Samstag, 31. Oktober 2015

Spielleute in der Hexennacht



Es ist nun auf den Tag genau ungezählte Jahre her, als 
Bruder Bernhard van Instincfeld, der Wandermönch mit dem 
geheimnisvollen, Bilder einfangenden Kasten aus dem 
fernen Lande Nippon, und einige seiner schutzbefohlenen 
Weibsbilder, sich in die Nähe der Gutterdorfer Burg herumtrieben.

Allerlei fahrendes Volk war zugegen, um dort ihre Waren 
feilzubieten oder ihre Künste zu präsentieren. Gaukler und 
Marketenderinnen, Feuerspucker, Wollweber, Bogenmacher, 
Rittersleute und Bauernpack versammelten sich in ihren 
typischen Gewandungen zu einem wahrlichen Durcheinander.


Doch zeigten sich auch weniger sittsam gekleidete Besucher. 
Die Mannsbilder trugen überwiegend, gleich einer Uniform, 
Beinlinge aus einem blau-verwaschenem Tuche, welches Bruder 
Bernhard vollkommen unbekannt war. Und auch die Weiber erdreisteten 
sich, ihre Körper mit solcherart Beinlingen und Hemden, welche gemäß 
der allgültigen Ordnung auf der Welt den Mannsbildern vorbehalten sind, 
zu bedecken. Nicht wenige unter ihnen trugen allerdings, wie es sich für 
Weibsvolk geziemte, ein Kleid. Damit allerdings war es mit 
der Sittsamkeit vorbei, denn auch diese Kleider bedeckten den weiblichen 
Körper nicht so, wie es sich gehörte. Nein, die Weiber zeigten ihre Knöchel. 
Ihre Knöchel! Und mitunter sogar noch mehr vom Beine. Welch sündige 
Nacktheit. Was war dies für eine seltsame Welt. 
Bruder Bernhard schickte ein Stoßgebet zum Allmächtigen. 

Etwas abseits hatten Zimmerleute eine Bühne errichtet, welche natürlich 
das Interesse des Bruder Bernhard begleitenden Weibsvolkes auf sich zog. 
Schnell zückten sie ihre Geldbeutel, entrichteten den Obolus von einigen 
Talern und nahmen Platz. Natürlich hatte Bruder Bernhard seiniges versucht, 
um sie davon abzuhalten. Denn schließlich würde es den Weibern gut zu Gesichte 
stehen, ihre Taler für ein dem Herrn gefälligeres Werk herzugeben. So hatte Bruder 
Bernhard kurz zuvor einen Bäckerburschen gesehen, welcher köstliche Rahmflecken 
feilbot. Und ein solcher Rahmflecken mit ordentlich Schweinespeck hätte ihm 
jetzt wohlgetan. Doch zog Katja unserem armen Wandermönche eine lange Nase, 
und das rechtliche Weibsvolk tat es ihr nach.

Seufzend folgte Bruder Bernhard seinen lustvollen lustigen Weibern, welche sich 
bereits im Vorfeld des heranrückenden kühlen Abends mit reichlich gefüllten 
Humpen Mets versorgt hatten. Denn auch die innere Wärme ist wichtig, bis zur 
Entzündung des großen Feuers würde es noch dauern, und die Zeit, zu der die 
unheiligen Flammen ihre Hitze abgeben würden, galt es zu überbrücken.

Bruder Bernhard war ob diesen Ansinnens erschüttert, doch hatten die 
Weiber es sich in den Kopf gesetzt, so daß er sie trotz redlicher Mühen nicht 
innehalten lassen konnte. Denn ein jeder Mann weiß, daß er dem sturen festen 
Willen eines Weibes wahrlich nichts entgegenzusetzen vermag.

Nun saß die Gruppe in Erwartung des kommenden Spiels des reisenden 
Volkes auf ihren harten und leidlich unbequemen Bänken. Doch besser 
schlecht gesessen als gut gestanden. Als die letzten freien Plätze mit derben 
wie auch mit feinen Ärschen belegt waren und man selbst an Stehplätzen kaum noch 
was anzubieten vermochte, erschien ein Narr auf der Bühne. Weithin hallte seine 
Stimme, kündigte er doch den baldigen Beginn des munteren Spieles an, 
welches dem anwesenden Volke in Bälde dargeboten werden sollte.

Man würde eine Geschichte erzählen, voll Liebe und Hass, Freude und Trauer und 
des wahren Heldenmutes eines Ritters. Wir würden sehen, wie der kühne Recke 
Walther die liebliche Isolde vor einer Intrige des bösen Inquisitors und damit vor 
dem Scheiterhaufen bewahren sollte.

Doch hatte der Narr einen Wunsch an das Publikum zu richten.


„Liebe Leute, es wäre schön für uns, wenn ihr in ansprechender Weise 
auf das dargebotene Spiel zu reagieren vermögt. Dies wollen wir nun mal üben.“


Er wandte sich an den rechten Teil des Publikums.


