Montag, 25. April 2016

Das etwas andere Buffet

Zur Organisation des im LASA vorhandenen ewig vorhandenen Zustandes der für abwesende Kollegen erforderlichen temporären Umverteilung aller anfallenden Arbeiten auf alle anderen  haben wir ein paar Regelungen zum organisatorischen Ablauf aufgestellt. Dazu gehört es, daß ein Kollege sich des Posteingangs des Abwesenden annimmt, diesen sichtet, die Post den zugehörigen Akten zuordnet und nach einem festen Verteilungsplan auf dem Schreibtisch eben dieser abwesenden Person zu einzelnen Päckchen gebündelt ablegt, damit der Rest der Anwesenden sich dann nur noch ihr Bündel abholen müssen.

An sich bin ich immer derjenige, der das im Falle von Rebeccas Abwesenheit erledigt, welche sich wiederum um den Posteingang von Herrn Harnischfeger zu kümmern habe. Da aber nun beide Kollegen mit ihrem Nichtvorhandensein glänzten, wäre es im Sinne unserer Regelungen ich gewesen, der sich da für beide ins Zeug legt. Dankenswerter Weise hat mir der Ökoklaus die Aufteilung für Rebecca abgenommen. So etwas funktioniert bei uns zumeist sehr harmonisch.

Ein paar Minuten,  nachdem ich den Ökoklaus mit dem Papierberg in Richtung Indien auf die andere Seite des Ganges hatte verschwinden sehen, kam er auch schon wieder zurück und hielt kurz bei mir an.

„Das Buffet ist angerichtet. Du kannst dich bedienen, es gibt wieder reichlich.“

Nö, heute musste ich mich nach ein paar Tagen der Vertretung für Frl. Hasenclever endlich mal wieder meinen eigenen Sachen widmen.

„Hast du da auch was Heißes angerichtet?“ erkundigte ich mich bei dem Ökoklaus nach dem Dringlichkeitsgrad dessen, was ich da vorfinden würde.

„Nein, nur Standard.“

„Also kalte Platte. Die hält sich auch bis morgen.“

Prioritäten sind wichtig im Leben. Ich sage es euch.



Kommentare:

  1. Und es wird auch Nichts so heiß gegessen, wie es auf den Tisch kommt.

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    1. Und ich bin auch nicht scharf auf eine gegenteilige Ursprungserfahrung.

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