4. Also erleuchten kann ich Dich da nicht, eher verlautbaren, dass ich ähnliche Erfahrungen mit Kolleginnen machte.

    Mir ist das auch schleierhaft. Vielleicht tun sie das, damit der Raum besser auslüften kann? Oder damit sich die noch verbleibende Kollegin nicht alleine fühlt? Damit bei einem Brand schonmal die Tür offen ist, damit auch die letzte Dame ungehindert raus kann?

    Fragen über Fragen :-)

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    1. Der Fluchtgedanke bei Feuer ist interessant. Vor allen Dingen weil mir dabei einfällt, daß wir in den letzten 15 Jahren nur eine Brandschutzübung hatten. Vielleicht möchte man Handlungsbedarf signalisieren?

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  5. … die wohnen am Hang :-)


    VG vom weiblichen Part der Mitleser

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    1. Alle? Also Grundsätzlich denkbar wäre das hier im Hochgebirge ja durchaus, aber so viele? Wie komme ich jetzt zur Prüfung an die Personaldaten?

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  6. ?.?
    Also ich mach Badtüren in der Fremde immer zu, weil... äh... Bad ist unansehnlich.
    Zu Hause lasse ich dir Tür durchaus mal offen, wenn ich nicht drin bin - aber da stört das ja auch keinen außer mich. Und Mannmann lässt die Tür bei sich generell offen, aber das zählt nicht, weil manchmal wenn ich in seine Wohnung gehe und zwangsläufig zum Bad schaue (da kommt man geografisch nicht drumrum) - äh... sagen wir... die Tür ist immer offen. Egal ob "frei" oder "in Benutzung" - selbst wenn "unter Benutzung" eine stinkende Angeleigenheit ist. Ich find das ja grude, aber er mags so...

    Nebenbei:
    Mit etwas Geschick bekommt man JEDE Tür zu, ohne den Griff mit der Handfläche zu berühren - der Handrücken ist zum Beispiel kein besonders intensivgefährdeter Bereich, genauso wie Handgelenk oder Ellenbogen. Und im Zweifelsfall "ziehe" ich Tür mit dem Fuß nach... dann knallt es halt etwas. :P

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    1. Die Kolleginnen wollen aber bestimmt nicht hören, daß sie einen Knall haben. Und deswegen lassen sie es sein.

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  7. Also ich werfe mal folgende Theorie in die Runde:

    die Damen ziehen die Tür nicht ins Schloss, damit sie beim Verspüren des nächsten, drängenden Bedürfnisses einfach hineinstürmen können, ohne sich mit solchen Widrigkeiten, wie niederzudrückenden Türklinken befassen zu müssen.

    Immerhin könnte dieses Niederdrücken ein halbes Sekündchen Zeitverzögerung bedeuten und das könnte ja das Sekündchen zuviel sein ...

    LG
    Mechthilda

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    1. Eine durchaus interessante Theorie. Allerdings fürchte ich, daß sie auch nicht zutreffen kann. Im Büro gibt es einen ganz eindeutigen Frauenüberschuss. Die Quote liegt auf unserer Etage bei mehr als 3 zu 1 zu Gunsten der Frauen, Tendenz steigend. Die Toilettenquote liegt ohne Urinale für die Herren der Schöpfung bei 1 zu 1. Da geben sich unsere Damen schon fast - ich betone fast - die Klinke in die Hand.

      Von daher könnte es natürlich sein, daß man der nächsten Dame einfach nur den Zugang erleichtern will. Das halte ich aber für unwahrscheinlich, denn warum sollte man den Zugang zu einem Ort erleichtern, an dem alle denkbaren zu erreichenden Ziele anderweitig besetzt sind?

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  8. Schande, hatte beim lesen kurz die Befürchtung, dass wir zufällig doch Kollegen sind... Das Gleiche bei uns, wobei vielenach dem Gang auf die Örtlichkeit da raus stolziert kommen, als hätten sie gerade die Welt gerettet.Da bleibt keine Zeit für Türklinken oder Tür zutreten (so mach ich das... ich binMonk genug, um DIE Klinken nicht mehr anzufassen).

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    1. Wieso "Befürchtung"? Also echt!

      Aber zum Thema: Auch Weltenretter müssen sich erleichtern. Man kann es also nicht ausschließen. Die Methoden hinterfrage ich nicht. Aber so oft die Welt retten? Nötig wäre es ja, aber man kann ja ein wenig von dieser Arbeit den anderen überlassen. Unsere Damen stolzieren eher weniger. Da hechten einige aus der Hütte, als hätten sie dort drinnen erst den Dünnpfiff bekommen und wollten ihn woanders loswerden.

      Du meine Güte, meine hier mitlesenden Kolleginnen werden ab morgen nie mehr bei uns auf der Etage auf die Toilette gehen, wenn sie meine ganzen Beobachtungen hier mitbekommen. :-D

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  9. Mir ist das auch total wichtig, dass die Toilettentuer zu bleibt. Ausser ich bin gerade dabei dort aufzuraeumen / zu putzen (also zuhause im eigenen Klo), dann steht die Tuer offen bis alles fertig ist. Auf Arbeit haben wir das Phänomen aber auch. Toilette im Gang und wenn es in den Büros anfängt zu mueffeln hat wieder jemand die Tür aufgelassen. Frauenanteil auf Arbeit 97%.
    Hab schon die Begründung gehört, da drin muss gelüftet werden. Raum verfügt aber über Fenster und Belueftungsanlage. Die meisten wirken aber einfach in Eile oder gedankenlos, wenn sie heraus stürmen und die Tuer offen lassen.

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    1. Bei uns versucht man es jetzt mit einem Schild. Mal sehen, was wird. Doch da habe ich auch so meine Zweifel. Ist aber eine andere Geschichte; die gibt es demnächst.

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