Samstag, 28. November 2015

Paterfelis spielt - vielleicht mal wieder (Teil 2)

Wie bereits erwähnt, zeigte sich Herr Harnischfeger auch an den Gesprächen zwischen Sven und mir zum Tabletop-Spiel überaus interessiert. Er hatte wohl auch mal irgendwelche Bilder oder Berichte im Fernsehen gesehen, bei denen historische Schlachten mit entsprechenden Modellen nachgebildet wurden und stellte sich jetzt auch so etwas vor.

Klar, kann man machen, ist in dem Ausmaß seiner Vorstellungskraft aber so rein gar nichts für Anfänger. Sven und ich versuchten, einen gemeinsamen Nenner zu finden, auf dessen Basis wir vielleicht was auf den Weg bringen könnten, ohne daß zumindest Sven und ich wieder richtig investieren müssen. Alle Spiele mit historischem Hintergrund fielen damit schon mal raus, da Sven sich dafür nicht zu begeistern vermochte. Seine alten Warhammer Fantasy-Modelle hat er zwischenzeitlich verkauft; außerdem handelt es sich dabei trotz mittlerweile vorhandener Alternativen anderer Hersteller ebenfalls nicht um ein günstiges Einsteigerspiel. So zogen wir Blood Bowl und Freebooter’s Fate in Betracht. Mit einer Investition in Höhe von 100 Euro kommt man sehr weit. Dies gilt umso mehr, wenn in dem Spielerkreis bereits Leute vertreten sind, die über das erforderliche Beiwerk wie Geländeplatten etc. verfügen und man sich nur noch auf die Miniaturen und das Regelwerk beschränken muß.

Herr Harnischfeger entwickelte dabei die Vorstellung, daß wir drei Männer spielen könnten, während sich unsere Frauen gleichzeitig zu einer Mädchenrunde treffen, da zumindest für seine Frau derartige Spiele wohl eher nichts sind. Tja, vertan sprach der Hahn. Meine Angetraute würde lieber selber mitspielen, sofern sich eine Fraktion fände, die ihr gefiele. So ein Mädchenabend ist aber nichts für sie. Zumindest nicht in dieser Konstellation. Svens bessere Hälfte hat mit Spielen so gar nichts am Hut und wäre für einen Mädchenabend auch nicht unbedingt zu haben. Was aber uns nicht davon abhalten würde, unsere Männerrunde auf den Weg zu bringen.

Und schon mussten wir Herrn Harnischfeger einen weiteren Zahn ziehen. Sven und ich sind uns zwar darin einig, die Spiele auf dem so genannten Bier-und-Bretzel-Niveau auszutragen (heute nennt man das auf Neudeutsch casual spielen), sind aber beide dem von Herrn Harnischfeger direkt ins Gespräch gefassten Kasten Bier eher abgeneigt. Ok, kein Problem, nur Bretzel sind sehr in Ordnung. Auch seine Vorstellung einer abendlichenRunde fand auch keine Gegenliebe bei uns, denn für derartige Spiele muß man eine gewisse geistige Fitness mitbringen. Die sind kein Mensch-ärgere-dich-nicht, sondern erfordern schon etwas mentale Anstrengung. Nach zwei bis vier Stunden spürt man, was man da gemacht hat. Also den Termin vorziehen auf den frühen Nachmittag bis in den Abend rein. Machbar.

Nun stellte sich wieder die organisatorische Frage. Mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu Herrn Harnischfeger fahren ist eine – sagen wir mal – Herausforderung. So ist das eben auf dem Land. Und alleine schon für das ganze Geländematerial wäre es nicht verkehrt, das Auto als Transportmittel zur Verfügung zu haben. Was bei mir ja immer wieder schwierig ist. Sven geht es da auch nicht wesentlich anders.

Bedingt durch den Hauskauf Herrn Harnischfegers hat sich die Weiterverfolgung dieser Pläne aber auch erst mal erledigt. Wir werden das Thema zu gegebener Zeit wieder aufnehmen.

Es ist an der Zeit, weitere Optionen ins Auge zu fassen.


(wird fortgesetzt)



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