Dienstag, 9. Februar 2016

Die Geschichte zum Gedanken - Pralinen

Die zweitbeste Ehefrau von allen und ich hatten am vergangenen Wochenende die Gelegenheit, endlich mal wieder knoblauchhaltiges Essen nicht nur herzustellen sondern auch sachgerecht damit umzugehen. Während wir am Samstag ein paar Burger grillten und diese sowie die selbstgekochte Sauce entsprechend mit einer noch vorhandenen eher harmlosen  Knoblauchpaste eines Markenherstellers aufpeppten, sollte es am Sonntag einen Pestobraten geben, welcher mit in natürlichem Zustand von uns zuvor beschafften Knoblauch aufgepeppt wurde. 

Schon gegen Mittag bin ich während eines gelangweilten Klickens durch eine der wohlbekannten Rezeptesammlungen über etwas Interessantes gestolpert: Knoblauchsuppe. Wir hätten ja alles da gehabt, um eine solche eben frisch herzustellen. Dennoch habe ich Abstand davon genommen. Zunächst mal. Aber das Rezept ist vorgemerkt.

Nachdem ich dann zu der gebotenen Uhrzeit zwei der kleinen Knollen einer Sorte, bei welcher sich eben jene Knolle nicht in weitere Zehen unterteilte, zerkleinert hatte, probierte ich den Knoblauch vor, indem ich zwei oder drei der von mir erschaffenen Miniwürfel auf die Zunge legte. Holla die Waldfee, der war scharf. Mir brannte es fast ein Loch in die Zunge.

So muß es sein.

Und leider musste das ganze gute Essen am gleichen Tag verputzt werden, denn die nächste Gelegenheit zu einem Knoblauchtag, an dem wir eventuelle Reste verwerten könnten, ist erst in ein paar Wochen. Einfrieren war auch keine Option, da der Eisschrank gerade voll ist. So ein Pech aber auch…

Nachdem wir den Gedanken verworfen hatten, zu unser beider Betten eine Wasserleitung zwecks Tilgung des in der Nacht zu erwartenden Durstes Rachenbrandes zu legen, verschwanden wir dann so zur Nachtruhe und wussten, daß ein eventueller Einbrecher die Hütte nach einem ersten Atemzug panikartig wieder verlassen hätte.

Die Katzen habe es übrigen mit schiefem Blick aber dennoch in einer gewissen Art von Würde ertragen.

Was hat des jetzt mit Pralinen zu tun?

Natürlich nichts.

Aber hier einfach nur einen Zweizeiler rauszuhauen, in dem ich beschreibe, daß wir uns vor ein paar Tagen mal eine Schachtel belgischer Pralinen gegönnt habe, die aber im Ergebnis teilweise schon über deren Konsistenz und auch geschmacklich nicht so ganz unser Wohlwollen gefunden haben, fand ich dann auch etwas zu schmal.



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