„Euch allen gebe ich jetzt ein Zeichen. Und wenn ihr dieses Zeichens 
gewahr werdet, dann möchte ich aus euren Kehlen und lautes, wohlig 
erstauntes Aaaaaah vernehmen.“


So gab er das Zeichen, und vielstimmig ertönte das


„Aaaaaaaaaa!“


„War das alles? Nein, das könnt ihr besser. 
Macht es so, als würde euch ein fetter Gänsebraten servieret werden.“


„AAAAAAAAHHH!!!“


„Nun, so gefällt es mir schon recht gut.“


Er wandte sich der linken Hälfte des Publikums zu.


„Und ihr sollet auch nicht ohne Müh verbleiben. 
Gebe ich euch das Zeichen, 
so möge ich im Anschluss ein vielstimmiges, 
ebenso höchst gütig erstauntes 
Ooooooooh vernehmen.“


Wiederum gab der Narr das Zeichen.


„Ooooooooh!“


„War das alles? Die anderen lachen doch über euch. 
Vermisst ihr wohl den Gänsebraten? 
Nun denn, der ist schon vergeben. 
Aber für euch soll es dann eine Haxe sein.“


Das Zeichen ward gegeben.


„OOOOOOOOOHHHH!“


„Wunderbar. Und nun, liebe Leute, üben wir das zusammen. 
Ich gebe euch das Zeichen, ich sage es auch für die weniger 
Sehkräftigen unter euch an. Und los.“


Das Zeichen ging nach rechts.


„Aaaaaahhh!“ 

sprach der Narr.


„AAAAAAAAAAAAAHHHHHHHHHHHHH!!!“ 


echote das Publikum auf der rechten Seite.

Es ging nach links.


„Ooooooohhh!“

rief der Narr.


„OOOOOOOOOOOOOHHHHHHHHHHHH!!!“ 


ertönte das Publikum der linken Seite.

Und immer weiter.


„AAAAAAAAAAAAAAAHHHHHH!!!“


„OOOOOOOOOOOOOHHHHH!!!“



„AAAAAAAAAAAAAAAAHHHH!!!“



„OOOOOOOOOOOOOHHHH“!!!



„AAAAAAAAAAAAAAHHHH!!!“



„OOOOOOOOOOOOOHHH!!!“



Wild wogte es hin und her, bis schließlich der Ruf des Narren erschall:


„Und nun alle zusammen – YPSILON!“


YPSILON...


Die Stimmen wurden leiser, die Erkenntnis lauter.

Der Narr gluckste.


„Ein paar gibt es immer.“


So verschwand er von der Bühne. Fanfaren erklangen 
und das muntere Spiel um Ritter Walther begann.

Und das, meine liebe Gedankenhüpferin, 







Donnerstag, 29. Oktober 2015

Ausputzer

Kommen wir zurück auf ein Thema von gestern. Welt, was hast du dir eigentlich dabei gedacht? Es fing doch an sich ganz ordentlich an.

Auf der morgendlichen Fahrt ins Büro habe ich mir die Geschichte durchdacht, die ich der Frau Gedankenhüpfer noch schuldig bin. Die weitere Planung des Tages sah dann vor, mal wieder Ordnung auf meinem Schreibtisch zu schaffen. Zuviel Vertretung und sonstige Arbeit für andere, Aktenkorrekturen, die man selbst erledigt anstatt jeden Mist zurückzugeben, nur damit es schneller geht, und andere Dinge mehr haben ihre Spuren hinterlassen.

Da die Kollegen sich zu einem gemeinsamen, alle paar Monate stattfindenden Geburtstagspausensammelfrühstück der in diesen, seit der letzten Runde vergangenen Monaten Geborenen versammelten, von dem ich mich üblicherweise zur Vermeidung einer potentiellen Panikattacke tunlichst fernhalte, konnte ich weitgehend ungestört durcharbeiten. Kommt in letzter Zeit nicht sehr oft vor. Mandy und ich haben schon unsere Bürotüren geschlossen, um zu signalisieren, daß wir mal unsere Ruhe haben wollen. Doch ist zwischendurch wohl ein Gewöhnungseffekt eingetreten, die Zahl der Fragenden nimmt wieder zu. Als nächsten Schritt haben wir überlegt, mangels Abschließbarkeit der Türen – wir haben bekanntlich keinen Schlüssel zu unseren eigenen Türen, so etwas gibt es nur für unsere Putzfrauen – die Türklinken unter Strom zu setzen.

Starkstrom, damit es sich auch lohnt.

Endlich mal wieder habe ich mich also nur mit meinen eigenen Akten beschäftigen können, da ich auch noch bereitliegende Vertretungsakten konsequent ignorierte. Es ist ordentlich was weggegangen, so daß meine Wunschvorstellung in die Nähe einer möglichen Realität rückte, den Arbeitstag mit einem pünktlichen Feierabend ausklingen zu lassen, zu Hause die zweitbeste Ehefrau von allen von meinem Sofaplatz zu vertreiben und endlich die besagte Geschichte zu schreiben - dieser Platz auf dem Sofa ist im Moment aus ganz praktischen Gründen der einzige Ort, an dem ich mit dem Laptop arbeiten kann.

Drei Minuten vor Ultimo kam Kollege Harnischfeger in unser lauschiges Büro.

„Ich muß jetzt nach Hause. Morgen und übermorgen habe ich frei, das neue alte Haus erwartet meine Anwesenheit. Renovierung tut Not.“

Bis hierhin war alles wie geplant.

