Dienstag, 5. April 2016

Augen auf beim Trikot-Tausch - Die andere Dame

Nach ihrem peinlichen Auftritt im Zusammenhang mit den Trikotfarben der Blood Bowl-Figuren versuchte Mandy, sich bei mir als designierter Ligapräsident von eigenen Gnaden, also quasi der Sepp des LASA-Blood Bowls, wieder einzuschleimen, in dem sie mir meinen Dönerstags-Döner bezahlte. Eine sehr anständige Haltung, wie ich bemerken möchte. Nicht etwa Bestechung oder so. Auf keinen Fall. Ein Sepp besticht nicht und lässt sich auch nicht bestechen. Wo kämen wir denn da hin? Eben!

Nachdem wir unsere Döner ihren Bestimmungen zugeführt hatten, kamen wir natürlich nochmal auf die Ursache des Ganzen zu sprechen. Mandy brabbelte irgendwas von wegen, sie hätte nie behauptet, Multitaskingfähig zu sein.

Um mein Ego wieder etwas aufzubauen kam mir im Anschluß siedend heiß ein Gedanke. Ich wählte unter Nutzung der örtlichen Fernsprecheinrichtung eine Nummer, welche den in der Kemenate am anderen Ende des Ganges (Nein, nicht Indien! Das liegt auf der anderen Seite des Ganges. Ihr müsst schon aufpassen.) aufgestellten Empfangsapparat zu einer Lautgebung veranlassen sollte.

„Ja, Herr Paterfelis?“

„Frl. Hasenclever, welche Farbe hat das Trikot des von Ihnen genutzten Orkteams?“

„Ähm, mal überlegen. Wie grün sind die Orks denn?“

„Wie? Was? Wie grün die sind? Ork-Grün natürlich. Ein kräftiges, dunkles Grün. Die Schwarzorks Schwarzgrün. Was hat das denn jetzt mit den Trikots zu tun?“

„Ich bin gerade nicht im Internet.“

„Was hat denn das Internet wiederum damit zu tun?“

„Wenn ich die vor mir sehe, dann weiß ich sofort, welche Farbe die haben.“

„Ich auch! Dann sehe ich die ja schließlich.“

Ich stand kurz vor einem mittelschweren Herzinfarkt.

„Orange!“

Herzinfarkt abgewendet.

„Wenigstens irgend jemand, der hier Bescheid weiß.“

„War das etwa richtig? Ich habe nur geraten.“

Ich komme mir plötzlich so ernüchtert vor.




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