Samstag, 19. Dezember 2015

Notfallmaßnahmen

Es ist schon ziemlich doof, wenn der örtliche ÄrWeh-Markt am letzten Samstag vor den Feiertagen, an und nach denen man bekanntlich wochenlang nicht mehr einkaufen kann und folgerichtig am Morgen des Heiligen Abends unbedingt noch höchst verderbliche Frischware wie zum Beispiel Toilettenpapier und Getränkekästen bunkern muß, seine Tür nicht öffnen kann.

Pünktlich um kurz vor Acht stand ich auf der Matte. Die zweitbeste Ehefrau von allen wünschte heute um neun Uhr das Haus zu verlassen und zum Zwecke der Bereicherung der späteren Tagesgestaltung aufgrund des damit verbundenen besonderen Anlasses vier Flaschen eines bestimmten alkoholfreien Sekts mitzunehmen. Dieser Umstand hatte sich erst gestern Abend, als es für entsprechende Beschaffungsmaßnahmen zu spät war, ergeben. Demzufolge musste heute Morgen alles zeitig gewuppt werden.

Und nun stand ich vor der Drehtür und beobachtete zwei vom Marktleiter flankierte Handwerker bei Ihren durchaus handgreiflichen Bemühungen, eben diese Drehtür davon zu überzeugen, daß es in jedem Fall besser für alle Beteiligten inklusive ihrer selbst sei, wenn sie ihren Dienst wieder verrichten würde.

Schließlich definierte man den nächstgelegenen Notausgang kurzerhand zum Noteingang um und ließ mich über diesen Weg hinein. Und ich bin immer wieder begeistert davon, in dem großen Laden zu dieser Uhrzeit fast als einziger Kunde herumzulaufen. Auf jeden Fall findet sich dann mehr Personal vor Ort als Einkaufswillige. Der Rest der ortsansässigen frühaufstehenden Bevölkerung fängt die Samstagsrunde nämlich traditionell bei Feinkost Albrecht, dem Schwarzmarkt und schließlich dem Kolonialwarenhändler an. Die ÄrWeh-Kundschaft hat da einen etwas anderen Rhythmus.

Egal. Ich füllte mein Wägelchen mit vier Flaschen des begehrten Getränkes, stockte um zwei Smoothies sowie ein paar Brötchen auf und konnte mich dann an der Kassenreihe von fünf wartenden Kassierinnen umwerben lassen.

Hach, watt war datt schööön.

Beim Verlassen des Ladens funktionierte die Drehtür übrigens auch schon wieder.

Wie sagt Mandy immer?

Alles boogie!



Kommentare:

  1. Äh,
    ÄrWeh?

    Und Sie haben nicht allen 5 Kassiererinnen etwas von Ihrer Ware gegeben, um zu kassieren? Traurig.

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    1. ÄrWeh ist wie realkommastrich, nur anders. Ich hätte beim Einzelkauf zuviel Kleingeld als Wechselgeld bekommen, denn ich hätte jeder einen Schein zustecken müssen. Dann lieber alles in einem Rutsch und weniger Münzen.

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