„Herr Paterfelis, wenn Sie Lust haben, könnten Sie mal einen Blick in den Aktenstapel an meinem Schreibtischrand werfen. Das sind noch ein paar Vorgänge zur Abgabenerhebung. Ich komme damit nicht weiter, aber für Sie ist das doch bestimmt ein Klacks.“

Klingt jetzt dreist, ist es aber nicht unbedingt. Herr Harnischfeger hat so seine Probleme mit dieser Art Akten. Und meisten sind es wirklich nur Kleinigkeiten für mich, die schnell erledigt sind. Dafür hilft er mir auch bei Leistungsakten, mit denen ich so meine Not habe.

„Ich schau mal. Die individuellen Jahresabschlüsse machen Sie aber auf jeden Fall alleine. Ich habe bei meinen am Dienstag alleine vier Stunden gebraucht, um meine Kunden an ihre Mitwirkungspflichten zu erinnern.“ Ja, ernsthaft. Das ist ein Massen- und gleichzeitig ein Termingeschäft. Sehr nervtötend.

„Ja, bin schon dran. Ich muß jetzt, der Zug wartet nicht. Ich danke Ihnen sehr, Sie machen mich zu einem glücklichen Mann. Schönen Feierabend.“

„Sagen Sie es nicht weiter, ich habe einen Ruf zu verlieren.“

Neugierig geworden habe ich mir den Stapel geholt, ihn durchgesehen – und fast einen Herzinfarkt bekommen. Da lagen uralte Anfragen, als dringlich markierte Telefonvermerke sowie Beschwerdeandrohungen wegen Untätigkeit drinnen. Und die meisten Sachen hätte man wirklich in ein paar Minuten erledigen können, wenn sie nicht so lange liegen geblieben wären. Jetzt aber wurde es schwierig, da verschiedenen Dinge durch Zeitfortschreiten erst bereinigt werden mussten.

Scheiße.

Also los, zur Beschwerdevermeidung retten was zu retten ist. Feierabend auf unbestimmte Zeit verschieben. Kotau machen vor der Kundschaft. Was man eben so macht.

Dabei hatte ich durchaus im Hinterkopf, daß mir Frl. Hasenclever unlängst eine Akte von Herrn Harnischfeger hat zukommen lassen, welche dort auch schon am verschimmeln war. Auf richterliche Anordnung hatten wir einen Bescheid in einer bestimmten Form auszufertigen. Die gesetzte Frist war längst abgelaufen. Und wieder handelte sich um eine Sache, mit der Herr Harnischfeger nicht klargekommen wäre. Was ich durchaus verstehe, aber er hätte mich jederzeit um Hilfe bitten können. Oder darum, die Sache im Tausch gegen was anderes zu übernehmen. Aber nicht liegenlassen. Auf keinen Fall!

Diese Drecksakte hat mich am Freitag vier Stunden meiner Arbeitszeit gekostet. Die intellektuelle Herausforderung war dabei noch gering; wenn man weiß wie es geht, war es vielmehr eine reine Fleiß- und stumpfsinnige Schreibarbeit.

Und jetzt auch noch das!

Bis auf zwei Vorgänge habe ich den Stapel weggehauen. Die beiden restlichen Akten, in denen wirklich täglich mit einer massiven Kundenbeschwerde zu rechnen war, mussten jetzt für den nächsten Tag liegenbleiben, weil die etwas intensivere Betrachtung verdienen. Da muß ich mich richtig einarbeiten. Ich könnte kotzen.

Rebecca rief mich zwischendurch an.

„Oh, Rebecca. Gut, daß du mich hier unterbrichst. Ich bin gerade dabei, aus der Hose zu springen.“

„Ähm, das muß ich wohl nicht sehen.“

„Warum das denn nicht?“

„Ähm, och, oder mache es einfach. Ich halte den Anblick schon aus.“

Na ja, sie ist jetzt ja lange genug verheiratet und dürfte schon mal einen nackten Mann gesehen haben.  Obwohl – muß nicht sein. Meine Tante hat trotz zweier Kinder auch noch nie einen nackten Mann gesehen. Und mein Onkel sie auch noch nie in dem Zustand. Dabei haben die ihre goldene Hochzeit auch schon lange hinter sich. Wem’s gefällt…

„Rebecca, ich mache hier gerade ein paar alte Abgaben-Akten vom Harnischfeger.“

„Ja, davon hat er einen ganzen Stapel. Während er mal einen Tag nicht da war und ich sein Telefon hatte, musste ich schon ein paar Kunden von ihm am Telefon gaaaaanz vorsichtig wieder runterbringen. Da war zum Beispiel dieser Koch, der…“

„…unbedingt fürs Finanzamt eine Bescheinigung brauchte.“

„Ja, genau.“

„Jupp, die habe ich gerade fertig gemacht.“

„He, mit dem habe ich Ende August telefoniert.“

„Hast du. Und dem Harnischfeger die Telefonnotiz mit rot leuchtendem Dringlichkeitsvermerk versehen.“

„Die Akte habe ich mitten auf seinem Tisch gelegt, damit er die sofort erledigt.“

„Tja, vergebliche Liebesmüh.“

Montag, wenn er wieder da ist, werde ich ihn mit einer siffverstärkten, rostigen, stumpfen Eisensäge filetieren. Ganz langsam. Das steht ganz oben in meinem Kalender. Sollte noch jemand passende Alternativen kennen, bitte ich um entsprechende Anregungen.

