Samstag, 20. Februar 2016

Ist jetzt nicht wahr, oder?! (Teil 4 - Ein Ende, wie mein Deutschlehrer es geliebt hätte)

Nachdem ich mich wieder innerlich entgrinst hatte, was durchaus eine gewisse Zeit in Anspruch nahm, ist mir bewusst geworden, daß Herr Harnischfeger jetzt überhaupt nicht gesagt hat, was er eigentlich von mir wollte. Wahrscheinlich nur seine Geschichte loswerden.

Ich bekam nicht mit, wann und mit welchem Erfolg er wieder unser lauschiges Büro erreichte.

Die Tage vergingen, es wurde Freitagnachmittag.

Von dem Interview habe ich nichts gehört. In der Höhle zum Schicksalsberg hören wir den öffentlich-rechtlichen Sender, wie sich das in einer guten, ebenso öffentlich-rechtlichen Amtsstube für öffentlich-rechtliche Angestellte eben gehört. Nachdem ich entsprechende Erkundigungen eingezogen habe, ist Radio Powerplay wohl nicht so mein Ding.

Erzählt hat der Kerl auch nichts. Wird also nicht so prall gewesen sein. Vermutlich. Kann man drüber nachdenken. Nachgefragt habe ich jedenfalls nicht. Ich frage niemals nach. Womit mein alter Deutschlehrer ins Spiel kommt. Denn der fand Bücher mit offenem Ende ohnehin immer am besten. Eben weil man da noch drüber nachdenken könne.

Ich vermochte mich seiner Überzeugung nie so ganz anzuschließen.

Und wozu das jetzt alles?

Also holte ich wieder meine Hakenrolle aus der Schublade meines Schreibtischcontainers und ließ sie über die mir zur Prüfung zugewiesenen Vorlagen tanzen.

Diese Aufregung bringt mich noch um. 


(Ende)



Kommentare:

  1. Wah? Alles? Und was ist eine Hakenrolle? Sie können doch hier nicht so einfach enden!

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  2. Irgendwie verheimlicht mir mein Browser etwas. Ich bin mir ziemlich sicher, hier gerade was von MV gelesen zu haben in einer Komplettsammlung und auch kommentiert zu haben - und finde den Post nicht (mehr). War der alt oder ist der weg? Oder kommt der (noch) später?

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    1. Muß ein technisches Problem sein. Ich hatte freigeschaltet und geantwortet. Harren wir der Dinge, vielleicht entscheidet sich die Technik wieder anders.

      Zur Wiederholung: Die Spekulationen um die Hakenrolle werden hiermit freigegeben.

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  3. WAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAS?
    Und ich soll jetzt hier vor Neugier sterben oder was?

    ...

    Paterfelis ich HAAAAASSE dich! Du bist so'n Arschloch! Jaja!

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    1. Wie ich im zwischenzeitlich von der Technik verschluckten Kommentar geschrieben habe: Das ist das reale Leben. Und ihr dürft daran teilhaben. Ist das nicht toll?

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  4. Was ist das hier? Blog mit Erinnerungslücken? ;) Technik hat Post verschluckt, jaja.

    Und als Hakenrolle kenne ich nur so'n Seilzug mit einem Karabiner(-Haken) dran. Oder vielleicht noch die Haken auf einer Klettrolle. Aber wofür brauchen Sie sowas im Büro? Echt jetzt - raus mit der Sprache!

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  5. Hakenroller = Kugelschreiber (bzw. Rollerpen, Rollerball, ballpoint-pen oder wie auch immer diese Schreibgeräte heutzutage im Alltags-Denglisch genannt werden?
    Weil die Tinte (oder eine andere synthetische, colorierte Schreibflüssigkeit) mittels einer beweglich gelagerten Kugel auf die zu beschriftende Oberflächte transferiert wird und man durch "Abhaken" mit Bürowerkzeugen dieser Funktionsweise die durchgeführte Sichtung und Freigabe der zu kontrollierenden Unterlagen dokumentiert?

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    1. Nein, das erscheint mir etwas ineffektiv.

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    2. Okay, dann bin ich auch ratlos. Allerdings auch diesbezüglich, inwiefern Abhaken ineffektiv ist?
      Arbeiten Sie eigentlich schon mit der e-Akte?

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    3. Stellen Sie sich eine Tapetenrolle vor, die auf der Oberfläche glatt ist - bis auf ein paar angebrachte Erhöhungen, welche wie ein Stempel funktionieren. Fahren Sie mit der Rolle einmal durch das Stempelkissen und anschließend über das Ihnen vorgelegte Papier. Dann haben Sie effektiv mit der Hakenrolle abgehakt. :-D ;-)

      Die elektronische Akte gibt es bei uns im Haus, ist allerdings unterschiedlich stark verbreitet. Es ist noch sehr abhängig von dem Fachbereich, in dem sie zum Einsatz kommt. Im Laufe der nächsten paar Jahre soll allerdings überall und komplett umgestellt sein. Eine Horrorvision, wenn man mich fragt.

      Mit bestimmten Fällen hätte ich da jetzt kein Problem und begrüße die Einführung sogar, aber das, was zur Zeit meinen Arbeitsschwerpunkt ausmacht, kann ich mir als E-Akte nur schwer vorstellen.

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    4. Ich sehe gerade, daß ich Tapetenrolle geschrieben habe. Ich meine natürlich diese kleinen Andruckrollen, die man beim Tapezieren verwendet.

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