Donnerstag, 11. Februar 2016

Die Geschichte zum Gedanken - Marty ist ein Arsch

Wie hier immer wieder mal erwähnt wird, hat die zweitbeste Ehefrau von allen unser als Monster bekanntes Sofa einst um einen Anbau, den so genannten Balkon, erweitert.

Dieser Balkon erfreut sich bei der Katzenbande großer Beliebtheit. Die Zeiten, zu denen sich die einzelnen Angehörigen der Katzenbande den Balkon friedlich geteilt haben, sind allerdings vorbei. Wobei anzumerken ist, daß der Wille zum Teilen auch früher nicht so übertrieben groß ausgeprägt war.

Es hat ein sich stetig wiederholendes System etabliert.

Wenn Smilla oder Lilly den Balkon nutzen wollen, dieser aber schon belegt ist, suchen sie sich einfach einen anderen Platz. Dies allerdings nicht, ohne nicht immer wieder einen Blick zu riskieren, ob sich der Belegungszustand nicht vielleicht doch… nein, alles wie gehabt.

Liegt Smilla auf dem Balkon, während sich in Marty der Wunsch regt, selbiges zu tun, bleibt sie stur und schaut konsequent sonst wo hin, als ob es keinen Marty geben würde. Marty kapituliert dann regelmäßig und verzieht sich auf die Sessellehne. Ich weiß ja nicht, ob da geschwisterliche Zuneigung im Spiel ist. Auf jeden Fall zieht er den Kürzeren.

Liegt allerdings Lilly auf dem Balkon, bewegt sich Marty einfach ein Stück weit auf den freien Restplatz. Je nach Gemütslage prügelt Lilly auf ihn ein, um dann zu verschwinden. Oder aber sie verschwindet direkt. Lillys Prügel wird von Marty geflissentlich ignoriert. Sobald Lilly verschwunden ist, rollt er sich auf dem Balkon zusammen und es herrscht Ruhe.

So ganz unbeeindruckt scheint Marty von Lillys Hieben allerdings nicht geblieben zu sein, denn inzwischen drängt er sich nicht mehr mit dem Kopf voran auf den Balkon, sondern parkt eher rückwärts ein. Das Endergebnis ändert sich dabei nicht; Lilly räumt den Platz.

Letzten Donnerstag war Marty allerdings derb drauf. Wie immer hat der kleine Drecksack Lilly auf seine überaus subtile Art vom Balkon vertrieben. Nachdem es sich Lilly irgendwo anders bequem gemacht hat, hat auch Marty den Balkon wieder geräumt. Das ist so in der Vergangenheit auch immer wieder mal vorgenommen. Dieses Mal hat sich das Spiel aber innerhalb von 20 Minuten drei Mal wiederholt. Und das ist neu.

Wenn er mit Lilly kuscheln wollte, hätte er es auch an den anderen Orten versuchen können. Natürlich erfolglos, den Lilly will nicht mit ihm kuscheln. Was er an sich inzwischen auch begriffen haben dürfte.

Da soll mir mal einer sagen, Tiere hätten keinen Sinn dafür, andere einfach nur mal ärgern zu wollen.



Kommentare:

  1. Doch doch, den haben sie, den Sinn … und ziehen es auch durch! :-)

    PS Und einen etwas anderen Humor haben sie auch.

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    1. Ich erinnere mich mit Wehmut, wie Sally früher Lucy im Katzenklo festgesetzt hat und ihr jedes Mal eine gezogen hat, wenn sie raus wollte. :-) Und wie Daisy das später mit Sally gemacht hat.

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  2. Ist das dann so ein episches Katzen zu schlagern? Also die Tatzen fliegen in Millisekundentakt auf den Feind nieder, es werden erstklassige Kombos benutzt, neu ausgedacht und direkt umgesetzt und dieser spezielle Saiyajin-Blick liegt in Lillys Augen?

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    1. Sagen wir mal so: Ich empfinde es als interessant zu beobachten, wie unterschiedlich die einzelnen Katzen an eine Auseinandersetzung herangehen, welche miesen Tricks manche aus dem nicht vorhandenen Ärmel ziehen. Meistens ist es ja auch in wenigen Sekunden nach ein paar Drohungen entschieden und vorbei. Ernsthafte Prügeleien habe ich hier nicht mehr gesehen, seit Lilly noch von Daisy erzogen werden musste.

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  3. Das ist der halbe Spaß beim Katzen-mama sein...zuschauen, wie unterschiedlich die Tricks sind. Meine kleine, leider verstorbene Emily hat jedes Versteck genutzt, um daraus hervor zu springen und ihren megacoolen Bruder zu Tode zu erschrecken. Die jetzige Bande hat es eher mit den Verfolgungsjagden. Wobei man aufgrund der Rundenlauf-Möglichkeit in der Wohnung nie weiß, wer da wen verfolgt. Ich glaub, sie wissen das auch nicht so recht.

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