Danke im Voraus.

Um die Reste wird sich Frl. Hasenclever kümmern. Die konnte ich da nicht raushalten, selbst wenn ich gewollt hätte. Wollte ich aber nicht. Aus verschiedenen Gründen, die ich hier jetzt nicht weiter ausbreiten möchte.

Feierabend. Durch das Treppenhaus ein paar Etagen nach unten, da unser Aufzug in den letzten Tagen dazu neigt, zu streiken. In weniger als einer Woche gab es drei Mal die Situation, daß Kollegen damit stecken blieben. Der Techniker war da, geändert hat sich aber nichts. Und jetzt traut dem Ding eben niemand mehr. Und mit was? Mit Recht! Ich freue mich schon darauf, morgen die Treppen nach oben zu latschen.

Und dann ging es nach Hause. In die Wohnhöhle. Erst mal Dinge wegräumen, die ich nicht an ihren Fundorten liegen gelassen hatte. Musste aber sein.

Ja, ich war sauer.

Richtig sauer.



(Text nach der gestern erstellten Urschrift entschärft.)



Mittwoch, 28. Oktober 2015

Übrigens...

Hallo Welt,

was habe ich verbrochen, um der Ausputzer für jeden Scheiß zu sein, der sich daraus ergibt, daß mein allüberall befindliches Umfeld keine Lust oder nicht die Fähigkeit hat, Dinge ordentlich zu erledigen?! Oder überhaupt zu erledigen. Kann ja nicht immer so schwierig sein. 

Meinst du, mir macht das Spaß? Na? Sag schon! Los!!!

Du traust dich also auch nicht. Scheiß Welt. Verrecke.

Tja, werte Nachbarn, es tut mir jetzt nicht im Mindesten leid, daß hier gerade die Musik etwas hörbarer als sonst läuft.

Und die nächsten 5.000 Kalorien, die ich finde, gehören mir.

Mir allein!

Für immer!

Schönen Tag noch.





Montag, 26. Oktober 2015

Sinnig

„Oh, ihr habt die Aktenschränke anders hingestellt. War das Absicht?“

Nein, reiner Zufall. Wie so etwas täglich immer wieder mit schweren Aktenschränken geschieht.






Samstag, 24. Oktober 2015

Zwischenfrage

Hmmm, es scheint draußen unwirtlich zu werden. Mein Blog wird in letzter Zeit verstärkt mit dem Suchbegriff Männerschnupfen gefunden.

Fragt sich nur, ob da gerade eher Männer oder doch Frauen suchen.

Los, äußert euch doch mal dazu.




Freitag, 23. Oktober 2015

Mit und ohne - mal hier und mal da

Gegen Ende der Mittagszeit kam Frl. Hasenclever in unser Büro.

„Oh, Herr Paterfelis, waren Sie heute mal draußen?“

„Nö, wie kommen Sie auf so etwas?“

„Ihre Haare sind etwas feucht, und draußen regnet es.“

„Dann hätte ich meine Kapuze aufgesetzt. Nein, ich komme gerade von der Toilette und bin mir mit den feuchten Händen noch eben durch die Haare gegangen.“

„…“

„Nach dem Händewaschen, Frl. Hasenclever. Nach dem Händewaschen.“

„Ist ja lustig, das machen mein Freund und mein Vater auch immer.“

„Ja, die Haare in der Stirn haben etwas gestört.“

„Wie wäre es mit Gel?“

„Bleiben Sie mir mit so etwas weg.“

„Das mit den feuchten Haaren von der Toilette kommen machen aber auch nur Männer.“

„Frauen können ja auch immer weniger mit feuchten Haaren vom Klo kommen.“

„Wie kommen Sie denn da drauf?“

„Waren Sie in den letzten Jahren mal in der Sauna? Da können Sie sehen, daß doch kaum noch eine Haare an d…“

„PATERFELIS!“

Da war sie, die wohlbekannte Stimme aus dem Hintergrund. Ja, Mandy, ich sag schon nichts mehr.



Donnerstag, 22. Oktober 2015

Déjà-vu

Irgendeine Stadt nördlich des Weißwurst-Äquators, Mitte der 80er Jahre. Paterfelis ist gezwungen, sich auf der Berufsschule zu langweilen. Der Name des Fachs: Buchführung.

Unser Lehrer spricht eindeutig Dialekt.

Es entwickelt sich folgender, nicht ganz ernst gemeinter Dialog zwischen einem meiner Leidensgenossen und unserem Lehrer.

„Herr Huber, wo kommen Sie eigentlich her?“

„Hier aus der Stadt.“

„Nein, ich meine gebürtig. Wegen Ihres Dialekts.“

„Ach so. Aus dem Schwäbischen.“

„Ach Mensch, immer die Ausländer hier.“

*stöhn* „Und das muß mir ausgerechnet einer sagen, der Przybilla heißt…“

Spiel, Satz und Sieg: Huber!




