Samstag, 3. Oktober 2015

Gesprächsfetzen

„Sagen Sie mal, Herr Paterfelis, wieviele Teller muß ich denn vom China-Buffet geleert haben, damit ich nach dem Reglement nicht mehr zu den Mädchen zähle?“

„Sieben.“

„Ich bin jetzt beim sechsten Teller.“

„Lassen Sie mich nachdenken. Nein, reicht nicht. Sie spielen noch in der Mädchen-Liga.“

„Die Teller waren aber gut gefüllt. Die müssten eigentlich doppelt zählen.“

„Nein, das können wir so nicht werten. Überfüllte Teller sind allein Ihr Problem.“

„Das ist aber ungerecht.“

„Keinesfalls. Das ist wie beim Sport. Da gibt es die A- und die B-Wertung. Was nützt der künstlerische Aspekt Ihrer Vorstellung, wenn die Technik für den Arsch Hintern ist.“

„Oh, das ist wie zu Hause. Da sagt meine Frau mir auch immer was von künstlerisch wertvoll, aber meine Technik wäre…“

Ok, zuviel Details.

Aber ehrlich. Hirnlos reinschaufeln gilt nicht und wird unterbunden. Das Gesamtpaket macht es aus.

Außerdem haben wir Stil.




Kommentare:

  1. Und? War die Knobifahne standesgemäß? ;-)

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    1. Oh ja. Drei mal mit Knoblauchöl verstärkte Soße und zwei Mal warme Knoblauchsoße sollten das Ihrige getan haben. Mehr dazu morgen.

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  2. Da könnte ja ansonsten jeder kommen. Also sowas...

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  3. Sieben Teller? Wie groß sind die denn? Klingt ja nach reichlich klein.

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    1. Die liegen irgendwo in der Größe zwischen einem Kuchenteller und einem normalen Essteller.

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    2. Ah gut,
      aber man muß ja nicht die Alpen drauf abbilden ...

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    3. Es ist ekelhaft anzusehen, wie manch andere Gäste - zumeist mit osteuropäischem Zungenschlag (kein Vorurteil, sondern nüchterne, wertfreie Feststellung) - sich ihr Essen auf diesen Tellern stapeln. Drei verschiedene Gerichte, relativ hoch übereinander aufgetürmt. Ganz oben die Frühlingsrolle, die so natürlich nicht mehr anständig zerteilt werden kann. Wozu auch? Man hat ja Finger und gute Zähne. Und an diesem Restaurant haben es die Köche im Griff, derart zeitnah wieder frisch nachzufüllen, daß über Stunden nichts zu Ende geht. Die überladenen Teller sind also, sofern man überhaupt von so etwas sprechen kann, absolut unnötig.

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    4. Sind sie allein schon aufgrund der Höflichkeit/Etikette. Macht man einfach nicht. Im Allgemeinen reichen die Zeiten, die so ein Buffett andauert und die man auch vor Ort ist, um satt zu werden und gemütlich und in Ruhe zu essen. Aus dem Grunde geht man doch eigentlich auch essen - Ruhe und Gemütlichkeit, Geselligkeit nicht ausgeschlossen. Dachte ich zumindest.

      Anders empfinde ich, wenn man sich einen Teller holt mit verschiedenen Dingen, allerdings auch hier nicht gestapelt, sondern passend auf dem Teller verteilt - als Probeteller sozusagen, wenn man die Gerichte nicht oder kaum kennt. So etwa mache ich auch ab und an. Aber auch die braucht man nicht überladen, im Zweifelsfall holt man sich dann einen zweiten, anders gemischten Probeteller.

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  4. Da kann ich nicht gegen anstinken mit meinen zwei Tellern vorgestern beim Asiaten. Aber ich bin ja auch ein Mädchen, dann ist das sicher nicht so schlimm :))

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