Montag, 4. Januar 2016

Eilmeldung - Junge Mutter stellt sich quer

Neustadt

Mitten im Feierabendverkehr verursachte eine junge Mutter ein Verkehrschaos im Fußgängertunnel des Neustädter Hauptbahnhofs. Mit ihrem Kinderwagen stoppte die Frau an der bekannten Engstelle kurz vor der Rolltreppe und dem Aufzugsschacht zu Gleis 7 unvermittelt und stellte sich unter großräumiger Nutzung der an dieser Stelle knapp bemessenen Wegefläche quer zur allgemeinen Laufrichtung vor die Tür des Aufzugs.

Nachfolgende Passanten mussten aus den hier insbesondere zu dieser Uhrzeit üblichen höheren Geschwindigkeiten abrupt bremsen. Den in den vorderen Reihen befindlichen Fußgängern gelang es, knapp unter Nutzung der eng begrenzten Freifläche mit entsprechend improvisierten akrobatischen Bewegungen zwischen dem vorderen Teil des Kinderwagens und dem Aufzugsschacht vorbeizuhuschen, um nicht vom nachfolgenden Verkehr gerammt zu werden. Dabei wurde der Kinderwagen leicht touchiert.

Die junge Mutter machte ihrer Empörung mit einem „Können Sie nicht aufpassen?“ Luft, welches ein Passant mit „Selber mal Gehirn einschalten.“ quittierte. Das nachfolgende „Ich darf hier stehen, du Arschloch.“ dürfte der Unfallbeteiligte nicht mehr vernommen haben, da er sich bereits über die Rolltreppe zu Gleis 7 vor der tobenden Frau in Sicherheit gebracht hat. Dem gleichzeitig ausgestoßenen Gebrüll des Kleinkindes konnte kein verständlicher Sinngehalt zugeordnet werden. Vermutungen von Beobachtern aus dem näheren Umfeld des Geschehens deuten jedoch auf die Interpretation „Mama, du hast sie nicht alle!“ hin.

Der sich aufstauende Fußgängerverkehr wurde über die Gegenspur hinter dem Aufzugsschacht umgeleitet.  Ein direktes Erreichen der Rolltreppe zu Gleis 7 aus Richtung City war nach dem Vorfall bis zum Verschwinden von Mutter und Kinderwagen in der Aufzugskabine nicht mehr möglich.



Kommentare:

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    1. Etwas tussig angehaucht war sie, aber als Schackeline hätte ich sie nicht wahrgenommen. Die Welt wird immer mysteriöser.

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  2. Am besten so voller Wucht reinrennen, dass der Kinderwagen umkracht und das Gör sich verletzt. Haben Beide nicht besser verdient. -.-
    *hasst so Menschen*

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    1. Na ja, das Kind kann ja nichts dafür - also mit doppelter Wucht auf die Mutter.

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    2. Präventiv Paterfelis, präventiv.

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    3. Was bist du denn für ein toller Held, Wölfchen.
      Hat dich deine Mutter zu heiß gebadet?

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    4. Die Mutter mag ja dämlich sein, aber dazu aufzurufen, ein Kind zu schädigen, in diesem Fall vermutlich sogar ein Baby, das ist schon unterste Schublade. So tief zu sinken ist schon eine Kunst.

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    5. Misanthropin mit tiefster Abneigung gegen Kinder und krankheitsbedinger Impulskontrollstörung. Und von Paterfelis bezeichnete Menschen potenzieren das auch noch.
      Aber keine Sorge Lady: Im wahren Leben wird das nicht ausgelebt. Hunde und Wölfe die bellen, beißen nicht.

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    6. Und damit schließen wir diesen Kommentar-Thread.

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  3. Super.
    Ich frage mich schon seit Ewigkeiten, warum Menschen sich immer an der engsten Stelle versammeln müssen.
    Rätselhaft.

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    1. Liegt vielleicht am Kuschelfaktor.

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    2. Bei uns in der Straße ergibt sich oft folgendes Bild:
      Ich wohne am Stadtrand und bei uns ist die Strasse unterteilt in einen breiten Fußweg, einem Fahrradweg und der Straße. Es ist eine Anwohner Strasse. Am Anfang eine Eisdiele und in der Mitte eine Gut gehende Arztpraxis für die Damenwelt. Es vergeht kein Tag an dem man keine verbale Auseinandersetzung mit einem leckenden Individuum oder einer Frau mit Kinderwagen und Handy am Ohr hat. Ratet mal auf welchem der drei Möglichkeiten der Wegewahl sich die meisten fortbewegen? Das Geschrei must ihr hören wenn man versucht die Leute auf ihre falsche Wahl mittels akustischen Signalen (ist im Auto ja so eingebaut ) hinzuweisen. Da wird man beschimpft und teilweise bedroht. Manchmal würde man am liebsten Vollgas geben. Aber das ist verboten und die Blut flecken gehen so schlecht von der Frontscheibe ab. Bei den Eis leckenden Individuen kann man es wegen Gehirnfrost ja teilweise noch verstehen aber manchmal frage ich mich ob die Frauen bei der Geburt auch ihr Gehirn mit raus gepresst haben.

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    3. Scheint mir mehr eine Folge der in den 80ern etablierten Ichichich-Gesellschaft zu sein.

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  4. Sehr guter Post. Glückwunsch.

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  5. Ichichich-Gesellschaft? Hab ich ja noch nie was von gehört ...

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    1. Das ist eine für mich sehr treffende Bezeichnung der gesellschaftlichen Entwicklung seit der konservativen Wende Anno 1982.

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    2. Naja, ich meinte es eher so: gibt es denn da überhaupt noch jemanden wichtigen außer mir da draußen. Ein Ich reicht da völlig für mich ...

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