Mittwoch, 21. Oktober 2015

Nur zur Erinnerung...

Frl. Hasenclever neigt ein wenig dazu, etwas zu übersehen. Insbesondere dann, wenn es um Termine geht. Grundgütig wie man mich kennt habe ich daher heute bei ihr angerufen.

„Frl. Hasenclever, da Sie ständig die wirklich wichtigen Gedenktage vergessen, erinnere ich Sie heute mal an…“

„Weiß schon Bescheid.“

„Echt?“

„Ja: Gleich ist die große Fachbereichsleiter-Runde bei Dr. Strebsinger.“

Ähm, ja. Ich bin ja so stolz auf sie. Aber wenn sie das als Gedenktag ansieht...

Ich dachte eigentlich eher an das hier: (Jetzt klick mich schon an.)




Wo die Welt von Morgen schon heute stattfindet

*PLOPP* Da isser wieder.


Die Zukunft fand vor dreißig Jahren genau heute statt:




Dann weiß ich ja, was ich gleich mit Hilfe des Fernsehers zu tun gehabt haben werde.


Tante EDIT sagt: Und wieder keine Chipse für einen gemütlichen Fernsehabend vorrätig. Mist!






Samstag, 17. Oktober 2015

Unser Bäcker und der Krieg der Sterne

Wir haben einen neuen Kollegen, Herrn Bäcker. Na ja, relativ neu. Herr Bäcker weilt jetzt schon ein gutes Jahr bei uns. Er hat sich vom LASA des Nachbarbundeslandes weg und zu uns hin beworben. Alles eine Frage der räumlichen Nähe zu seinem Wohnort. Der Bursche ist der Spross einer LASA-Familie. Vater beim LASA, Mutter beim LASA. Also musste er auch zum LASA. Nach seiner Assistentenprüfung hat er dort ein Jahr lang gearbeitet, bis es zum Wechsel kam.

Vorgesehen war er für den Einsatz als Assistent im Fachbereich Leistungsgewährung unserer Außenstelle. Die dortige Seniorsachbearbeiterin erkrankte jedoch in der Zeit, in der sie Herrn Bäcker an unsere Sitten und Gebräuche heranführen sollte. Was durchaus notwendig ist, denn trotz gleicher Rechtsanwendung sind die Abläufe und Aufgabenzuschnitte in den einzelnen Häusern immer wieder etwas anders. Alles eine Frage der internen Organisation. Der Kunde draußen in der freien Wildbahn bekommt davon im Regelfall nichts mit.

Vermuten wir mal.

Nun ja, die erste Begeisterung über Herrn Bäcker war durchaus überschaubar. So wurde er an mich weitergeleitet. Bestimmte Tätigkeiten zwischen dem Fachbereich Leistungsgewährung und dem Fachbereich, in dem ich angesiedelt bin, überschneiden sich, so daß ich zumindest in diesen Aufgaben für die weitere Entwicklung des jungen Burschen Sorge tragen sollte, bis die Kollegin wieder einsatzfähig sein würde.

Soweit die Theorie.

In der Praxis musste ich feststellen, daß dieser Mensch absolut unterbelichtet ist. Tauglich zu nix. Gar nix. Vielleicht bestand seine Prüfung nach der Lehre im Nachbarbundesland-LASA darin, Kaffee für die Sachbearbeiter zu kochen. Vielleicht auch Tee. Für einen guten Kakao, wie ich ihn schätzen würde, dürfte es schon nicht mehr gereicht haben. Bei ihm fehlt es an jeglichen Grundlagen. Jeder zumindest mittelprächtige unserer Auszubildenden macht ihn spätestens am Ende des zweiten Lehrjahres nass. Aber allerspätestens.

Falls der ein Zeugnis für seine Bewerbung bekommen hat, wird man ihn wohl weggelobt haben. Am Tag seiner Kündigung im Nachbarbundesland-LASA haben die dortigen Kollegin vermutlich ein paar Flaschen besten Champagners geöffnet. Schweinebande, dreckige. Sven hat Herrn Bäcker zwischendurch mal gefragt, ob unser Beruf denn wohl das richtige für ihn sei. Das hat er noch nicht verstanden - bei einer Beanstandungsquote von über 150 %. Denn im ersten Durchgang bekam er jede Akte zur Korrektur zurück. Von den korrigierten Akten sah er mindestens jede zweite auch nochmal wieder, um den Rest auch noch zu korrigieren, den er zuvor ignoriert hat.

Selbst dann, wenn man alles was er tun soll genau vorgeschrieben und auf die Dringlichkeit hingewiesen hat, es auch genau in der vorgegebenen Reihenfolge auszuführen, ging es in die Hose. Noch nicht mal die Sache mit der Reihenfolge funktionierte.

Ich äußerte meinen Unmut auch gegenüber Frl. Hasenclever und Dr. Strebsinger, welche bereits von meiner Amtskollegin vorgewarnt waren. Es fiel die Entscheidung, Herrn Bäcker nochmal für ein halbes Jahr in unseren Hauptausbildungsbereich der Außenstelle unserer Nachbarstadt – bei uns finden für Lernende nur befristete Praxisphasen in den Ferien und am Ende des letzten Ausbildungsjahres statt - umzusetzen, damit die dortigen Kollegen sich seiner intensiv und von Grund auf annehmen könnten.

Gesagt, getan.

Ein halbes Jahr lang hatten wir Ruhe, dann kam Herr Bäcker nach einer bescheinigten erfolgreichen erfolgten Intensiv-Einarbeitung zu uns zurück. Stand jedenfalls auf dem Papier. Bei uns wurde er direkt krank und konnte seine neuen Fähigkeiten nicht unter Beweis stellen.

Dumm. Es waren noch wenige Wochen bis zum Ablauf seines Jahresvertrages. Nun denn, nach drei Wochen kam er wieder, wurde nochmal vier Wochen kritisch beäugt. Nicht von mir, aber von der Kollegin Seniorsachbearbeiterin des Bereiches Leistungsgewährung. Ihre Begeisterung hielt sich in allerengsten Grenzen.

Die Führungsebene unserer Außenstelle, also der zuständige Fachbereichsleiter und der alte Dr. Strebsinger, wollten jedoch im dortigen Bereich personelle Lücken stopfen, damit endlich die Vertretungdauertemporäre Umverteilung aller anfallenden Arbeiten auf alle anderen zumindest etwas eingedämmt wird. Also erhielt Herr Bäcker seinen Festvertrag.

Niemand von den Kollegen seines und auch meines Fachbereiches weiß ernsthaft, wofür der junge Mann sein Geld erhält. Er macht weiterhin nichts richtig. Wirklich nichts. Rein gar nichts. Dümmste Fehler sind an der Tagesordnung. Er macht sich über ihm gegebene Hinweise keine Notizen, vom Lesen der Arbeitsanweisungen nimmt er Abstand, Muster werden nicht angelegt und er versucht seine Fragen zu unterschiedlichen Zeiten an unterschiedliche Kollegen weiterzugeben. Ist ja nicht so, daß man sich nicht unterhält und es doch irgendwann auffällt, daß er nicht weiß, was er tut. Aber so gar nicht. Man regt sich nur noch über ihn auf.

Jetzt wird er zum vierten Mal eingearbeitet. Vermutlich erfolglos. Aber wir haben ihn an der Backe und unser Hauptausbildungsbereich ist ihn wieder losgeworden.

Nun ja.

Mandy, die mit zu den Leidtragenden gehört, welche Herrn Bäckers Akten mit kontrollieren müssen, hat sich letztens zum ersten Mal Krieg der Sterne angesehen. Da lief wohl wieder was im Fernsehen, was sie dazu veranlasst hat, endlich mal die Bildungslücke zu schließen, die sie mit sich herumgetragen hat. Denn sie wusste bis dahin nicht, wer Darth Vader, Luke Skywalker und Co sind. 

Es war erfolgreich. Jetzt hat sie sogar verstanden, was ich meinte, als ich sie nach dem Unterschied zwischen Luke Skywalker und Herrn Bäcker befragte.

Luke Skywalker ist nämlich immer noch eine neue Hoffnung. Herr Bäcker hingegen... Klick mich

Möge die Macht mit uns sein.


PS: Anlässlich der nun nahenden Epsiode VII der Star Wars-Saga und des dortigen Erscheinens der alten Truppe, darunter auch von Prinzessin Leia, wird mir mit Erschrecken klar, daß eben diese Prinzessin Leia jetzt in einer Reihe mit Schneewittchen, Arielle der Meerjungfrau, Cinderella und Co steht. Sie ist jetzt eine echte Disney-Prinzessin




Freitag, 16. Oktober 2015

Klotziges

Wenn ich morgens an der Bushaltestelle warte und hoffe, daß nicht gerade Juri Dienst schiebt, beobachte ich die Zeitungsfrau. Ihr Revier endet an der nächsten Kreuzung, so daß ich nicht von unserer Zeitungsfrau sprechen kann. Was ich ohnehin nicht dürfte, denn wir beziehen gar keine Erzeugnis der Tagespresse.

Die Zeitungsfrau fährt mit ihrem riesigen SUV vor – nein, bitte keine Neiddiskussionen, ich hätte selber gerne so ein sinnloses Teil – parkt ihn am Straßenrand, steigt aus, lässt den Motor laufen, geht drei Häuser weit, um dort Zeitungen loszuwerden, steigt wieder ein, fährt 20 Meter weiter und beginnt das Spiel von Neuem. Hin und wieder macht sie wenigstens die Wagentür zu, während sie unterwegs ist.

Regelmäßig frage ich mich, ob sich das überhaupt lohnen kann. Der Wagen ist doch ein Spritfresser, und Zeitungsausträger gehören nach meinem Stand der Dinge nicht unbedingt zu den Topverdienern. Aber gut, nicht meine Sache.

Im Büro tauschte ich mich mit Helga darüber aus und merkte dabei an, daß die Zeitungsfrau auch nur ein Dreikäsehoch sei und noch nicht mal über das Dach eines normalen PKWs schauen könnte, geschweige denn über das Dach ihres SUV-Schlachtschiffes. Was im Übrigen in Kombination genauso bescheuert aussieht wie ich, wenn ich mich in einen Smart Roadster zwänge. Und ich weiß, wovon ich spreche. Ist aber eine andere Geschichte.

Helga gehört ebenfalls zu den zu kurz gekommenen. Zumindest was Körperhöhe angeht.

„Ach, Paterfelis, das ist doch gar nichts. Früher im Osten haben die mich auch damit aufgezogen. Meine Eltern hatten einen Wartburg. Und immer, wenn ich den fahren wollte, hat mir irgendeiner erklärt, daß ich mit doch lieber Holzklötze an die Schuhe binden sollte, um an die Pedale zu kommen.“

Hmmm, wie macht die Zeitungsfrau das eigentlich? Da muß ich mal genauer hinsehen.




Donnerstag, 15. Oktober 2015

Zielvorstellung

Hallo, Büro, du hast ein Problem:




Und es ward Frieden... Der Rest findet sich dann.


PS: Den ursprünglichen Beitrag habe ich in die Zukunft geschickt. Dorthin, wo er hingehört.



Dienstag, 13. Oktober 2015

Klare Ansage...

... aber schwierig umzusetzen.

Ich habe was geschenkt bekommen.



Eine Schachtel.


Ein Schriftzug.


Etwas aus Holz.


Ein neuer Stempel!


Mal sehen, wie ich den zum Einsatz bringen kann.

Danke, Frau Kuchenbäcker. :-)


Montag, 12. Oktober 2015

Inoffizielles Eingeständnis

Aus gewöhnlich wohlunterrichteten Kreisen wurde vor einiger Zeit inoffiziell erklärt, daß das LASA, und zwar das LASA als Ganzes, keineswegs nur unsere Außenstelle, angeblich nicht mehr in der Lage sei, seinen gesetzlichen Auftrag vollumfänglich auszuführen.

Kann nur an den Mitarbeitern liegen. Zweifellos.

Sämtliche Argumentationen, welche die Ursache woanders vermuten, sind nicht akzeptabel.

Ich belaste dann mal weiter die Keine-Minute-länger-und-du-kriegst-Ärger-Grenze.



Samstag, 10. Oktober 2015

Der Tag danach

Es war Freitag. DerFreitag. Der Tag nach dem großen Gelage beim Chinamann.

Wir saßen in unserem gemütlichen Büro und arbeiteten an den Nachwehen des gestrigen Abends. Zu alkoholischen Entgleisungen war es nicht gekommen. Es wäre auch absolut untypisch gewesen. Aber die am Vortag verinnerlichte Biomasse drückte im Rahmen des unvermeidlichen höchst natürlichen Umwandlungsprozesses noch so manchen. Auch mein entsprechend trainierter Luxuskörper hatte den Vorgang der Nachbearbeitung des gestrigen Abends noch nicht vollendet, doch musste ich bekennen, daß mich ein oder zwei frische Mettbrötchen, bevorzugt mit Kräutermett und ein paar Zwiebelringen, jetzt durchaus erfreut hätten. Platz wäre schon wieder vorhanden gewesen. Nicht in voller Kapazität, das gebe ich zu. Aber zumindest ausreichend für das Ersehnte. Ja, zumindest eines sollte passen. Aber woher zu dieser Stunde nehmen? Nu denn…

Die Fenster zur Außenwelt hielten wir geschlossen. Draußen waren wieder Trötemänner aktiv – Bahnarbeiter, die sich mit dem Rückschnitt des wuchernden Grünzeugs an den vorbeiführenden Gleisen des Neustädter Hauptbahnhofs beschäftigten. Die Motorsägen arbeiteten in einer Tour, nur beständig unterbrochen von den Warnhupen, welche auf einen herannahenden Zug aufmerksam machten. Die Tröten der Trötemänner eben.

Von unseren Knoblauchausdünstungen nahm ich nichts wahr. Außer in jenen Momenten, in denen ich, nachdem ich das kleine gemütliche Büro aus diversen Gründen mal verlassen musste, wieder in selbiges zurückkehrte. Es hatte sich wohl gelohnt. Und die Fenster blieben weiterhin geschlossen, denn die Trötemänner ließen sich Zeit.

Frl. Hasenclever erschien. Sie hatte des kürzeren Weges halber die Nacht bei ihren Eltern verbracht. Als sie spät abends nach der Völlerei dort ankam, gönnte sie sich erst mal einen Schnaps. Uiihh, hätte ich nicht von ihr gedacht. Morgens bekam sie dann die volle Breitseite. Ihre Mutter bot ihr Frühstück an. Feste Nahrung! Nach mehreren Tellern mit irgendwelchen vielbeinigen Seeviechern am Vorabend. Aber Frl. Hasenclever gelang die rechtzeitige Flucht, bevor ihre Mutter den Tisch decken konnte.

Auch Nadja war guter Dinge. Sie hatte eine Lösung für das Ananas-Problem gefunden. Man nehme nicht einfach vier Scheiben frittierter Ananas und ertränke diese auch nicht in Honig, um sie dann zur Enzymübertragung dem Magen zuzuführen, sondern begnüge sich mit nur einer Scheibe und erschlage diese förmlich mit Eis. Gut, dann soll es so sein. Hauptsache, es ist gut für das Wohlbefinden.

Nachdem so langsam wieder Ruhe eingekehrt war und ich mich wieder etwas mehr und – so meine Hoffnung – ungestörter mit dem Verdauen beschäftigen konnte, vernahm ich vollkommen überraschenderweise ein Guten Morgen aus Richtung der Zimmertür. Fast gleichzeitig wurde ich eines kurzen, grellen Lichtscheines gewahr.

Dr. Strebsinger! Sie hatte mich geblitzdingst.

Noch während ich mich von dem Lichtschock erholte, klärte Dr. Strebsinger Mandy und mich auf.

„Ich arbeite an einer Begrüßungsmappe für neue Mitarbeiter. Da müssen auch unbedingt Fotos von einigen Kollegen und natürlich von unserem Seniorsachbearbeiter rein.“

Ja. Klar. Absolut unvorbereitet. Während ich gerade verdaue. Suuuuuper Idee, Dr. Strebsinger.

Eventuell hätten wir wohl doch fragen soll, ob sie mitkommen möchte. 



Mittwoch, 7. Oktober 2015

Reichlich Stärke im Inneren

Bevor ich mich an den überfälligen Abschlussbericht zum Besuch beim Kleinen Chinamann begebe, Gedankenhüpfer das Geheimnis des Ypsilons erkläre und mich über eine freudsche Fehlleistung auslasse, muß ich mich weiter abreagieren.

Meine anhaltend schlechte Laune resultiert nicht alleine einer Vermutung der zweitbesten Ehefrau von allen entsprechend aus der Tatsache, dass der Mond noch ungewöhnlich nahe an der Erde seine Runde dreht, sondern vielmehr aus dem Umstand einer unendlichen Vielfalt sich wieder auftürmender - nennen wir es mit einem gewissen Understatement einfach - Misslichkeiten.

So wie die nachstehende Peinlichkeit.

Neulich mitbekommen:

„Mandy, kannst du mir eben schnell sagen, was ich hier in den drei Akten machen soll?“

„Gerne. Worum geht es denn in den Akten?“

„Weiß ich nicht, ich habe nicht reingesehen.“

„…“

Ja, so ist es. Man könnte sagen, daß es in meinem Umfeld mehrere Menschen gibt, deren Intelligenz der einer rohen Kartoffel entspricht. Was aber eine Beleidigung für jegliche Kartoffel dieser Welt wäre.

Aber so ist es eben: In guten Zeiten werden die brauchbaren Leute gefeuert, weil man derer zuviel hat. Auch im öffentlichen Dienst. In den schlechten Zeiten stellt man dann die besagten Semi-Intelligenzler ein. Sogar mit Festvertrag.

So stimmen wenigstens diese Zahlen. Was dahinter steckt, interessiert eh keine Sau. Köpfe zählen - passt schon.

Liebe Kartoffeln dieser Welt, ich entschuldige mich bei euch für den unfairen Vergleich. Aber euch geht es eben so wie anderen auch: Ihr habt daran keine Schuld, aber ausbaden müsst ihr es trotzdem.

Basta.



Dienstag, 6. Oktober 2015

Auf Droge

Das Zusammenspiel von Salz und Fett ist für das Gehirn wie eine Droge.

Hallo, ich melde Bedarf an.




Frust-Ration statt Frustration. Leider ist das Bild aus meinem Archiv gekramt. Wie dem auch sei - die Maschinerie beginnt nach einer Ruhephase wieder zu laufen.

Es hört niemals auf.

Zerreißt mich doch, dann ist endlich Ruhe.



Sonntag, 4. Oktober 2015

Spuränderung

Es ist erschreckend zu erleben, wie eine erforderliche Änderung gewohnter Abläufe einen Menschen aus der Spur bringen kann. Bei mir läuft gerade nichts rund.

Nein, Spontanität ist nicht gerade meine Stärke. Und kurzzeitige Veränderungen gehören auch nicht zu meinen Präferenzen.

Ab Montag wieder im alten Trott... vielleicht.



Samstag, 3. Oktober 2015

Gesprächsfetzen

„Sagen Sie mal, Herr Paterfelis, wieviele Teller muß ich denn vom China-Buffet geleert haben, damit ich nach dem Reglement nicht mehr zu den Mädchen zähle?“

„Sieben.“

„Ich bin jetzt beim sechsten Teller.“

„Lassen Sie mich nachdenken. Nein, reicht nicht. Sie spielen noch in der Mädchen-Liga.“

„Die Teller waren aber gut gefüllt. Die müssten eigentlich doppelt zählen.“

„Nein, das können wir so nicht werten. Überfüllte Teller sind allein Ihr Problem.“

„Das ist aber ungerecht.“

„Keinesfalls. Das ist wie beim Sport. Da gibt es die A- und die B-Wertung. Was nützt der künstlerische Aspekt Ihrer Vorstellung, wenn die Technik für den Arsch Hintern ist.“

„Oh, das ist wie zu Hause. Da sagt meine Frau mir auch immer was von künstlerisch wertvoll, aber meine Technik wäre…“

Ok, zuviel Details.

Aber ehrlich. Hirnlos reinschaufeln gilt nicht und wird unterbunden. Das Gesamtpaket macht es aus.

Außerdem haben wir Stil.